17.03.2021 - 16:30 Uhr
AmbergSport

Fußball: Kreisvorsitzender Albert Kellner über Änderungen des Paragrafen 93

Seit 11. März 2021 gibt es Ergänzungen in der Spielordnung des Bayerischen Fußballverbandes, die regeln, wie es weitergehen kann. Laut Kellner ist eine Passage für den Kreis Amberg/Weiden nicht relevant, eine andere hingegen schon.

Albert Kellner, Kreisvorsitzender des Kreises Amberg/Weiden
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Der Bayerische Fußballverband (BFV) hat den Paragrafen 93 der Spielordnung angepasst, der regelt, wie es im verlängerten Spieljahr 2019/20 weitergehen könnte. Teile davon sind neu formuliert worden, die seit dem 11. März 2021 gelten. Unter anderem heißt es jetzt, dass zusätzliche Spiele während der Woche ausgetragen werden können. Bislang war von einem zusätzlichen Spiel während der Woche die Rede.

"Bei uns im Kreis ist diese Passage nicht relevant, weil es sich bei unseren Fußballern um Amateure handelt", erklärt Albert Kellner. Das könne er als Kreisvorsitzender und -spielleiter den Mannschaften nicht zumuten, womöglich jeden zweiten Tag zu spielen. "Da ist auch die Verletzungsgefahr viel größer als bei höherklassigen Mannschaften, die viermal in der Woche trainieren." Der Paragraf sei geändert worden, um vorwiegend in der Regionalliga, so Kellner, das Programm durchzuziehen.

Eine weitere Änderung im Paragraf 93 betrifft die Reihenfolge der Spiele. Ab jetzt kann ein Spielleiter frei entscheiden, welche Spiele er ansetzt. Bislang war er an die chronologische Reihenfolge des Spielplanes gebunden. "Ich würde zuerst die relevanten Spiele ansetzen, bei denen es noch um etwas geht. Aber: Wenn ein Zweitplatzierter noch gegen den Vierten und gegen den Zwölften spielt - was setze ich zuerst an? Da würde sich die Chronologie schon beachten", sagt Kellner. Zudem erhebe sich die Frage, ob das alles überhaupt realistisch sei. "Es ist eine Sache, über die man nicht gerne spricht. Aber uns ist bewusst, dass die Zwänge da sind, und deswegen müssen wir uns intensiv mit einem Saisonabbruch befassen. Die Vereine brauchen eine Rechtssicherheit, auch wann diese Saison beendet ist und wann die nächste beginnt." Auch aufgrund der Impfpause mit Astrazeneca, die einen konkreten Wiederbeginn im Fußball in weite Ferne schieben könnte. "Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, dass wir Dienstleister für die Vereine sind. Wir sind für die Vereine da, und nicht umgekehrt."

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