Amberg
17.02.2022 - 15:16 Uhr

ERSC Amberg einmal Favorit, einmal Außenseiter

Viel Zeit zum Wundenlecken bleibt den Wild Lions in der Aufstiegsrunde der Eishockey-Bayernliga derzeit nicht. In den Spielen vier und fünf binnen neun Tagen geht es gegen Schlusslicht Peißenberg – und gleich wieder gegen Miesbach.

Wie vernagelt war das Tor des TEV Miesbach bei der 0:3-Niederlage des ERSC Amberg am Mittwochabend. Hier versuchte es Felix Köbele (Zweiter von rechts) vergeblich. Die Chance zur schnellen Revanche haben die Löwen am Sonntag im Rückspiel. Archivbild: Andreas Brückmann
Wie vernagelt war das Tor des TEV Miesbach bei der 0:3-Niederlage des ERSC Amberg am Mittwochabend. Hier versuchte es Felix Köbele (Zweiter von rechts) vergeblich. Die Chance zur schnellen Revanche haben die Löwen am Sonntag im Rückspiel.

In der Aufstiegsrunde der Eishockey-Bayernliga geht es weiter Schlag auf Schlag. Nach der unglücklichen Niederlage vom Mittwoch gegen Miesbach erwartet der ERSC Amberg am Freitag, 18. Februar (20 Uhr), die Peißenberg Miners, und am Sonntag, 20. Februar (18 Uhr), steht das Re-Match in Miesbach auf dem Plan.

Beim Freitagsgegner haben Trainer Christian Kratzmeier und der Verein ihre Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung beendet. Der Coach wollte eine Zusage für die kommende Spielzeit, die der TSV Peißenberg nicht geben wollte, beziehungsweise konnte.

Am Sonntag könnte die Aufgabe für die Salinger-Truppe zu einer "Mission Impossible" ausarten. Beim Spiel in der "Miahelfnzam"-Arena wird der TEV Miesbach aller Voraussicht nach mit voller Kapelle antreten können und strotzt nach dem 3:0-Erfolg in Amberg vor Selbstvertrauen. Da hängen die Punkte für die Löwen dann schon sehr hoch.

Beim Vorrunden-Vierten (nach Punktequotient) ist man durch Spielerabgänge wie Topscorer Dominic Krabbat und längerfristige Verletzungen aus dem Tritt gekommen und liegt punktlos am Ende der Aufstiegsrunde. Die bisherigen Co-Trainer Sepp Staltmayr und Stefan Ihsen übernehmen die Teambetreuung. Das Hinspiel in Peißenberg gewann der ERSC relativ unaufgeregt mit 3:1. Ein ungewöhnliches Spiel sahen die Zuschauer in Amberg dagegen in der Vorrunde - "Krimi" ist da noch untertrieben. Die Löwen lagen bis sechs Minuten vor dem Ende mit 4:1 vorne, ehe noch fünf Treffer zum 6:6 in der regulären Spielzeit folgten. Ryan Murphy besorgte nach 38 Sekunden der Overtime den Siegtreffer für den ERSC - gegen damals noch top-besetzte Miners.

Benjamin Frank darf wieder

Aus Amberger Sicht gibt es keinerlei Veranlassung, die Peißenberger an ihrem Tabellenplatz zu messen, immerhin haben die Miners auch in der Abstiegsrunde bislang mehr Tore erzielt, als der ERSC - und der hat momentan auch massiv mit Verletzungssorgen zu kämpfen. "Die Jungs sind etwas müde", hatte ERSC-Trainer Dirk Salinger nach dem Spiel am Mittwoch gesagt. "Die letzten Fahrten haben Kraft gekostet - auch im Kopf." Zumindest steht diesmal Verteidiger Benjamin Frank nach seiner Spieldauersperre wieder zur Verfügung.

Co-Trainer übernehmen

Der ERSC weist darauf hin, dass am Freitag die Stadiongaststätte wieder geöffnet hat, für den Zutritt zum Eisstadion gilt die 2G-Regel, zusätzliche Tests sind nicht notwendig.

2G-Regel für Zuschauer

"Die letzten Fahrten haben Kraft gekostet – auch im Kopf."

ERSC-Trainer Dirk Salinger

 
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