24.08.2018 - 17:05 Uhr
AmbergSport

Elf Fragen an ... Martin Winkler (SG Ehenfeld II)

"Nie im Leben würde ich zum TuS Schnaittenbach gehen", sagt Martin Winkler aus Ehenfeld. Warum das so sit, und warum er möglichst schnell immer die Kabine verlassen will, beantwortet der 31-Jährige hier.

Martin Winkler aus Ehenfeld ist zur Fasten- und Bockbierzeit in Hirschau gerne mal der Fastenprediger und Schlossgespenst in einer Person.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

50 Euro gibt er für seine Fußballstiefel im Schnitt aus. Seine Meinung: Mit teuren Schuhen schießt man auch nicht mehr Tore. Im Hauptberuf ist Martin Winkler Fluidplaner in einer Firma in Amberg: Er zeichnet Schaltpläne für die Druckluftversorgung von Maschinen.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Martin Winkler: Seit zwei Jahren nicht mehr die schönste Nebensache der Welt. Denn jetzt habe ich zwei Kinder, zwei Junges. Zwei Jahre und ein halbes Jahr alt. Zwei Fußballer.

ONETZ: 2. Warum sind Sie bei der Sportart Fußball gelandet und nicht beim Schach?

Martin Winkler: Auf dem Dorf gab's früher nur Fußball. Ich bin froh, dass es so war und dass ich nicht beim Schach gelandet bin.

ONETZ: 3. Gelbe Fußballschuhe sind für mich …

Martin Winkler: Eigentlich ein No-Go. Ich hatte nur einmal farbige, weil sie günstig waren. 50 Euro pro Paar sind für mich die Grenze. Mit 300-Euro-Schuhen schießt du auch nicht mehr Tore.

ONETZ: 4. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt?

Martin Winkler: Dass wir in der vergangenen Saison, als wir in die Kreisklasse aufgestiegen sind, nicht einen einzigen Sieg eingefahren haben.

ONETZ: 5. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Martin Winkler: Ich muss als Letzter auf das Spielfeld gehen, so dass meine Mannschaft vor mir ist. Und ich sitze in der Kabine immer in Türnähe, damit ich schnell draußen bin. Weil es da doch ein bisschen mieft (lacht).

ONETZ: 6. Ihre Rückennummer ist die 9. Warum?

Martin Winkler: Die klassische Stürmernummer. Die habe ich, seit ich 20 bin. Ich habe sie von "Emma" Meyer übernommen.

ONETZ: 7. Das müsste der Nachbarverein TuS Schnaittenbach mir bieten, damit ich wechseln würde ….

Martin Winkler: Nie im Leben würde ich nach Schnaittenbach gehen. Das geht überhaupt nicht. Da habe ich zu viele schlechte Erfahrungen gemacht, auf dem Spielfeld und auch außerhalb. Wir wollten mal eine Spielgemeinschaft gründen, aber daraus wurde nichts.

ONETZ: 8. Warum sind Sie kein Schiedsrichter?

Martin Winkler: Ich habe nur in der E- und F-Jugend gepfiffen. Das reicht schon, was die Eltern da alles reinschreien. Bei den Erwachsenen ist es noch schlimmer. Ich müsste zu viele Karten zeigen. Das Meckern und das Sodern auf dem Platz ist das Schlimmste, nicht so sehr die Fouls.

ONETZ: 9. Die Anstoßzeit in den A-Klassen ist gelegentlich zur Mittagszeit. Ist da der Schweinebraten schon verdaut oder gibt's nichts vorher?

Martin Winkler: Ich frühstücke um 7 Uhr mit meinen Kindern, dann gibt es nichts mehr. Gleich nach dem Spiel vielleicht eine Bratwurstsemmel.

ONETZ: 10. Was ist das Gesprächsthema im Auto bei einem Auswärtsspiel?

Martin Winkler: Der Abend vorher, wer was wo gemacht hat. Das wird ausgiebig diskutiert.

ONETZ: 11. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Martin Winkler: An den Derbysieg vor zehn Jahren gegen den TuS/WE Hirschau. Wir haben 4:0 gewonnen. Ich habe zwei Tore geschossen, und meine zwei besten Kumpels, Philipp und Manuel Falk, zwei Cousins, auch jeder eines. Wir haben schon in der Jugend zusammen gespielt. Das war klasse, dass jeder von uns dreien da getroffen hat. Den Sieg haben wir ausgiebig gefeiert.

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