19.10.2018 - 19:53 Uhr
AmbergSport

Kaolinpott-Derby in Ehenfeld, Stadtduell in Vilseck

Auftakt zur Rückrunde in der Fußball-Kreisliga Süd: Im Mittelpunkt des 14. Spieltages stehen zwei Derbys.

Gute Erinnerungen haben die Spieler des FV Vilseck (blaue Trikots) an den ersten Spieltag und das Stadtderby gegen den 1. FC Schlicht. Vor 580 Zuschauern gelang mit einem 5:0-Sieg ein Auftakt nach Maß.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Der TuS/WE Hirschau empfängt den TuS Schnaittenbach, der FV Vilseck den 1. FC Schlicht. Spitzenreiter SC Luhe-Wildenau ist vor dem TSV Königstein gewarnt, in Schmidmühlen treffen zwei Verfolger aufeinander und beim Schlusslicht SC Germania Amberg ist man zuversichtlich, dass es sehr bald klappt mit dem ersten Heimsieg seit Mai 2017.

TuS/WE Hirschau - TuS Schnaittenbach (Samstag, 16 Uhr)

(cgh) Ursachenforschung war angesagt im Lager der Hirschauer während der Woche. Die extremen Leistungsschwankungen der jungen Truppe bereiten Trainer Jörg Gottfried einige Kopfschmerzen. Ein Grund könnte sein, dass sich die Mannschaft schwer tut, wenn sie agieren muss, lieber reagiert sie. Nun steht auf der Ehenfelder Löschenhöhe das ewig junge Kaolinderby gegen den TuS Schnaittenbach auf dem Programm, eine Partie, die für den Aufsteiger sicherlich leichter ist als für den TuS/WE. Seit zwei Partien hat der Nachbar nicht mehr verloren, natürlich will die Truppe, die seit vier Wochen vom Spielertrainer-Duo Fabian Hirmer und Thomas Bösl gecoacht wird, dieses Momentum auch auf die Löschenhöhe mitnehmen. TuS/WE-Trainer Gottfried hofft, dass sein Team an die guten Heimleistungen, die man zumindest bislang in Ehenfeld zeigen konnte, anschließt und sich die Blockade, die im Team herrscht, wieder löst. Ob es personelle Änderungen geben wird, entscheidet sich erst wieder kurzfristig. Die danach anstehende Kirwa-Maß jedenfalls will sich die Mannschaft keinesfalls versauen lassen.

FV Vilseck - 1. FC Schlicht (Sonntag, 15.15 Uhr)

(mc) Rechtzeitig vor dem Ortsderby am "Allerwelts-Kirwa-Sonntag" hat sich der FV Vilseck gefangen. "Phasenweise haben wir gegen Schmidmühlen einen sehr guten Fußball gespielt", resümierte FV-Trainer Hakan Boztepe nach der Begegnung, doch er schob auch gleich nach, dass es trotz allem noch verschiedene Baustellen in seiner Mannschaft gebe. Diese würden nicht von heute auf morgen beseitigt werden können, doch sie müssten langfristig zumindest verbessert werden. Im Derby gegen den 1. FC Schlicht muss sich die Mannschaft erneut beweisen und noch stärker als gegen Schmidmühlen auftreten. Die Braun-Elf darf nicht am derzeitigen Tabellenstand gemessen werden, sondern man muss sie so einstufen, wie sie gegen den Tabellenführer Luhe-Wildenau spielte, dem sie als einzige Mannschaft in der Hinrunde eine Niederlage zufügte. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase als Aufsteiger hat sich der 1. FC Schlicht nun in der Liga eingefunden, was die beiden Siege aus den letzten Spielen belegen. Dass beim Nachbarverein Spieler auflaufen, die ihr Handwerk beherrschen, braucht nicht zusätzlich erwähnt werden. Der erste Teil der beiden zuschauerträchtigen Derbys ging an den FV Vilseck. Doch diese Begegnung ist wieder eine Neuauflage und die Chancen stehen 50:50. Bei aller Brisanz sollte aber die Partie wie im Hinspiel sportlich fair ausgetragen werden, so dass man sich auch nach den 90 Minuten wieder zusammensetzen kann

SV Schmidmühlen - TuS Rosenberg (Sonntag, 15 Uhr)

(fop) Zu einem richtungsweisenden Duell kommt es in Schmidmühlen, wo der Tabellensechste auf den Tabellenvierten trifft. Beide Mannschaften trennt nur Punkt. Für beide Teams setzte es am vergangenen Sonntag deftige Niederlagen, als Schmidmühlen in Vilseck mit 1:5 und Rosenberg mit 2:4 in Utzenhofen unterlag. Da Rosenberg aber zuvor vier Spiele in Serie gewann, zogen sie am SV vorbei. Die Mannschaft von Gästetrainer Rainer Summerer, der vor einigen Jahren selbst in Schmidmühlen die Fäden zog, unterlag im Hinspiel 2:4. Auch im Rückspiel dürfen sich die Zuschauer wohl auf einige Treffer einstellen, denn zum einen verfügt der Gast mit 42 Toren über den zweitbesten Sturm, zum anderen gab es für den SV seit Jahren keinen Sieg mehr gegen den TuS (zuletzt ein 2:6 in der Vorsaison).

