06.10.2020 - 16:10 Uhr
AmbergSport

Zuschauer dürfen in den Amberger Sporthallen die Masken abnehmen

Für alle Hallensportarten beginnt demnächst die Saison. Mit diversen Vorschriften, Hygienekonzepten und Einschränkungen. Die größte: In Amberg dürfen nur in drei Hallen Zuschauer rein.

Die Fans der Amberger Bayernliga-Basketballer dürfen in der triMAX-Halle wieder lautstark mitgehen – ohne Maske, sofern sie den nötigen Abstand untereinander einhalten.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Basketball, Handball, Volleyball: Die zuschauerträchtigsten Hallensportarten starten demnächst. In Amberg bleiben deren Fans nicht draußen, sondern dürfen in drei Hallen rein - die über eine Tribüne verfügen: In der Sporthalle der Luitpoldschule, in der Dreifachhalle des Gregor-Mendel-Gymnasiums und in der triMAX-Halle. "In alle anderen Hallen können wir keine Zuschauer zulassen. Das ist mit dem Hochbauamt so abgestimmt, weil die kleineren Hallen von den Lüftungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt sind. Da gehen wir auf Nummer sicher", erklärt Bernhard Scheidig, der Leiter des Schul- und Sportamtes.

Das heißt, eine Halle der Städtischen Wirtschaftsschule oder auch die Sporthalle des Erasmusgymnasiums bleiben für Zuschauer gesperrt.

In den drei Hallen, die für Fans geöffnet sind, gelten Maximal-Zahlen für Besucher: 60 in der Luitpoldhalle, 100 in der GMG-Halle und 200 in der triMAX - aber ausschließlich auf zugewiesenen und markierten Sitzplätzen. "In der triMAX ist Platz für 980 Zuschauer, da bekommen wir 200 unter, ohne dass die Tribüne ausgefahren wird", erläutert Scheidig. Beim Betreten der Halle und auf dem Weg zu den Plätzen müssen die Zuschauer Masken tragen.

Wie in der Schule

Die gute Nachricht: "Wenn die Zuschauer sitzen und der Mindestabstand eingehalten werden kann, kann die Maske abgenommen werden", erklärt Scheidig. Das sei ein bisschen ein Spagat, denn einerseits befinden sich die Leute in einem Schulgebäude, aber andererseits können die Schüler, wenn sie sitzen, die Maske abnehmen. "Das handhaben wir genauso mit den Zuschauern."

Im Hygienekonzept der Stadt Amberg ist zwar noch verankert, dass "in geschlossenen Räumen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend" ist. Aber, so Scheidig, die Stadt werde die Vereine noch dahingehend informieren, dass bei entsprechendem Abstand der Zuschauer untereinander von dieser Pflicht abgesehen werden kann.

Um eine Kontaktpersonenermittlung im Falle eines nachträglich identifizierten Covid-19-Falles unter Sporttreibenden, Zuschauern, Besuchern oder Personal zu ermöglichen, ist eine Dokumentation mit Angabe von Namen und sicherer Erreichbarkeit (Telefonnummer oder E-Mail-Adresse bzw. Anschrift) nötig.

Maximal zwei Stunden

Laut gesetzlichen Vorgaben beträgt die maximale Aufenthaltsdauer pro Spiel 120 Minuten. In diesen zwei Stunden soll alles für den Wettkampf aufgebaut, das Spiel absolviert werden und die Zuschauer die Halle wieder verlassen haben. Danach, so die Vorgabe, ist ein ausreichender Frischluftaustausch zu gewährleisten.

Theorie und Praxis

Was passiert aber, falls wie im Basketball das Spiel noch nicht beendet ist, und eine Verlängerung herhalten muss? "Solche Fälle wird es geben, aber die sind nach den Vorgaben nicht lösbar. An eine Verlängerung hat der Gesetzgeber nicht gedacht", sagt Scheidig. "Die zwei Stunden sind vorgegeben, aber in der Praxis nicht unbedingt einzuhalten."

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