18.01.2019 - 16:00 Uhr
AmbergSport

Mit Boris Flamik gegen den ESC Geretsried?

Die Amberger Wild Lions sind zum Siegen verdammt. Am Sonntag, 20. Januar (18.30 Uhr), kommt nun die Mannschaft ins Stadion am Schanzl, die von allen Gegnern am stärksten eingeschätzt wird.

Boris Flamik (links) hat seine Bereitschaft bekundet, dem ERSC Amberg zu helfen.
von Autor PAProfil

Der ESC Geretsried ist ein ganz dicker Brocken - doch auch der Favorit hat so seine Anlaufprobleme. Die River Rats schafften es in der Vorsaison noch bis ins Viertelfinale der Play-Offs zur Oberliga, weshalb der 10. Rang dieses Jahr schon etwas enttäuschend ist. Nun sind die Rats aber mit einer 4:7-Heimniederlage gegen Kempten gestartet und damit selbst schon unter Zugzwang. Das zweite Spiel in Vilshofen wurde wegen der Witterungsverhältnisse schon nach dem ersten Drittel abgebrochen.

Da war der ursprüngliche Coach, Ludwig Andrä, schon nicht mehr dabei. Die Verantwortlichen hatten sich nach "einer absolut erschreckenden Leistung in Kempten", so Vorstandsmitglied Peter Holdschik, zu einem Trainerwechsel entschieden und dabei eine interne Lösung bevorzugt. U20-Coach Sebastian Wanner leitet nun zusammen mit Holdschik das Team. Am gestrigen Freitag hatte das neue Duo gegen Haßfurt schon eine echte Bewährungsprobe. Von der Substanz des Kaders her muss man Geretsried aber trotz des Ausrutschers für einen Rang unter den ersten Drei nominieren. Das Team hatte während der Bayernligasaison den fünftbesten Angriff mit Topscorer Ondrej Horvath oder den erfolgreichen Stürmern Benedikt May und Maximilian Hüsken, die wie ein großer Teil der Mannschaft aus der Bad Tölzer Schule kommen.

Zuletzt wurde noch der tschechische Verteidiger Ondrej Stava vom EC Bad Kissingen verpflichtet, der mit Horvath schon zusammen in Znojmo (Tschechien) spielte. Dass es nicht ins obere Tabellendrittel reichte, lag wohl an den vielen Gegentreffern, was bei einem Torhüter wie Martin Morczinietz (u.a. Augsburg, Bremerhaven, Bietigheim) schon etwas verwundert.

Für den ERSC Amberg dürfte das Spiel am Freitag in Vilshofen kein Zuckerschlecken gewesen sein. Man kann nur hoffen, dass es dabei nicht noch zu weiteren Ausfällen geführt hat. Neben dem verletzten Daniel Vlach fehlt weiter Andreas Hampl, dessen Matchstrafe gegen Buchloe zwischenzeitlich mit einer Sperre von vier Partien (!) geahndet wurde. Auch mit Dominik Schopper ist wohl nicht zu rechnen, weshalb Chris Spanger tagtäglich auf der Suche nach einem Joker ist.

Möglicherweise hat ihn der Obmann ja in Person von Boris Flamik gefunden. Der ehemalige Abwehrchef der Löwen hat seine Bereitschaft zum Aushelfen bekundet und sollte zum Abschlusstraining auf dem Eis stehen. Der Spielerpass von Flamik ist ja ohnehin noch beim ERSC.

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