15.10.2020 - 16:14 Uhr
AmbergSport

Basketball: TV Amberg-Sulzbach muss Spiele absagen

Ein positiver Corona-Test in Dingolfing hat Auswirkungen auf den Spielplan der Basketball-Bayernliga Mitte. Das Amberger Gesundheitsamt ordnet 14 Tage Quarantäne an.

Symbolbild.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Die Nachricht erreichte Michael Gröber am Dienstagabend, und sie verhieß nichts Gutes. Der Basketball-Abteilungsleiter des TV Amberg erfuhr aus Dingolfing, dass ein Spieler des TV Dingolfing positiv auf Corona getestet wurde - und die neu gegründete Basketballgemeinschaft TV Amberg-Sulzbach war am Samstag zuvor Gast der Niederbayern beim ersten Punktspiel der Saison 2020/21 in der Bayernliga Mitte.

Die Konsequenz: "Das ist fatal, wir müssen unser erstes Bayernliga-Heimspiel jetzt am Samstag gegen TuS Heroldsberg absagen", erklärte Gröber. Aber nicht nur dieses. Denn mit elf Spielern war der TV Amberg angetreten, darunter zwei aus der zweiten Mannschaft. Und die Zweite hatte am Sonntag nach der Dingolfing-Partie ein Spiel in der Bezirksoberliga gegen die DJK Neustadt/WN.

Kein Spiel bis 7. November

Michael Gröber ist vorsichtshalber auf die Bremse getreten und hat alle Spiele, auch die der Jugend, abgesagt. Ebenso das Bayernligaspiel am 24. Oktober beim TV Ansbach II. Kein Basketballspiel bis 7. November - an diesem Tag will der Vorstand des Bezirks entscheiden, ob die Saison überhaupt fortgeführt werden kann. "Die betroffenen Spieler müssen zunächst für 14 Tage in Quarantäne. Normalerweise wird dann nach fünf Tagen ein Test gemacht. Wir sind aber noch vorsichtiger und halten uns an die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Wir steuern an, dass wir am Tag sieben nach dem Kontakt testen", erklärt Roland Brey, der Leiter des Amberger Gesundheitsamtes.

Wenn wie in diesem Fall eine behördliche Quarantäne angeordnet wird, und durch den Arbeitgeber ein Verdienstausfall droht, können die Betroffenen einen Antrag auf Entschädigung stellen, erläutert Roland Brey.

Denn die 14 Tage müssten in vielen Fällen eingehalten werden. "Wenn zu früh getestet wird, kann es sein, dass man eine Infektion nicht erkennt. Wenn die Leute schon beim Hausarzt waren und getestet wurden, müssen wir uns das anschauen. Womöglich ist dieses Ergebnis nicht aussagekräftig. Eventuell ist eine weitere Nach-Testung nötig." Eventuell gebe es einen Spielraum, so dass es aufgrund der Gesamtumstände möglich erscheint, die Quarantäne zu verkürzen. Dazu gehören laut Brey verschiedene Aspekte: "Wann war der Betreffende, der zu der ganzen Aktion geführt hat, infektiös? War er sehr infektiös, war er weniger infektiös? Das hängt von einigen Parametern des Laborergebnisses ab."

Ergebnis: negativ

Die elf Spieler des TV Amberg waren inzwischen bei ihren Hausärzten und haben sich testen lassen - alle haben am Donnerstag ein negatives Ergebnis erhalten. Womöglich müssen sie sich nun noch einem weiteren Test unterziehen - falls noch bei dem einen oder anderem Symptome auftreten. "Das ist alles viel komplexer als die meisten Leute denken. Ein früher Test nützt oft nicht viel. Man muss wirklich die Frist abwarten, um ganz sicher zu sein: Da habe ich mich nicht infiziert."

Zuschauer dürfen in den Amberger Sporthallen die Masken abnehmen

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