Amberg
21.07.2026 - 11:49 Uhr
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Fünf Gelbe Karten – dann ist Pause: So funktioniert die neue Regel

Die Saison in Bayern- und Landesliga hat gerade erst begonnen, doch die ersten Gelben Karten sind bereits verteilt. Ab der fünften Verwarnung droht eine Sperre. Wie die Regelung funktioniert und worauf Vereine achten müssen.

Gelbe Karten gibt's auch in den Verbandsligen zur Genüge: Wie in der Fußball-Bundesliga sind Spieler nach der fünften Gelben oder nach Gelb-Rot gesperrt. Bild: Hubert Ziegler
Gelbe Karten gibt's auch in den Verbandsligen zur Genüge: Wie in der Fußball-Bundesliga sind Spieler nach der fünften Gelben oder nach Gelb-Rot gesperrt.

Die Bayern- und Landesligisten sind gerade erst in die neue Saison gestartet und dennoch haben einige Spieler bereits ihre erste Gelbe Karte kassiert. Noch ist das kein Grund zur Sorge. Mit zunehmender Spieldauer dürfte der gelbe Karton jedoch immer stärker Einfluss auf die Kaderplanung nehmen. Denn seit Beginn der Saison gilt auf Verbandsebene: Wer fünf Gelbe Karten gesammelt hat, muss für eine Partie aussetzen. Doch wie genau funktioniert die Regelung?

System zeigt Karten an

Die Regelung ist schnell erklärt: Wer im Laufe der Saison fünf Gelbe Karten sammelt, muss für eine Partie aussetzen. Die Verwarnungen werden von den Schiedsrichtern nach dem Spiel im elektronischen Spielbericht erfasst. Dort können die Vereine jederzeit einsehen, welche Spieler bereits verwarnt wurden, wie viele Gelbe Karten sie auf ihrem Konto haben und ob eine Sperre droht.

Eine automatische Warnung, wenn ein Spieler nach der dritten oder vierten Gelben Karte kurz vor einer Sperre steht, gibt es allerdings nicht. Laut Fabian Frühwirth, Sprecher des Bayerischen Fußball-Verbands, müssten die Vereine selbst darauf achten.

Dabei ist nicht nur die Statistik der eigenen Mannschaft einsehbar. Auch die Gelbe-Karten-Bilanzen der Gegner können über das System abgerufen werden. Wer also gezielt analysieren möchte, welche Spieler bei der Konkurrenz vor einer Sperre stehen, findet die entsprechenden Informationen ebenfalls – und könnte im Extremfall sogar versuchen, daraus taktischen Nutzen zu ziehen, indem solche Akteure gezielt unter Druck gesetzt und Verwarnungen provoziert werden.

Karten gelten nicht im Pokal

„Die Sperre greift nach der fünften Gelben automatisch im System“, erklärt Frühwirth. Wer Karten sammelt wie andere Panini-Sticker, ist allerdings nur im Ligabetrieb gesperrt – der Pokal hat noch immer seine eigenen Gesetze. Wer also im Pokal vorbelastet ist oder nach einer Gelb-Roten den Platz verlassen muss, darf in der nächsten Runde des Toto-Pokals dennoch auflaufen. Weidens Patryk Bytomski und Jahi Sylejmani dürften also auch in der nächsten Pokalrunde – trotz Gelb-Roten-Karten im Pokalspiel gegen Ammerthal – auflaufen.

Sollte ein Verein im Ligabetrieb allerdings gesperrte Spieler, beispielsweise unter anderem Namen, oder dennoch einsetzen und der Schiedsrichter dies nicht bemerkt, hat dies natürlich Konsequenzen. „Das würde den Einsatz eines nicht spielberechtigten Spielers bedeuten, ein Sportgerichtsverfahren nach sich ziehen und in der Regel zu einer Spielwertung führen“, erläutert Frühwirth auf Nachfrage. Gute Nachrichten gibt’s für die Gelbsünder allerdings auch: Nach einer Saison werden die Karten gelöscht und es beginnt bei Null.

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Weiden in der Oberpfalz23.07.2026
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