23.08.2019 - 21:29 Uhr
AmbergSport

Der erste Dreier: Aufatmen in Vilseck

Der SV Hahnbach setzt sich am Freitag im Spitzenduell der Bezirksliga Nord bei Detag Wernberg durch und übernimmt vorübergehend die Tabellenführung.

Spielertrainer Andreas Wendl (rechts) vom TuS Kastl und seine Kollegen müssen auf die Zähne beißen, es fehlt an Personal.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Der FV Vilseck landet einen Befreiungsschlag im zweiten vorgezogenen Spiel der siebten Runde.Mit 4:2 gelang der erste Dreier der Saison, und die Elf von Trainer Daniel Liermann sprang dadurch vom letzten Platz auf Rang 13 vor – aber auch nur vorübergehend. Denn sowohl Hahnbach als auch Vilseck können am siebten Spieltag ihre Positionen wieder verlieren.

TSV Detag Wernberg - SV Hahnbach 2:3 (2:1)

Im rassigen Spitzenspiel der Bezirksliga Nord setzte sich am Ende der Gast aus Hahnbach knapp mit 3:2 durch. Dabei bot der mit dem letzten Aufgebot angetretene Gastgeber aber eine couragierte Leistung und hätte sich zumindest einen Punkt verdient. Die frühe Hahnbacher Führung drehten die Köblitzer bis zur Halbzeit in eine 2:1-Führung, standen aber am Ende mit leeren Händen da. Knackpunkt war die Gelb-Rote Karte für Dominik Häffner nur zwei Minuten nach dem Hahnbacher Ausgleich zum 2:2. Nach dem 2:3-Rückstand warf Detag in der Schlussphase in Unterzahl nochmal alles nach vorne, hatte aber kein Glück mehr und unterlag so einem spielstarken Gegner.

Die erste Viertelstunde verschlief Detag komplett, Hahnbach drehte auf. Fabian Brewitzer war am langen Pfosten zur Stelle und traf verdient zur Führung. Detag kam nach einer Viertelstunde besser ins Spiel und Thimo Luff blieb vor dem Tor cool und erzielte den Ausgleich. Kurz vor der Pause (43.) zog Klaus Moucha einen Freistoß aus dem Halbfeld auf den langen Pfosten und da war Kevin Mann zur Stelle und traf zur 2:1-Halbzeitführung.

Der Ausgleich war fällig (61.), als wieder der schnelle Fabian Brewitzer seinen Teamkollegen Tobias Hüttner bediente und der zum 2:2 traf. Als kurz darauf Dominik Häffner nach einem überflüssigen Foul mit Gelb-Rot zum Duschen musste, schwanden die Chancen der Platzherren noch mehr. Schließlich bestrafte Brewitzer einen kapitalen Fehler der Detag-Abwehr aus 20 Metern mit dem 2:3 (81.).

TSV Detag Wernberg: Plößl, Mann, Denkewitz, Alexander Luff, Häffner, Hägler, Maunz, Moucha, Thimo Luff, Geier, Alabduldryby (77. Patrick Luff)SV Hahnbach: Dietrich, Geilersdörfer, Luis Rösch, Seifert, Neiswirth (77. Dotzler), Hüttner (92. Jonas Rösch), Michael Rösch, Plach, Hefner, Fabian Brewitzer (91. Rene Brewitzer), Hirschmann

Tore: 0:1 (10.) Fabian Brewitzer, 1:1 (19.) Thimo Luff, 2:1 (43.) Kevin Mann, 2:2 (61.) Tobias Hüttner, 2:3 (81.) Fabian Brewitzer - SR: Simon Ettl (FC Oberhinkofen) - Zuschauer: 200 - Gelb-Rot: (63.) Dominik Häffner (Wernberg), Foulspiel

FV Vilseck - SV Schwarzhofen 4:2 (2:1)

