06.09.2018 - 17:00 Uhr
AmbergSport

Mit eiserner Disziplin

Zittau, Podersdorf am Neusiedler See und Furth im Wald, staubtrockene Hitze und strömender Regen. So unterschiedlich die Orte, so verschieden das Wetter: Die Triathleten von CIS Amberg sind vorne mit dabei.

Kerstin Hagerer im strömenden Regen auf dem Weg ins Ziel.
von Autor BHAProfil

Wochenlang hatte es am Austragungsort der Xterra-Europameisterschaften im Cross-Triathlon in Zittau nicht geregnet, so dass bei der 18. Auflage der "O-See-Challenge" neben einem Teilnehmer- ein neuer Hitzerekord aufgestellt wurde. Auf dem über die klassische Distanz von 1500 Meter Schwimmen, 36 Kilometer Mountainbikefahren und 10 Kilometer Crosslauf ausgetragenen Rennen gab es heuer eine neue, noch anspruchsvollere Laufstrecke und auf den langen technischen Abfahrten des MTB-Kurses war wegen des staubigen Untergrundes, der kaum Halt gab, höchste Vorsicht geboten.

Mit der durch die fünfte Teilnahme gewonnenen Routine blieb Bernd Hagen auf dem Kurs sturzfrei und konnte diesmal für ihn ungewohnt auf der Laufstrecke noch an Konkurrenten vorbeiziehen, welche sich bei der Hitze verschätzt hatten. Am Ende landete er in der EM-Wertung auf Rang zehn in der Altersklasse 50. Wetterextreme der genau gegenteiligen Art beherrschten dagegen den Traditionsklassiker auf der Langdistanz über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Laufen in Podersdorf am Neusiedler See. Eigentlich ein Rennen, bei dem viele auf neue Bestzeiten auf der Langstrecke spekulieren, war heuer das Gegenteil der Fall. So hatte Kerstin Hagerer beim Schwimmen mit hohen Wellen, beim Radfahren und Laufen dann mit Gewittern, Seitenwind und Dauerregen zu kämpfen. In dem diesmal von einer höheren Ausfallrate geprägten Rennen teilte sie sich ihre Kräfte klug ein und hatte beim abschließenden Marathon noch genügend Reserven, gepaart mit eiserner Disziplin, um den Kilometerschnitt konstant zu halten. Das zahlte sich nach 10:45 Stunden im Ziel aus, Hagerer setzte ihrer heuer sehr erfolgreichen Saison mit dem Sieg bei den Damen W40 und dem siebten Platz im gesamten Damenfeld einen krönenden Schlusspunkt und die Gewissheit, inzwischen in der europäischen Spitze ihrer Altersklasse auf der Langstrecke angekommen zu sein.

Dagegen nahezu normal waren die Bedingungen beim 3. Drachentriathlon in Furth im Wald als vorletzte Triathlonveranstaltung im Bezirk Oberpfalz. Auf der mit knapp 250 Teilnehmern vor großer Zuschauerkulisse fast komplett ausgebuchten Sprintdistanz (500 m Schwimmen/20 km Rad/5 km Laufen) holte sich der CIS mit Samuel Keck in der Jugend A, Katharina Nübler in der W20 und Bernd Hagen in der M50 drei Altersklassensiege. Max Bogner holte sich in einem denkbar knappen Rennen in der M20 noch Rang drei, Gleiches gelang Claudia Lilla in der AK W50, Bernd Dobler kam in der AK M40 auf Rang fünf.

Damit nähert sich die diesjährige Saison zumindest in der Region ihrem Ende, am kommenden Samstag steht beim Triathlon am Steinberger Saison aber noch ein Saisonhöhepunkt an.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp