23.07.2020 - 14:01 Uhr
AmbergSport

Fußballer dürfen sich freuen: Positive Signale für Testspiele

Jetzt geht's los: Das Leder im Freistaat wird schon bald wieder rollen. Eine andere Interpretation lassen die Aussagen der Entscheidungsträger im Verband nicht zu.

Wettkampf statt Training: Die bayerischen Fußballvereine können darauf hoffen, schon bald grünes Licht für die Austragung von Testspielen zu erhalten.
von Redaktion ONETZProfil

Die bayerischen Fußballvereine hatten sich Anfang dieser Woche grünes Licht von der Politik erhofft. Doch dann folgte die Enttäuschung: Weitergehende Lockerungen, und damit die Genehmigung für Test- und Freundschaftsspiele, blieben aus. Nun aber macht der Bayerische Fußballverband (BFV) auf seiner Homepage in "vorsichtigem Optimismus".

Der größte Landesverband im Deutschen Fußballbund geht davon aus, dass die Bayerische Staatsregierung in der kommenden Woche "weitreichende Entscheidungen" für die schrittweise Aufnahme des Amateurfußball-Spielbetriebs im Freistaat treffen wird. "Es gibt positive Signale dahingehend, dass unsere 4500 Vereine nach dem Training mit Körperkontakt nun auch bald wieder Test- und Freundschaftsspiele durchführen können", teilte BFV-Präsident Rainer Koch freudig mit. Und der oberste Funktionär denkt bereits einen Schritt weiter: "Auch die Fortsetzung der aktuell unterbrochenen Spielzeit soll in einem nächsten Schritt demnach zum 1. September möglich sein."

Einmal mehr betont Koch, dass "nicht wir als Verband diese Entscheidung treffen, sondern die Staatsregierung". Dass der bayerische Amateurfußball jedoch auf höchster politischer Ebene Gehör finde, sei ein "starkes Zeichen echter Wertschätzung".

Die Re-Start-Pläne des BFV sehen vor, dass die aktuell unterbrochene Spielzeit 2019/20 im September fortgesetzt wird, sollten dies die staatlichen Vorgaben auch erlauben. "Nach aktuellem Stand lässt die staatliche Verfügungslage in Bayern nur ein Training mit Körperkontakt zu, aber noch keine Vorbereitungsspiele", meinte BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher. "Das sollte sich jedoch in der kommenden Woche ändern, so dass eine geregelte Vorbereitung gesichert ist."

Die Vorfreude nach über vier Monaten Fußball-Zwangspause ist bei den Verbandsverantwortlichen riesig. "Natürlich ist die Ungeduld bei allen Fußballern und auch bei uns im Verband groß", sagt Koch. "Wir wollen lieber heute als morgen wieder Fußball spielen."

Für Irritationen hatte zuletzt eine Entscheidung des Staatsministeriums des Innern gesorgt. So wurde dem Regionalligisten SV Heimstetten eine Ausnahmegenehmigung für die Austragung eines Freundschaftsspiels gegen den französischen Erstligisten Olympique Marseille am Mittwochabend (Endergebnis 1:6) erlaubt. "Wir betonen ausdrücklich, dass es sich hier um eine Einzelfallentscheidung des zuständigen Ministeriums handelt", sagte Igelspacher. "Zudem ist die Ausnahmegenehmigung mit sehr hohen Auflagen versehen, die sich für unsere Vereine bayernweit in der Praxis so schlicht nicht umsetzen lassen."

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