ERSC Amberg: Zwei Top-Gegner und jede Menge Kilometer

Amberg
19.01.2023 - 16:02 Uhr

Drei Spiele sind noch in der Hauptrunde der Eishockey-Bayernliga zu absolvieren, zu zweien davon müssen die Wild Lions auf die Reise gehen – und die Fahrten haben es in sich.

Der ERSC Amberg muss am Freitag zum TEV Miesbach. Die Wild Lions hatten das Hinspiel 3:2 nach Penaltyschießen gewonnen.

Die Teams der Eishockey-Bayernliga befinden sich in der Hauptrunde kurz vor der Ziellinie. Der ERSC Amberg hat noch drei Begegnungen zu absolvieren, zwei davon an diesem Wochenende – und die haben es in der Tat in sich. Zum einen müssen die Löwen dabei zweimal auf Reisen gehen und knacken dabei die 1000-km-Marke, zum anderen sind beide Gegner schwerstes Kaliber aus den Top 4 der Tabelle: Spitzenreiter TEV Miesbach und die Schongau Mammuts.

Freitag in Miesbach

Zunächst steht am Freitagabend, 20 Uhr, das Match im „MirHaltnZam“-Stadion beim Spitzenreiter in Miesbach an. Diese Partie war vor zwei Wochen zum regulären Termin abgesagt worden, weil TEV-Coach Michael Baindl wegen zahlreicher Ausfälle keinen ausreichenden Kader stellen konnte. Mittlerweile sind die Miesbacher wieder nahezu komplett, zeigten am vergangenen Wochenende aber völlig konträre Leistungen. Vor eigenem Publikum setzte es eine unglaubliche 4:10-Niederlage gegen die Buchloe Pirates. Bei einem 4:4-Zwischenstand im Mittelabschnitt führten vier Gegentreffer in Unterzahl zu dem krassen Resultat.

Zwei Tage später zeigte die Baindl-Truppe aber wieder ihr „normales“ Gesicht und gewann 8:2 in Schweinfurt. Top-Scorer sind Nick Endress (40 Punkte) und der Tscheche Ales Furch (34). Auffälligster Akteur ist aber der Kanadier Patrick Asselin, der als Ersatz für den Langzeitverletzten Bohumil Slavicek verpflichtet wurde und in nur 10 Begegnungen 27 Punkte erzielte. Mit einem Sieg über Amberg wäre Miesbach sicherer Vorrunden-Erster. Hier „reißen“ die Löwen 470 Kilometer runter.

Sonntag in Schongau

Am Sonntag folgt dann für den ERSC um 18 Uhr das Gastspiel bei den EA Schongau Mammuts. Die liegen in der Tabelle mit einem Spiel mehr, einen Punkt vor Amberg, ließen zuletzt mit einem 5:0-Sieg in Königsbrunn aufhorchen. Coach Markus Ratberger, der kürzlich Rainer Höfler ablöste, steht ein ausgeglichen stark besetzter Kader zur Verfügung, in dem jede Reihe Spiele entscheiden kann. Im Hinspiel gelang den Löwen mit einem 4:3 in der Overtime der erste Erfolg über die Mammuts seit dem Aufstieg in die Bayernliga. In dieser Partie treffen auch die beiden stärksten Abwehrreihen der Liga aufeinander, wobei der ERSC (60 Gegentore) noch deutlich vor Schongau (74 Gegentore, jeweils Stand: Freitag) liegt. Aus Amberger Sicht gibt es ein Wiedersehen mit Ryan Murphy. Der US-Stürmer – in der Vorsaison noch im Löwen-Dress – ist kürzlich von Erding nach Schongau gewechselt und hat dort in sechs Partien fünfmal getroffen. Nach Schongau haben die Wild Lions 540 Kilometer zu bewältigen.

Im Kader von Dirk Salinger hat der Löwen-Coach noch einige Ausfälle zu kompensieren. Neben den länger verletzten Daniel Krieger und Andreas Pielmeier wird wohl auch Verteidiger Felix Feder pausieren müssen. Der Youngster wurde in der Partie gegen Dorfen bei einer Abwehraktion vom Puck an der Hand getroffen: „Gebrochen ist glücklicherweise nichts, aber für dieses Wochenende wird es für Felix wahrscheinlich nicht reichen“, berichtet der sportliche Leiter, Chris Spanger. Der ERSC Amberg würde mit zwei Punkten aus dem Doppelspieltag bereits eine Platzierung unter den ersten Vier sichern.

Hintergrund:

Play-offs zur Oberliga

  • Die ersten Acht der Bayernliga-Hauptrunde ermitteln in zwei Gruppen ihre Platzierungen
  • Einfachrunde mit Hin- und Rückspiel (3. Februar - 24. Februar)
  • Gruppe A: Platz 1, 4, 6 und 8. Gruppe B: Platz 2, 3, 5 und 7
  • Anschließend Play-off-Viertelfinale(Best of 3). Termine: Freitag, 3. März; Sonntag, 5. März; Dienstag, 7. März
  • Erster Gruppe A – Vierter Gruppe B; Zweiter A – Dritter B; Dritter A – Zweiter B; Vierter A – Erster B
  • Anschließend Halbfinals (Best of 5). 10. März - 19. März
  • Finale (Best of 5); 24. März - 2. April
  • Aufsteiger in die Oberliga Süd ist der Sieger der Finalserie gegen Sieger Regionalliga Südwest,
    voraussichtlich in Hin- und Rückspiel
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