11.09.2020 - 16:34 Uhr
AmbergSport

Kegel-Bundesliga: FEB Amberg darf nur drei Zuschauer reinlassen

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Ohne Unterstützung ihrer Fans müssen FEB Amberg und Rot-Weiss Hirschau in die neue Kegel-Saison starten. Zuschauer sind erst eine Woche später zugelassen. Doch auch dann werden in Amberg die meisten vor verschlossener Türe stehen.

So voll wird es im TV-Kegelstüberl am Schanzl in den kommenden Wochen nicht sein. Nach den aktuellen Regelungen ist die Zuschauerzahl für die Bundesligaspiele von FEB Amberg stark beschränkt.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Das grüne Licht kam Anfang der Woche: Ab 19. September starten die Fußballer im Freistaat nach einem halben Jahr Corona-Zwangspause wieder mit ihren Punktspielen. So lange wollten die Bundesliga-Kegler nicht warten: In der 1. und 2. Liga wird die neue Saison bereits an diesem Wochenende eröffnet. Das entschied der Deutsche Kegelbund Classic (DKBC) nach einer Sitzung am vergangenen Samstag - drei Tage bevor dann die bayerische Staatsregierung Lockerungen für den Sport bekanntgab und auch wieder Zuschauern erlaubte: 400 bei Freiluft-Sportarten, 200 in der Halle. Allerdings erst ab dem 19. September.

Somit müssen FEB Amberg in der 1. Bundesliga 120 Wurf beim TSV Breitengüßbach (Samstag, 12. September, 14 Uhr) und Rot-Weiss Hirschau in der 2. Bundesliga Mitte 120 Wurf im Heimspiel gegen Victoria Bamberg II (Samstag, 14.15 Uhr) am ersten Spieltag vor leeren Zuschauerplätzen spielen. Ab dem zweiten Spieltag gelten in Bayern dann die Lockerungen.

Ohne Fans und Anfeuerungen fühlt es sich für die Sportler wie ein Trainingsspiel an. Da fehlt schon was.

FEB-Vorsitzender Michael Segerer

"Wie in einem Wirtshaus"

Diese werden für FEB Amberg allerdings so gut wie keine Auswirkungen haben. "Denn bei uns im TV-Kegelstüberl am Schanzl gilt die Gaststättenverordnung", erklärt Michael Segerer, der Vorsitzende des Erstligisten. Heißt konkret: "Die erlaubte Anzahl an Gästen errechnet sich wie in einem Wirtshaus aus der Größe der Räumlichkeit. Bei uns dürfen demnach 24 Leute rein."

Bei sechs Spielern, jeweils zwei Ersatzspielern, einem Trainer und einem Betreuer pro Mannschaft seien schon einmal 20 dieser Plätze vergeben, rechnet Segerer vor. Den 21. Platz erhält der Schiedsrichter, damit dürfen in Amberg statt der im Schnitt 20 bis 25 Zuschauer nur noch 3 zu einem Bundesligaspiel ins TV-Kegelstüberl. Sollte eine Gastmannschaft mit weniger als den vorgesehenen zehn Personen kommen, würde sich die Zuschauerkapazität entsprechend erhöhen. Wer die wenigen Zuschauerplätze ergattern darf, weiß Segerer noch nicht. "Ich lasse mich überraschen, wie viele in der jetzigen Situation kommen wollen. Wir haben schon ein paar Edelfans, die uns seit vielen Jahren unterstützen. Diese würden sicherlich bevorzugt werden."

Finanziell kaum Auswirkungen

Anders als in anderen Sportarten fallen die fehlenden Zuschauer beim Kegeln in Amberg finanziell kaum ins Gewicht, da FEB grundsätzlich keinen Eintritt verlangt, sondern ein Sparschwein aufstellt für Spenden, die der Jugendabteilung zu Gute kommen. Merken werden es die Spieler dagegen an der Stimmung im Stüberl. Segerer: "Ohne Fans und Anfeuerungen fühlt es sich für die Sportler wie ein Trainingsspiel an. Da fehlt schon was." In den vergangenen Wochen hat Segerer viel Zeit damit verbracht, ein Hygienekonzept für die Heimspiele zu erstellen. Dazu gehören neben den üblichen Abstands- und Masken-Regeln auch, dass die Kugeln vor und nach dem Wettkampf desinfiziert werden, die Spieler auf das Abklatschen verzichten und dass die Mitspieler nicht laut angefeuert werden dürfen. Dennoch ist der FEB-Vorsitzende erleichtert, dass es "wieder losgeht". Auch wenn "es anders sein wird als sonst".

In Hirschau mehr Plätze

Beim Nachbarverein Hirschau wird man sich nach dem Auftaktspiel ohne Fans dann in der kommenden Woche zusammensetzen und neben dem bereits bestehenden Hygienekonzept auch ein Zuschauerkonzept erstellen. "Bei uns ist es bisschen anders als in Amberg", sagt Mannschaftsführer Bastian Baumer, "wir haben einen unteren Bereich für die Sportler und einen oberen für die Besucher." Normalerweise kommen im Schnitt 40, 50 Fans zu den Spielen in den Sportpark. Die erlaubte Kapazität ab dem nächsten Heimspiel am 26. September dürfte wegen der Abstandsregeln etwa halb so groß sein.

Schwere Aufgabe für FEB Amberg zum Auftakt

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