Spitzenreiter FC Amberg hat sich mit dem Sieg im Topspiel der Bezirksliga Nord gegen den SV Hahnbach in eine hervorragende Ausgangslage gebracht. Vier Spieltage vor Schluss beträgt der Abstand zum Verfolger 10 Punkte (die drei Zähler aus dem Nichtantritt der SpVgg Schirmitz vor zwei Wochen sind bereits eingerechnet). Damit könnten die Amberger am Samstag beim FC Furth im Wald (15.15 Uhr) vorzeitig Meisterschaft und Aufstieg in die Landesliga perfekt machen.
Doch Trainer Friedrich Lieder warnt vor zu viel Euphorie. „Uns erwartet ein schweres Spiel. Bei unserem Gegner geht es auch um alles“, betont er mit Blick auf den abstiegsbedrohten Kontrahenten. Lieder rechnet mit einer defensiven Ausrichtung des Gegners und fordert volle Konzentration: „Entscheidend wird natürlich sein, dass man nicht überheblich und mit der nötigen Spannung rangeht.“ Personell muss Amberg vor allem offensiv Abstriche machen. Neben Maximilian Witzel fehlen auch Marco Seifert und Lieder selbst. Sorgen bereitet ihm das jedoch nicht: „Von der Kadergröße her schaffen wir das zu kompensieren. Wie es genau abläuft, wird sich im Abschlusstraining entscheiden.“
Hahnbach gefordert
Während Amberg den Titel vor Augen hat, kämpft der SV Hahnbach um den Relegationsplatz. Im Heimspiel gegen den SV Inter Bergsteig Amberg am Sonntag (15 Uhr) darf sich das Team eigentlich keinen Ausrutscher leisten. Sowohl die SpVgg SV Weiden II als auch der FC Wernberg liegen nur drei Punkte zurück. Trainer Bastian Freisinger erwartet ebenfalls eine abwartende Spielweise des Gegners: „Für uns wird es darauf ankommen, das Spielfeld kompakt zu halten, die Abstände gering zu halten, eine gute Restverteidigung zu haben und an dem anzuknüpfen, was wir gegen Amberg sehr gut gemacht haben.“
Der abstiegsbedrohte SV Inter Bergsteig reist jedoch keineswegs chancenlos an. Nach dem deutlichen 5:0-Sieg gegen Schlusslicht Schirmitz hat das Team den Rückstand auf das rettende Ufer auf vier Punkte verkürzt. Vier Spieltage vor Saisonende zählt nun jeder Zähler. Trainer Markus Kipry sieht seine Mannschaft am Wochenende in der Außenseiterrolle: „Wir haben nichts zu verlieren. Jeder rechnet mit einem Sieg von Hahnbach.“ Druck sieht er bei seiner Mannschaft keinen. Ob der direkte Nichtabstieg noch zu schaffen ist, hänge auch von den Ergebnissen der Konkurrenz ab. Für Kipry liegt der Fokus klar auf der eigenen Leistung: „Wir müssen auf uns schauen.“
Wernberg und Weiden lauern
Auf einen möglichen Patzer Hahnbachs lauern sowohl der FC Wernberg als auch die SpVgg SV Weiden II. Für die Wernberger geht es am Freitag (18 Uhr) nach Schlicht, wo man auf dem Papier zwar als Favorit antritt, sich aber dennoch auf eine schwierige Aufgabe einstellen muss. „Wir werden eine gute Leistung brauchen, um dort zu gewinnen. In dieser Liga muss man über 90 Minuten seine Leistung bringen, denn es kann jeder jeden schlagen“, betont Trainer Bastian Lobinger. Übrigens: Sollte Hahnbach verlieren, könnte Wernberg mit einem Sieg aufgrund des direkten Vergleichs vorbeiziehen. Darauf richtet man bei den Wernbergern jedoch keinen Blick: „Der Fokus muss auf unserem Spiel liegen. Was die anderen machen, können wir eh nicht beeinflussen“, so Lobinger.
Die SpVgg SV Weiden II ist am Sonntag (15.30 Uhr) im Derby beim abgeschlagenen Schlusslicht aus Schirmitz gefordert, das bislang erst einen Punkt gesammelt hat. Entsprechend klar verteilt sind die Rollen – alles andere als ein Sieg der Weidener wäre eine große Überraschung.



















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