FC Amberg gegen SC Ettmannsdorf: "Das Spiel ein bisschen auf den Kopf gestellt"

Amberg
19.07.2022 - 21:20 Uhr

Mit 0:2 verliert der FC Amberg die zweite Partie in der Landesliga Mitte. Trainer Karl-Heinz Wagner vermisst dabei einen Spielertyp, während Teammanager Matthias Schmien die Vorteile der Zehn-Minuten-Strafe sieht.

Noah Majdic (Mitte) vom FC Amberg, hier im Duell drei Ettmannsdorfern, wurde mit der neu eingeführten Zehn- Minuten-Strafe vom Feld geschickt.

"Obwohl wir 0:2 verloren haben, muss ich meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Gegen so eine abgezockte und mit Qualität gespickte Mannschaft haben sich meine Jungs sehr gut verkauft", zog Karl-Heinz Wagner sein Resümee unter die Niederlage gegen den SC Ettmannsdorf am Dienstagabend. Denn überraschend verlief die erste Halbzeit ziemlich ausgeglichen. Der FC Amberg, keineswegs in der Favoritenrolle, bot lange Zeit dem SC Ettmannsdorf einen guten Kampf. Die Mannschaft von Trainer Karl-Heinz Wagner hatte mehrere Chancen, in Führung zugehen, wie durch Philipp Götz, dessen Schuss (14.) gerade noch von einem Ettmannsdorfer Verteidiger zur Ecke geklärt wurde. Oder ein Freistoß aus knapp 40 Metern von Frank Wagner, den SCE-Torwart Wolfgang Hesl noch abfing. Ein Kopfball von Mario Schmien (32.) hatte nicht genügend Druck und konnte entschärft werden. Aber so langsam setzte sich die Cleverness der Gäste durch. Einen Stellungsfehler in der FC-Abwehr nutzte Florian Knauer – zu Saisonbeginn vom TC Regenstauf nach Ettmannsdorf gekommen – aus und schob locker alleine vor Ambergs Torwart Niklas Mecke zum 0:1 (39.) ein. Der SCE-Keeper war vorher angelaufen worden, und unter Druck schoss er den Ball nach vorne, genau vor die Füße von Knauer. "Unglücklich für uns", sagte FC-Trainer Karl-Heinz Wagner.

"Die bessere Mannschaft"

Nach der Pause war der FC Amberg bemüht und wollte den Ausgleich, Lennard Müller scheiterte erneut an Wolfgang Hesl. Auf der anderen Seite musste Mecke einen gefährlichen Kopfball von Timo Vollath (58.) parieren, das wäre um ein Haar das 0:2 gewesen. Das fiel eine Minute später, als Leon Brandl erneut einen langen Ball annahm und souverän verwandelte. Wagner reagiert auf den Rückstand und brachte drei neue Spieler brachte: Leon Kipry für Lukas Heinrich, Banding Jawara für Marco Helleder und Stürmer Maximilian Witzel für Leon Schreiner. "Bis zum 0:2 waren wir die bessere Mannschaft", erklärte Wagner, der erneut einen Stürmer vom Kaliber des zum SV Köfering gewechselten Dennis Kramer vermisste. "Uns fehlt hat der Goalie. Mit einem wie ihm hätte die Sache anders ausgesehen", so der FC-Trainer. Mit dem 0:2 sei die Partie "ein bisschen auf den Kopf gestellt worden."

"Brutal viel investiert"

Seine Jungs seien nach dem Abpfiff natürlich etwas deprimiert, weil sie "brutal viel investiert haben und nicht belohnt wurden." Nebenbei: Noah Majdic kassierte in der 81. Minute die erste Zehn-Minuten-Strafe und konnte danach noch vier Minuten bis zum Abpfiff mitspielen. "Das hat man nicht gemerkt, dass er gefehlt hat. Die Zeitstrafe war gut, denn Majdic hatte vorher schon Gelb, und so konnte er wenigsten nochmal rein ins Spiel", erklärte Teamanager Matthias Schmien.

FC Amberg - SC Ettmannsdorf 0:2 (0:1)

FC Amberg: Mecke, Heinrich (63. Kipry), Hack, Schmien, Schreiner (64. Witzel), Majdic, Wagner, Richthammer, Müller (77. Sperlich), Philipp Götz (82. Kilic), Helleder (64. Jawara)

SC Ettmannsdorf: Hesl, Müller, Böhm, Schreyer, Schmidt, Plank, Bernkopf, Knauer, Klahn (46. Brandl), Rothut, Vollath

Tore: 0:1 (42.) Florian Knauer, 0:2 (59.) Leon Brandl – SR: Marie-Theres Mühlbauer (SV Pölling) – Zuschauer: 240

 
 

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