10.11.2019 - 20:23 Uhr
AmbergSport

FC Amberg klarer Sieger im Verfolgerduell

Dreimal Dennis Kramer, einmal Yannick Haller – das ist zu viel für den SV Hahnbach, der sich im Spitzenspiel der Bezirksliga Nord beugen muss. Deutlich sogar. Der FV Vilseck kam noch leidlich davon mit einer 1:4-Schlappe gegen Etzenricht.

16. Spielminute: Der Amberger Torjäger Dennis Kramer (Mitte hinten) bezwingt den jungen Hahnbacher Torhüter Stephan Kollbrand (Mitte vorne) mit einem an Martin Popp verschuldeten Foulelfmeter.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Denn im Hinspiel hatte der Landesligaabsteiger noch 8:1 gewonnen. Drei Partien des 19. Spieltages mussten wegen des Regens abgesagt werden, ein Nachholtermin steht noch nicht fest. Der FC Amberg ist bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter SC Luhe-Wildenau herangerückt – dessen Begegnung gegen den sV Schwarzhofen fiel aus.

(e) 48,49, 50 – der FC Amberg hat vor 260 Augenzeugen mit einer beeindruckenden Leistung die 50-Tore -Grenze nicht nur erreicht, Yannick Haller erzielte kurz vor dem Ende sogar noch das 4:1 und somit Saisontor Nr. 51. Beim Treffen zweier erfolgreicher Stürmerreihen hatte Wagners Elf deutliche Vorteile, Hahnbach konnte nicht mithalten, nicht taktisch, nicht technisch. Der SV Hahnbach begann zwar ziemlich druckvoll, war aber letztlich nur bei Standards durch seine langen Spieler gefährlich. Und in einer Phase, in der Tobias Hüttner das 1:3 erzielte, das verpuffte aber rasch. Sicher stand Ambergs Deckung um Mario Schmien, mehr und mehr neigten sich dann die Spielvorteile auf Amberger Seite, wo die starke Achse Burger, Giehrl, Haller und die laufstarken Nebenspieler dafür sorgten, dass sich das Sturmduo Kramer/Popp immer besser in Szene setzen konnte. Beide waren dann auch kaum unter Kontrolle zu kriegen, so führte dann ein Foul von Dotzler an Popp zum Elfmeter, den Kramer sicher zum 1:0 verwandelte. Ausgerechnet Dotzler, der vorher noch per Kopfball eine Chance für Hahnbach vergab. Amberg war auf die Stunde topfit, auch wenn nur ein Auswechselspieler auf der Bank saß, die Mannschaft funktionierte sehr gut. Kramer erzielte nicht nur das 1:0, auch die beiden nächsten Treffer gingen auf sein Konto, jeweils ideal aufgelegt von Martin Popp. Hahnbach war gewiss nicht schwach und erkennbar motiviert, aber rein vom Spielgedanken war gegen den nunmehr zehnmal in Serie unbesiegten FC Amberg kein Kraut gewachsen.

FC Amberg: Dengler, Schmien, Giehrl, Burger, Grau (52. Jawara), Popp, Haller, Bosser, Brinster, Kramer, Müller

SV Hahnbach: Kollbrand, L. Rösch, Seifert, Neiswirth (46. Hüttner), M. Rösch, Plach, Hefner, Ströhl (46. Schötz), Brewitzer, Dotzler, Hirschmann

Tore: 1:0/2:0/3:0 (16., Foulelfmeter/32./48.) Dennis Kramer, 3:1 (55.) Tobias Hüttner, 4:1 (87.) Yannick Haller – SR: Johannes Ziegler (Pfreimd) – Zuschauer: 260

Ganz so schlimm wie im Hinspiel erging's dem FV Vilseck diesmal nicht, es wurde nur eine 1:4-Niederlage gegen den SV Etzenricht. Martin Pasieka war aber erneut von der Vilsecker Abwehr nicht zu stoppen, der Etzenrichter Stürmer traf dreimal ins Netz. Das Spiel war im Grunde nach einer Viertelstunde entschieden, da lag die Elf von Trainer Daniel Liermann schon 0:3 zurück. Der Anschlusstreffer durch Stefan Liermann war nur ein bisschen Kosmetik.

FV Vilseck: Ruppert, Zislperger, Weizer, Graßler, Stefan Liermann, Drexl, Mayerhofer, Kohl, Pröls, Kozisek, Siebert

SV Etzenricht: Schreglmann, Strehl, Stauber, Danzer, Koppmann, Pasieka, Herrmann, Pötzl, Scheler, Diermeier, Ferstl

Tore: 0:1 (3.) Martin Pasieka, 0:2 (11.) Noah Scheler, 0:3 (Martin Pasieka, 1:3 (26.) Stefan Liermann, 1:4 (52.) Martin Pasieka – SR: Habib Fekih (TV Oberndorf, Gruppe Regensburg) – Zuschauer: 100

Ein hautenger Zweikampf zwischen dem rechten Hahnbacher Innenverteidiger Jonas Dotzler (hinten) und dem dreifachen Amberger Torschützen Dennis Kramer.

Mit 0:3 verlor der TSV Stulln sein letztes Heimspiel vor der Winterpause gegen den SV Raigering. So deutlich, wie es das Ergebnis vermuten lässt, waren die Unterschiede zwischen den Mannschaften nicht. Der TSV Stulln agierte lange Zeit auf Augenhöhe mit den Panduren. Der Unterschied lag einzig und allein am Ausnutzen der sich bietenden Torchancen. Von Beginn an verlief die Begegnung ausgeglichen. Die erste gute Gelegenheit für die Heimelf hatte Christian Zechmann, die nichts einbrachte. Überraschend ging der SV Raigering in der 27. Minute durch Maximilian Hiltl nach einem Eckball in Führung. Dies war die erste nennenswerte Aktion der Gäste vor dem Stullner Gehäuse. Danach wollte der TSV den Ausgleich, hatte zwei bis drei gute Chancen, doch Torwart Schoberth bewahrte sein Team vor einem Gegentreffer. Auf der anderen Seite war es wiederum eine Standardsituation, die dem Gast das 0:2 durch Maximilian Hiltl ermöglichte. Ein Freistoß aus dem Halbfeld heraus ging durch Freund und Feind hindurch ins Netz. Nach der Halbzeit verflachte das Spiel etwas, er gab nicht mehr so viele Angriffsaktionen. Der TSV Stulln gab sich noch nicht geschlagen, hatte durch Christian Zechmann zwei gute Möglichkeiten, die der Keeper zunichte machte. Mit dem 0:3 durch Philipp Götz in der 72. Minute war die Entscheidung gefallen. Er nutzte einen Fehler in der heimischen Abwehr zum dritten Treffer des SV Raigering. Stulln hätte gegen den Favoriten aufgrund einer ansprechenden Leistung einen Punkt verdient gehabt.

TSV Stulln: Schmidl, Lobinger, Bergler, Alexander Zühlke, Hesl, Frank, Linsmeier (66. Lippert), Zechmann, Eules, Pitruski (71. Mois), Cordio (70. Schießl)

SV Raigering: Schoberth, Maximilian Hiltl (71. Bügger), Egerer, Stauber, Haller, Wrosch, Florian Hiltl, Seidel (71. Ram), Herbrich, Weidner, Götz

Tore: 0:1/0:2 (27./35.) Maximilian Hiltl, 0:3 (72.) Philipp Götz – SR: Christoph Busch (Vohenstrauß) – Zuschauer: 200

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