ASV Haselmühl - SV 08 Auerbach (Sonntag, 15 Uhr)

(pme) Nach anfänglichen Problemen und einem Trainerwechsel haben sich die Auerbacher im Mittelfeld festgesetzt, unter anderem mit einem Sieg bei der Spitzenmannschaften in Rieden (3:1). Mittlerweile haben die Auerbacher mit 17 Punkten auf der Habenseite einen komfortablen Abstand auf die hinteren Tabellenplätze. Am vergangenen Wochenende wurde gegen Tabellenschlusslicht Germania Amberg nur ein Unentschieden (1:1) erreicht. Die Dietrich-Truppe darf aber auf keinen Fall unterschätzt werden, mit ihrer aggressiven Spielweise ist sie immer für eine Überraschung gut. Beim ASV gilt es, nach der schwachen Leistung gegen Schnaittenbach wieder an die Leistungen der September-Spiele anzuknüpfen, um sich in den vorderen Tabellenregionen festzusetzen. Bis auf Manuel Koch sind alle Stammkräfte an Bord und so dürfte ASV-Coach Oli Eckl keine Probleme mit der Aufstellung haben. SC Luhe-WildenauTSV Königstein

Nach dem spektakulären Spitzenspiel gegen Rieden empfängt der Tabellenführer den ganz tief im Abstiegssumpf steckenden Tabellenvorletzten. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt schon sieben Punkte. Hoffnung macht den Gästen allerdings das letzte Spiel in Hirschau, als man dem Bezirksligaabsteiger beim 3:0-Erfolg keine Chance ließ und Stürmer Udo Hagerer ein Doppelpack schnürte. Eine weitere Überraschung der Königsteiner will allerdings der SC Luhe-Wildenau verhindern. Die Rittner-Elf lag gegen Rieden bis sieben Minuten vor Schluss mit 1:3 zurück, gab aber nie auf und sicherte sich am Ende noch einen Zähler. Gegen Königstein wird sich aller Voraussicht nach allerdings eine andere Partie entwickeln, denn der SC ist der klare Favorit. Dennoch sollten die Schwarz-Roten die Gäste nicht, wie zuletzt, mit groben Fehlern zu Torchancen einladen, denn viele Chancen wird sich ein Stürmer wie Hagerer sicherlich nicht entgehen lassen.

Germania Amberg - DJK Utzenhofen (Sonntag, 15 Uhr)

(tne) Die Gastgeber sind noch immer ohne Sieg in dieser Spielzeit und stehen am Ende der Tabelle. In der Vorwoche konnten die Männer von Trainer Stefan Jokiel aber immerhin einen kleinen Erfolg feiern. Denn nach zuvor sieben Niederlagen in Serie erkämpfte man sich zu Hause gegen den SV 08 Auerbach ein 1:1-Unentschieden. Das sollte den Hausherren neuen Mut geben und hat wiedereinmal gezeigt, dass die Mannschaft in dieser Liga mithalten kann, wenn sie 90 Minuten alles in die Waagschale wirft. Diese Leistung wollen die Germanen nun wiederholen, um vielleicht endlich den ersten Heimsieg seit Mai 2017 feiern zu können. Die Gäste hatten in dieser Woche schon zweimal Grund zum Jubel. In der Liga besiegten sie den TuS Rosenberg (4:2), am Mittwoch zogen sie mit einem 5:4-Sieg nach Elfmeterschießen gegen den Bezirksligisten Inter Bergsteig in das Pokalfinale ein. An das Hinspiel haben die Germanen schlechte Erinnerungen. Nach 25 Sekunden lagen sie nach einem Eigentor in Rückstand, waren nach einer fragwürdigen Roten Karte in Unterzahl und unterlagen am Ende mit 2:4. Für diese bittere Pleite wollen sie nun Revanche nehmen.

SV Freudenberg - 1. FC Rieden (Sonntag, 15.15 Uhr)

(koa) Der Aufstiegsaspirant 1. FC Rieden hat einen top besetzten Kader, der in der Lage ist, jedem Gegner Probleme zu bereiten, und diesen auch zu dominieren. Im Hinspiel-Duell beider Teams, das Rieden mit 1:0 für sich entschied, präsentierte sich die Vilstal-Elf als einer der stärksten Freudenberger Gegner der Vorrunde. Somit geht der Gastgeber als Außenseiter in diese Partie, in der es darum geht, dem Gegenüber so lange wie möglich Paroli zu bieten und eine effiziente Chancenauswertung an den Tag zu legen. Während und im Anschluss der Begegnung findet im Sportheim die SVF-Allerweltskirwa mit Live-Musik unter Regie der Jugendabteilung statt.

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