ERSC Amberg schlägt alten Rivalen ERV Schweinfurt

Amberg
30.10.2022 - 21:39 Uhr

Die Wild Lions haben sich für die Freitagsniederlage in Buchloe rehabilitiert und das brisante Duell gegen den ERV Schweinfurt für sich entschieden. In der Tabelle der Eishockey-Bayernliga schoben sie sich damit an den Mighty Dogs vorbei.

Michael Kirchberger (rechts) und Tanner Campbell (hinter dem Tor) bejubeln einen Treffer für den ERSC Amberg.

Der 4:2-Sieg des ERSC Amberg am Sonntagabend vor 900 Zuschauern gegen den alten Rivalen ERV Schweinfurt war am Ende nicht unverdient, weil die Gastgeber auch ein leichtes Chancenplus hatten. Amberg konnte sich dadurch auf den sechsten Rang der Eishockey-Bayernliga setzen, direkt vor Schweinfurt.

Löwen-Coach Dirk Salinger hatte die Angriffsformationen etwas verändert: Tanner Campbell wechselte zu Marco Pronath und Michael Kirchberger, Felix Köbele hatte Shawn Campbell und Brett Mennear zur Seite. Was durchaus eine positive Wirkung hatte: Der ERSC kam früh zu einer Überzahlmöglichkeit und nutzte diese zur 1:0-Führung durch Pronath.

Gegentor in Überzahl

Ausgerechnet in einem weiteren Powerplay ließen sich die Löwen von den Mighty Dogs auskontern. Deren Topscorer Dylan Hood bereitete den 1:1-Ausgleich von Alex Asmus vor. Schweinfurt witterte Morgenluft, nahm sich aber durch eine weitere Strafe die Möglichkeit ein Offensivspiel aufzuziehen. Kurz vor Drittelende scheiterte Michael Kirchberger aussichtsreich an Gästekeeper Benedict Rossberg.

Im Mittelabschnitt legte der ERSC früh vor. Erneut war es Pronath, der die Amberger Fans jubeln ließ. In der Folge war es eine sehr intensiv geführte Partie mit Chancen auf beiden Seiten - mit Vorteilen für die Gastgeber, allerdings nicht unbedingt zwingend. Beide Torhüter wirkten zudem sehr sicher.

Shawn Campbell trifft

Auch im Schlussdrittel hatte Amberg ein frühes Erfolgserlebnis. Nach nur 85 Sekunden hielt Tanner Campbell bei einem Schuss von Verteidiger Andreas Pielmeier den Schläger hin und fälschte die Scheibe unhaltbar zum 3:1 ab. Das erhöhte den Druck auf Schweinfurt, die aber prompt eine Antwort lieferten: Beim 3:2 von Dylan Hood hatte ERSC-Torhüter Timon Bätge kaum eine Chance. Die Amberger ließen sich davon nicht beeindruckten, zeigten Nehmerqualitäten und schlugen in einer Überzahlsituation ebenfalls schnell zurück. In einer rein nordamerikanischen Co-Produktion traf Shawn Campbell zum 4:2. Die Gäste versuchten in den Schlussminuten noch durch einen zusätzlichen Feldspieler für ihren Torhüters zum Erfolg zu kommen, aber die ERSC-Abwehr und Bätge standen sehr sicher und brachten den Vorsprung über die Zeit.

ERSC Amberg – ERV Schweinfurt 4:2 (1:1, 1:0, 2:1)

Tore: 1:0 (5.) Pronath (Mennear, Pielmeier/5-4), 1:1 (13.) Asmus (Hood, Bär/4-5), 2:1 (24.) Pronath (T. Campbell, Kirchberger), 3:1 (42.) Tanner Campbell (Pielmeier, Kirchberger), 3:2 (44.) Hood (Ostertag), 4:2 (48.) Shawn Campbell (Mennear, T. Campbell/5-4) – Strafen: Amberg 4, Schweinfurt 16 Minuten – Zuschauer: 900

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