(mc) Der langersehnte Dreier wurde an Freitagabend endlich unter Dach und Fach gebracht. Zwar hing die Begegnung in einer Phase der zweiten Halbzeit am seidenen Faden, da beide Mannschaften über 90 Minuten in die Vollen gingen. Tobias Graßler nagelte das Spielgerät mit Vehemenz an die Latte, das den Gästekeeper auf den Rücken sprang und ins Tor prallte. Schwarzhofen ließ sich dadurch nicht beirren. Sie fuhren in der 15. Minute einen schnellen Konter über die rechte Seite, dann wurde der Ball in den Rücken der Vilsecker Abwehr gespielt und Andreas Schächerer brauchte nur noch einzudrücken. Kurz vor der Pause wurde Stefan Liermann im Strafraum von Stefan Bauer von den Beinen geholt. Der Gefoulte selbst verwandelte den Elfer eiskalt. Nach der Pause war es der 18-jährige Deandre Choice, der einen Eckball von Damian Perrin mit der Hacke zum 3:1 in Tor beförderte.

Schwarzhofen schlug aber sofort zurück. Denker und Lenker Martin Weiss hämmerte aus 20 Metern die Kugel unter die Latte des FV-Kastens. Danach setzte Damian Perrin einen Spurt an, der alle begeisterte. Er ließ alles stehen und allein vor dem Gäste-Schlussmann Tobias Bindl schob er das Leder neben das Tor. Die Erlösung folgte in der 80. Minute: Johannes Mayerhofer spielte steil auf Stefan Liermann, der die aufgerückte Gästeabwehr überlief und zum 4:2 vollstreckte.

FV Vilseck: Ruppert, Weizer, Märtin (46. Kammerl), Graßler, Liermann, Drexl (75. Kohl), Mayerhofer, Perrin, Pröls, Kozisek, Choice (60. Siegert)

SV Schwarzhofen: Bindl, Fischer, Seidel, Ch. Weiß, Zierreis (55. Richthammer), Gietl, M. Weiß, Danner, Bauer, Gillitzer, (62. Ruider), Schächerer

Tore: 1:0 (8.) Tobias Graßler, 1:1 (15.) Andreas Schächerer, 2:1 (42., Foulelfmeter) Stefan Liermann, 3:1 (58.) Deandre Choice, 3:2 (64.) Martin Weiß, 4:2 (80.) Stefan Liermann - SR: Thomas Ehrnsperger (Ensdorf) - Zuschauer: 180

SV Raigering - 1. FC Schwarzenfeld Sa. 16 Uhr

Gegen den FC Wernberg konnten die Panduren endlich den ersten Heimsieg einfahren. Die Einstellung der Mannschaft war top. Trainer Martin Kratzer war mit allen Mannschaftsteilen sehr zu frieden. Zumindest bis zum 3:0 für die Panduren, danach schlich sich jedoch wieder der Schlendrian ein und die Mannschaft brachte sich nach einem klaren Vorsprung wieder in Bedrängnis. Mit dem FC Schwarzenfeld kommt eine Mannschaft, die in der Liga jeden schlagen kann. Sie haben sehr viele gute Einzelspieler, die eine Begegnung alleine entscheiden können. Der SVR möchte aber unbedingt den zweiten Heimsieg erzielen, um den punktgleichen Gegner auf Distanz zu halten. Trainer Martin Kratzer ist sehr zuversichtlich, denn er kann nach der Urlaubszeit wieder auf einen sehr guten Kader zu greifen. Beginn im Pandurenpark ist um 16 Uhr.

