16.11.2018 - 10:37 Uhr
AmbergSport

Elf Fragen an ... Felix Lehner (DJK Seugast)

Seit er sein Trikot einem Mitspieler gegeben hat, trifft dieser wie am Fließband. Der defensive Mittelfeldspieler verrät außerdem, warum er wegen eines Masskruges auf "Malle" ein Derby gegen Freihung verpasst hat.

Felix Lehner.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Sein Großvater war schon bei der DJK Seugast, sein Vater auch, jetzt führt Felix Lehner die Tradition in dritter Generation fort. Mit einem Jahr Unterbrechung bei der JFG Oberen Vils („weil wir da keine A-Jugend hatten“) spielt er, seitdem er fünf Jahre alt ist, bei der DJK Seugast. Mittlerweile seit fünf Jahren in der Herrenmannschaft, mit der der defensive Mittelfeldspieler in der ersten Saison abstieg und nach drei Jahren in der B-Klasse vor der aktuellen Saison wieder in die A-Klasse aufstieg. Unter der Woche ist der 22-jährige Maschinenbau-Student in Regensburg, am Wochenende zu Hause in Seugast, wo er „mindestens einen Tag bei der DJK verbringt, bei Festen mithilft, im Sportheim ausschenkt – oder auf dem Fußballplatz steht“.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Felix Lehner: ...ein Hobby, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ein schöner Ausgleich zum Studium.

ONETZ: 2. Warum sind Sie bei der Sportart Fußball gelandet und nicht beim Schach?

Felix Lehner: Weil es in Seugast einen Fußballverein gibt und keinen Schachverein. Ich spiele seit ich fünf Jahre alt bin, früher war ich auch mal bei den Schützen, bin aber beim Fußball geblieben.

ONETZ: 3. Gelbe Fußballschuhe sind für mich …

Felix Lehner: ...auch bloß Fußballschuhe. Ich habe schon immer die typisch schwarzen, die "Copa" von Adidas. Aber wenn welche gelbe anhaben, ist das auch kein Problem.

ONETZ: 4. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt?

Felix Lehner: Eine Woche vor Saisonbeginn ist mir auf "Malle" ein voller Masskrug auf den Fuß gefallen. Die Platzwunde musste genäht werden, ich war sechs, sieben Wochen nicht dabei, da habe ich mir schon den ein oder anderen Spruch meiner Mitspieler anhören müssen. Was mich richtig geärgert hat: Ich habe auch das Derby gegen den FC Freihung verpasst.

ONETZ: 5. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Felix Lehner: Da gibt es keines. Ich bin nicht abergläubisch. Wenn man da einmal damit anfängt, summiert sich das mit der Zeit auf. Nein, in der Kabine ziehe ich meine Schuhe an, egal ob erst den linken oder rechten, dann geht es raus aufs Spielfeld.

ONETZ: 6. Ihre Rückennummer ist die 2. Warum?

Felix Lehner: Ich hatte lange Zeit die 11. Nach ein paar Spielen in dieser Saison sagte unser neuer Stürmer Eugen Baumbach, dass er ohne seine 11 keine Tore schießen kann. Er hatte bis dahin nicht getroffen. Ich habe sie ihm gnädigerweise gegeben - und mittlerweile trifft er wie am Fließband. Ich habe halt die 2 genommen, die war noch frei.

ONETZ: 7. Das müsste der Nachbarverein FC Freihung mir bieten, damit ich wechseln würde…

Felix Lehner: Für kein Geld der Welt würde ich dorthin wechseln. Zwischen Seugast und Freihung gibt es schon immer eine Erb-Feindschaft, besonders im Fußball.

ONETZ: 8. Warum sind Sie kein Schiedsrichter?

Felix Lehner: Das ist ganz, ganz undenkbar. Ich habe mal bei der Sportwoche der DJK bei einem Hobbyturnier den Schiedsrichter gemacht. Sogar da ist man am Ende der Depp. Ihr Job ist nicht zu beneiden, gerade in unteren Ligen.

ONETZ: 9. Die Anstoßzeit in den A-Klassen ist gelegentlich zur Mittagszeit. Ist da der Schweinebraten schon verdaut oder gibt's nichts vorher?

Felix Lehner: Wenn wir um 13 Uhr herum spielen, kann ich mir keinen Schweinebraten reinhauen. Aber ein Knödel mit Soße geht schon, den Braten gibt es dann Abends, wenn sie mir was übriggelassen haben...

ONETZ: 10. Was ist das Gesprächsthema im Auto bei einem Auswärtsspiel?

Felix Lehner: Das kommt darauf an, wer mit im Auto sitzt. Ist der Trainer dabei, wird man nicht über das Saufgelage vom Vorabend reden. Da versucht man eh, den Mund so wenig wie möglich aufzumachen, damit der die Fahne nicht riecht (lacht).

ONETZ: 11. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Felix Lehner: An ein Spiel vergangene Saison, als wir aufgestiegen sind. Auswärts beim direkten Konkurrenten TSV Neunkirchen haben wir in allerletzter Sekunde den 3:3-Ausgleich gemacht. Hätten wir verloren, wären wir Zweiter geworden. So war es der entscheidende Punkt, mit dem wir den Verfolger auf Abstand hielten und Meister wurden.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.