05.10.2018 - 11:06 Uhr
AmbergSport

Elf Fragen an ... Tobias Tischler (TuS Rosenberg II)

Bei seiner speziellen Spielvorbereitung wird den gegnerischen Stürmern
schon mal richtig "heiß". Nicht nur deswegen bräuchte der Abwehrspieler mit der Paul-Breitner-Nummer eigentlich knallrote Schuhe.

Tobias Tischler
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Er habe den "Blick für den tödlichen Pass", sagt Tobias Tischler. Und gesteht mit einem Augenzwinkern, diesen nicht immer auch spielen zu können. Seit er sechs Jahre alt ist, spielt er Fußball, immer für den TuS Rosenberg, seit elf Jahren bei den Herren, seit elf Jahren A-Klasse. Einmal klappte es mit dem Titel, doch aufsteigen durfte die Mannschaft nicht. Tobias Tischler ist 29 Jahre alt, arbeitet als Versicherungskaufmann in Amberg und wohnt ‒ natürlich in Rosenberg.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Tobias Tischler: ... Ausgleich zum Berufsleben und zum Alltag, eine Mannschaftssportart mit Freunden und ständiger Begleiter seit meinem sechsten Lebensjahr.

ONETZ: 2. Warum sind Sie bei der Sportart Fußball gelandet und nicht beim Schach?

Tobias Tischler: Fußball ist die einzige Sportart, in der ich das Regelwerk einigermaßen verstehe - und die einzige Sportart, in der ich talentiert bin. Schach stand nie zur Debatte.

ONETZ: 3. Gelbe Fußballschuhe sind für mich …

Tobias Tischler: Grauenvoll! Wenn ein Gegenspieler gelbe Schuhe hat, versuche ich, bei ihm einen bleibenen Eindruck zu hinterlassen. Fair natürlich! (grinst) Ich habe ganz klassisch schwarze oder blaue. Eigentlich bräuchte ich aber welche in knallrot. Als Warnzeichen für die gegnerischen Stürmer.

ONETZ: 4. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt?

Tobias Tischler: Wir wurden in der Saison 2014/15 ungeschlagener Meister in der A-Klasse Süd, mussten aber auf den Aufstieg in die Kreisklasse verzichten, weil unsere erste Mannschaft gleichzeitig von der Kreisliga abstieg. Und für zwei Kreisklassen-Mannschaften hatten wir nicht genügend geeignete Spieler.

ONETZ: 5. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Tobias Tischler: Da kommt der gute, alte Franzbranntwein zum Einsatz. Am besten wird da der komplette Körper eingeschmiert. Dazu kommt dann noch Finalgon, die extremste Form von Wärmesalbe. Da haben dann auch die Gegenspieler etwas davon...

ONETZ: 6. Ihre Rückennummer ist die 3. Warum?

Tobias Tischler: Das ist eine typische Verteidiger-Nummer. Vorbild als Spieler ist Paul Breitner, der hatte beim WM-Finale 1974 auch die 3.

ONETZ: 7. Das müsste der Nachbarverein SV Loderhof/Sulzbach mir bieten, damit ich wechseln würde …

Tobias Tischler: Ablöseverhandlungen sind nicht notwendig, denn zwischen Rosenberg und Loderhof gibt es schon immer eine besondere Rivalität. Ein Wechsel ist völlig undenkbar, der käme niemals nie in Frage.

ONETZ: 8. Warum sind Sie kein Schiedsrichter?

Tobias Tischler: Als Schiedsrichter würde ich stets Partei ergreifen und mir somit auf sämtlichen Fußballplätzen Freunde, aber auch ziemlich viele Feinde machen.

ONETZ: 9. Die Anstoßzeit in den A-Klassen ist gelegentlich zur Mittagszeit. Ist da der Schweinebraten schon verdaut oder gibt's nichts vorher?

Tobias Tischler: Einen Knödel und eine halbe Scheibe Fleisch schaffe ich vor dem Spiel, den Rest gibt es dann danach.

ONETZ: 10. Was ist das Gesprächsthema im Auto bei einem Auswärtsspiel?

Tobias Tischler: Die Planungen für die Abendgestaltung nach dem Spiel. Wann und wie man am Vorabend nach Hause gekommen ist. Und wir bemängeln oft den Kader und die Aufstellung,

ONETZ: 11. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Tobias Tischler: Das war am 3. Mai 2015. Mit einem 3:0-Heimsieg gegen Germania II haben wir die Meisterschaft in der A-Klasse Süd perfekt gemacht. Anschließend stieg dann die Meisterfeier - und ausgiebige Meisterfeiertage.

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