DJK Ensdorf - SC Luhe-Wildenau So. 15 Uhr

(tra) Tristesse herrscht derzeit bei den Fußballern der DJK Ensdorf. Drei Niederlagen in Folge hatten das Abrutschen auf den vorletzten Tabellenplatz zur Folge.Spieler und Verantwortliche rätseln, woran es liegt, dass es momentan überhaupt nicht läuft. Nach einer guten Vorbereitung und einem gelungenen Start deutete eigentlich nichts auf diesen eklatanten Leistungsabfall hin. Tatsache jedoch ist, dass der Mannschaft zuletzt die körperliche und insbesondere die mentale Frische fehlte. Dies war auch am Mittwoch gegen den SV Schwarzhofen unverkennbar. Dabei lief da zunächst alles nach Plan. Doch mit der Führung und dem Platzverweis für die Gäste kurz darauf nach einer halben Stunde agierte man viel zu lethargisch und verunsichert. Die Folge: Kaum noch eigene Tormöglichkeiten und zwei Gegentreffer durch Sonntagsschüsse am Mittwochabend. Am Sonntag um 15 Uhr ist der SC Luhe-Wildenau zu Gast bei der DJK. Der Aufsteiger hat sich bestens in der Liga zurecht gefunden. Die Mannschaft von Trainer Roland Rittner ist sehr offensivstark (17 Tore) und hat mit Nico Argauer (6 Tore), Florian Stadler (4) und Ludwig Tannhäuser (3) äußerst torgefährliche Akteure in ihren Reihen. Um gegen diesen Gegner etwas zu holen, müssen die Jungs von DJK-Coach Christof Schwendner anders auftreten als zuletzt. Kampf um jeden Ball muss jetzt die Devise heißen. Nur so kann man wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Verzichten muss Ensdorfs Coach in diesem wichtigen Spiel verletzungsbedingt auf Kapitän Bastian Windisch und berufsbedingt auf Spielmacher Julian Trager.

TuS Kastl - SpVgg Schirmitz So. 15 Uhr

(hon) Beide Mannschaften sind nicht berauschend in die neue Saison gestartet. Die SpVgg und der TuS kennen sich nun schon einige Jahre und bisher waren es meist knappe Ergebnisse. Deshalb dürfen sich die Anhänger beider Lager auf eine spannende und auch schon richtungsweisende Partie freuen. Den Kastler Schweppermännern gelang am Wochenende endlich der langersehnte Dreier und das ausgerechnet auswärts bei dem bis dahin starken Landesliga-Absteiger Etzenricht - trotz angespannten Personalsituation. Nun gilt es gegen die SpVgg Schirmitz zu Hause vor den eigenen Fans nachzulegen, um mindestens einen Punkt zu erkämpfen. Immer noch bleiben die Personalsorgen bei den Kastlern groß. So müssen sich die Verantwortlichen des TuS um den Spielertrainer Andy Wendl schon wieder etwas einfallen lassen, um eine schlagkräftige Mannschaft auf das Spielfeld zu bekommen. Einige Spieler plagen sich seit Wochen angeschlagen und verletzt durch die Matches, aber wegen des dünnen Kaders bleibt ihnen eine Pause im Moment verwehrt. Dazu gehören der Torjäger Johannes Kölbl, der Kapitän Alexander Baumer und der Trainer selbst. Alle drei werden aber auf die Zähne beißen und am Sonntag auflaufen. Zudem hat man Glück, weil es diesmal ein Vorspiel der zweiten Mannschaft mit dem "Derby gegen die SG Utzenhofen/Ursensollen II gibt und vielleicht der eine oder andere Reservist dann auf der Bank Platz nehmen kann. Bei den Gästen aus Schirmitz läuft es auch noch nicht richtig rund. Die Mannschaft um ihren langjährigen Trainer Sepp Dütsch sucht noch die Form.

FC Wernberg - FC Amberg So. 15.15 Uhr

Nicht zufrieden kann man beim FC Wernberg über den Auswärtsauftritt am vergangenen Samstag in Raigering sein. Nicht nur die Niederlage ist ärgerlich, sondern speziell der Auftritt in der ersten Halbzeit. Eine extrem hohe Fehlerquote, mangelndes Tempo und wenig Laufbereitschaft, dazu kein richtiges Aggressivitäts- und Zweikampfverhalten führten zur Niederlage. Eine Leistungssteigerung ist für FC-Spielertrainer Christian Most unbedingt nötig, da für ihn mit dem FC Amberg eine der spielstärksten und temporeichsten Mannschaften der Bezirksliga Nord gastiert. Vor allem die beiden Stürmer Popp und Kramer in Zusammenhang mit einem spielstarken Mittelfeld und einer sicheren Abwehr machen den Gast zu einer großen Herausforderung. Wie bisher jede Woche muss beim FC Wernberg auch diesmal der Kader wieder neu formiert werden. Jonathan Schatz fehlt weiterhin und Alexander Grill befindet sich im Urlaub. So hofft man, dass Matthias Schreyer und Trainer Christian Most selbst nach ihren Verletzungen wieder voll einsatzfähig sind.

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