07.09.2018 - 15:33 Uhr
AmbergSport

Elf Fragen an ... Patrick Singerer (SV Michaelpoppenricht)

Ein Knödel vor dem Spiel geht bei Patrick Singerer immer. Seine Rückennummer könnte etwas mit Zinedine Zidanes Frisur zu tun haben. Und eines sollte der Trainer besser nicht wissen.

Patrick Singerer.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Eigentlich, sagt er, sei er Abwehrspieler. Er spielte aber auch schon Sechser, zuletzt musste er mal links außen ran. „Ich bin halt ein Allrounder. Ich kann alles ein bisserl, aber nichts besonders gut“, erklärt der 25-Jährige vom SV Michaelpoppenricht, für den er schon in der Jugend spielte. Als es beim SVM keine Jugendmannschaft mehr gab, spielte er beim SVL Traßlberg, auch ein Jahr noch bei den Herren („meist in der Zweiten). Mit Neugründung der Herrenmannschaft 2012 kehrte er zu seinem Heimatverein zurück. Patrick Singerer arbeitet als Kfz-Mechatroniker bei einem Autohaus in Amberg und wohnt mit Freundin Carina in Poppenricht.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Patrick Singerer: ... Spaß haben mit meinen Kumpels.

ONETZ: 2. Warum sind Sie bei der Sportart Fußball gelandet und nicht beim Schach?

Patrick Singerer: Mein Vater hat mich als Kindergartenkind gefragt, ob ich nicht mal zum Fußball möchte. Ich habe "ja" gesagt. Was ich nicht wusste: Er hatte mich da schon längst angemeldet. Wir wohnten neben dem Poppenrichter Sandplatz, da war klar, dass ich Fußballer werde. Und für Schach bin ich zu jung. Da sagt mir Looping Louie (ein Geschicklichkeitsspiel für Kinder, d. Red.) mehr zu.

ONETZ: 3. Gelbe Fußballschuhe sind für mich …

Patrick Singerer: ... nicht schön. Ich hatte zwar selber mal welche, aber nur, weil sie ein Schnäppchen waren und weil ich mir gesagt habe, "für den Sandplatz reichen's". Finde mal dunkle Schuhe heutzutage ...

ONETZ: 4. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt?

Patrick Singerer: Ich wollte immer mit meinen Cousins zusammen in einer Mannschaft spielen. Als ich aus der Jugend kam, gab es in Poppenricht keine Herrenmannschaft. Deswegen klappte das nicht. Das hat mir richtig gestunken. Später hat es dann aber doch noch geklappt und ich habe mit drei Cousins zusammengespielt. Und wenn ein weiterer nicht so faul gewesen wäre, wären es sogar vier gewesen.

ONETZ: 5. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Patrick Singerer: Da treffe ich mich oft mit meinem Vater, der ja immer noch neben dem Sportplatz wohnt. Auf ein Stück Fleisch und einen Knödel. Manchmal trinken wir auch eine Radlerhalbe, aber das darf der Trainer nicht wissen.

ONETZ: 6. Ihre Rückennummer ist die 5. Warum?

Patrick Singerer: Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht so genau. Der Trainer hat sie mir gegeben. Vielleicht wegen Zinedine Zidane... Ich bekomme auch schon die Geheimratsecken, von der Frisur ähnle ich ihm schon fast. Meine Glückszahl ist ja eigentlich die 14, aber die hat der Rene Bachfischer abgestaubt.

ONETZ: 7. Das müsste der Nachbarverein SVL Traßlberg mir bieten, damit ich wechseln würde .

Patrick Singerer: Da müsste beim SV Michaelpoppenricht schon viel passieren, dass ich mir das überlegen würde. Aber ich hätte kein Problem, dorthin zu gehen, weil ich dort schon gespielt und noch viele Freunde dort habe.

ONETZ: 8. Warum sind Sie kein Schiedsrichter?

Patrick Singerer: Das wäre nichts für mich. Wie sich manche Spieler aufführen ... Ich möchte lieber etwas im Team machen, als Schiedsrichter stehst du allein auf dem Platz.

ONETZ: 9. Die Anstoßzeit in den A-Klassen ist gelegentlich zur Mittagszeit. Ist da der Schweinebraten schon verdaut oder gibt's nichts vorher?

Patrick Singerer: Da gibt es halt dann nur einen Knödel statt drei. Ein Stück Fleisch und ein Knödel gehen immer, da bin ich nicht so zimperlich.

ONETZ: 10. Was ist das Gesprächsthema im Auto bei einem Auswärtsspiel?

Patrick Singerer: Früher bin ich am Vorabend auch weggegangen bis Ultimo. Jetzt sitze ich gemütlich drin, höre zu, was die anderen so erlebt haben am Tag vorher – und verdaue meinen Knödel.

ONETZ: 11. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Patrick Singerer: Als beim SV Michaelpoppenricht das Ziel des Landkreislaufes war, haben wir Fußballer die Honolulu-Bar geschmissen. Am nächsten Tag hatten wir ein Spiel. Gegen wen weiß ich nicht mehr, das Ergebnis auch nicht mehr. Aber es war sehr lustig.

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