Recht viel mehr an Spannung geht kaum noch, als beim Saisonauftakt in der Eishockey-Bayernliga zwischen dem ERSC Amberg und den Sharks aus Kempten. Nach 3:43 Minuten der Verlängerung brachte Brendan Walkom die Wild Lions erstmals in Führung und dieses 7:6 bedeutete auch die ersten zwei Punkte für die Amberger, die eine bärenstarke Moral bewiesen.
Zuvor hatten die Gastgeber vor knapp 750 Zuschauern aber einen völlig missratenen Start und nach 144 Sekunden waren schon vier Treffer gefallen, drei davon für Kempten. Wegen dem 0:2 nach 67 Sekunden beantragte ERSC-Coach Christian Zessack eine Auszeit, um Ruhe ins Spiel zu bringen. Das gelang schließlich auch und nach knapp acht Minuten war sein Team durch das 2:3 von Jakub Bitomsky wieder im Spiel, konnte das Tempo der Gäste voll mitgehen. Selbst das 2:4 in eigener Überzahl schockte nicht wirklich und kurz vor Drittelende war man durch einen Treffer von Denis Gulda wieder auf 3:4 dran.
„Das erste Drittel war für Trainer eine Vollkatastrophe. Das Schlimme daran ist, dass wir solche Situationen wie bei den Gegentoren vorher angesprochen hatten“, resümierte Zessack. Der Mittelabschnitt bot ein anderes Bild, zeigte sehr engagierte Amberger die ein leichtes Chancenplus verzeichneten. Die Belohnung war der 4:4-Ausgleich durch Walkom und die erstmalige Führung der Wild Lions lag in der Luft. In Unterzahl kassierte man kurz vor Drittelende aber einen erneuten Rückstand.
Kurz nach Beginn des letzten Drittels schienen die Gastgeber auf der Verliererstraße, durch das 4:6 von Kulhanek. Aufgeben war dennoch keine Option für die Wild Lions, die in den Schlussminuten durch Walkom und Bitomsky – dieser sogar in Unterzahl – noch den Ausgleich und die Verlängerung erzwangen. Auch dort überstand man eine Strafzeit von Walkom mit höchstem Einsatz, ehe der Torjäger dann selbst die Entscheidung zugunsten der Wild Lions erzwang.
„Ich denke, meine Mannschaft hat sich die zwei Punkte hart erarbeitet und am Ende verdient. Wir hatten 40:36 Torschüsse, da hätten wir das Spiel durchaus vorher auf unsere Seite ziehen können“, so der Schlusskommentar von Zessack. Gästecoach Sven Curmann monierte vor allem die Defensivleistung seiner Mannschaft: „Beim sechsten Gegentor hast du Überzahl, deine Topspieler auf dem Eis und kassierst Treffer – das ist ein NoGo“. Den Amberger Erfolg bezeichnete Curmann als verdient: „Wenn man so mental gefestigt ist und so zurückkommt, dann ist das eine verdiente Sache. Amberg hat eine bockstarke Mannschaft“.
Tore: 0:1 (1.) Salo (Hlozek, Kokoska), 0:2 (2.) Elo (Pfalzer), 1:2 (2.) Baranovskis (Vait, Feder), 1:3 (3.) Kokoska (Hlozek, Kulhanek), 2:3 (8.) Bitomsky (Gulda, Schmidt), 2:4 (17.) Kulhanek (Kokoska, Elo), 3:4 (18.) Gulda (Bitomsky, Hafenrichter/5-3), 4:4 (25.) Walkom (Fensterstock, Schroepfer), 4:5 (35.) Salo (Kulhanek, Kokoska/5-4), 4:6 (43.) Kulhanek (Nöss, Kokoska), 5:6 (55.) Walkom (Fensterstock, Baranovskis/5-4), 6:6 (57.) Bitomsky (Schmidt, Schmitt/4-5), 7:6 (64.) Walkom (Fensterstock, Silbermann) – Strafen: Amberg 16, Kempten 14 Minuten – Zuschauer: 735













![Bild: Josef Rosner [Josef Rosner] (ROSNER.JOSEF@T-ONLINE.DE)
Tausende von Besuchern zogen auf dem 23. Kartoffelfest durch die Budenstraßen.](https://www.onetz.de/f/ic/ts/articlemedia/2026/10/05/2ba680d9-694e-459a-b369-523b9381baa3.jpg)
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