01.10.2020 - 15:58 Uhr
AmbergSport

ERSC Amberg startet durch

Nach nur zweiwöchiger Eiszeit - der kürzesten in der Konkurrenz - wird es für den ERSC Amberg an diesem Wochenende bereits ernst. Zum Auftakt werden die Löwen gleich wissen, wo es in der Eishockey-Bayernliga lang geht.

ERSC-Trainer Dan Heilman (hinten) erwartet zum Auftakt in der Bayernliga zwei harte Brocken.
von Autor PAProfil

Die ersten beiden Gegner in der Eishockey-Bayernliga schätzt nicht nur der ERSC Amberg als stark ein: Am Freitag Abend (20 Uhr) ist das Eröffnungs-Bully beim EHC Königsbrunn, am Sonntag (18.30 Uhr ) kommt Pfaffenhofen ins Stadion am Schanzl.

Dabei herrscht bei den Ambergern noch eine Ungewissheit über den eigenen Leistungsstand. Das sieht auch der Vorstand so: "Ich hoffe darauf, dass wir konkurrenzfähig sind, trotz der sehr kurzen Vorbereitung", kann Mustafa Sugle die Situation schwer abschätzen. Einen Ratschlag hat er aber an die Mannschaft schon: "Es besteht kein Druck. Die Jungs sollen kämpfen und unbeschwert aufspielen - das war schon immer ein gutes Rezept".

In Wunschbesetzung kann die Truppe von Trainer Dan Heilman noch nicht ganz antreten: "Richard Stütz ist noch in der Reha-Phase, Markus Babinsky fehlt Freitag beruflich", zählt Chris Spanger die Ausfallliste auf. Für Mario Strobel hingegen kam am Donnerstag die Freigabe aus Braunlage.

Wie sieht es bei den Wochenendgegnern aus? Die Königsbrunner Pinguinen hatten einen regen Transfer-Verkehr. Die Augsburger Vorstädter notierten zwölf Abgänge, mit Schütz, Zimmer, Sramek und Trupp wichtige Leistungsträger aus der "Abteilung Attacke". Dafür gab es auch 15 Neuzugänge, zumeist sehr talentierte Spieler. Mit knapp 23 Jahren im Schnitt stellen die Pinguine wahrscheinlich sogar das jüngste Team der Liga. Die Ergebnisse des EHC in der Testphase waren unterschiedlich, zuletzt gab es aber einen Doppelerfolg gegen Kempten - und das ist schon eine Ansage.

Sonntagsgegner EC Pfaffenhofen kommt ebenfalls mit dem Rückenwind von zwei Siegen über die Ligakonkurrenten Klostersee (2:1) und Geretsried (5:3) aus seiner Testphase. Wichtig für EC-Trainer Chris Heid ist die Teilnahme seiner beiden Top-Spieler. Sowohl Kapitän Jake Fardoe wie auch Torjäger Nick Endreß haben ihre Blessuren auskuriert. Endreß - im Vorjahr mit 45 (!) Treffern in 36 Partien - lochte bereits in den Testspielen regelmäßig ein. Aber auch der kanadische Neuzugang Pat Martens (aus Stuttgart) zeigte sich äußerst treffsicher.

Die Partie gegen Pfaffenhofen ist im Prinzip ausverkauft. Nur mit dem Erwerb einer Saisonkarte gibt es noch eine Möglichkeit. Allerdings ist Vize-Vorstand Frank Jacobi zuversichtlich, dass bis Sonntag alternativ eine Übertragung über SpradeTV angeboten werden kann.

Der ERSC Amberg vor einer schweren Saison

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