11.08.2020 - 12:38 Uhr
AmbergSport

Kein Wort zum Sport: Florian Birner

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

In unserer wöchentlichen Rubrik verrät der neue Spielertrainer des Volleyball-Regionalligisten VC Amberg, warum er Oliver Kahn nacheiferte und warum er gerne nach Amberg ziehen würde.

Ein Frauenteam in der Regionalliga hat Florian Birner (Mitte) schon trainiert. In der neuen Saison coacht er nun die Regionalliga-Männer des VC Amberg als Nachfolger des zum Zweitligisten TSV Mühldorf gewechselten Spielertrainers David Fecko.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Fußball bei der DJK Gebenbach, Volleyball beim VC/TuS Hirschau: Viele Jahre lang übte Florian Birner (28) beide Sportarten parallel aus, im Volleyball „war ich aber viel besser“. Mit Hirschau wurde er in der Jugend Bayerischer Meister und Dritter bei der „Deutschen“, spielte später in der Regionalliga, ehe der VC/TuS die Mannschaft zurückzog. Als Fußballer gelang immerhin die Meisterschaft in der Kreisliga. Da er für sein Studium „Deutsch-Tschechische Studien“ nach Regensburg zog, beim TB Regenstauf Volleyball spielte und auch zwei Jahre die TB-Regionalligafrauen trainierte, beendete er seine Fußballerkarriere. Von Regenstauf ging es zurück nach Hirschau und 2018 dann zum VC Amberg, wo Birner im Regionalligateam auf der Liberoposition spielt und in der anstehenden Saison auch das Amt des Spielertrainers übernimmt.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Florian Birner: Momentan lebe ich in Regensburg, würde aber gerne wieder Richtung Amberg ziehen. Leider hat da meine Freundin etwas dagegen, da muss ich sie noch davon überzeugen. Die Studenten-Freunde von früher ziehen langsam alle weg von Regensburg, rund um Amberg ist eine schöne Gegend, da komme ich her, das ist Heimat. Mein Lieblingsurlaubsland ist Tschechien, ich habe ja ein Jahr in Prag gelebt und sehr viele Freunde dort.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Florian Birner: Wir waren kürzlich bei Freunden zum Essen, da konnte keiner die Frage beantworten (lacht). Meine Freundin meint, dass ich andere ganz gut motivieren kann.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Florian Birner: Da gibts eigentlich keinen. Es ist wie beim Volleyball: Wenn du einen Fehler machst, ist es wichtig, diesen abzuhaken und nach vorne zu schauen.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Florian Birner: Als kleiner Junge war es Oli Kahn. Ich war damals Fußballtorwart und wollte unbedingt so gut werden wie er und habe auch versucht, seinen Ehrgeiz zu kopieren. Aber ich habe mich ein bisschen anders entwickelt als Oli Kahn. Zum Glück. Inzwischen ist er mir nicht mehr so sympathisch.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Florian Birner: Da kann ich wirklich von keinem erzählen. Ich glaube, ich war ein normaler Schüler, wir haben schon Spaß gemacht, aber an einen besonderen Streich erinnere ich mich nicht.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Florian Birner: Ich würde mich lieber mit den Leuten aus meinem Umfeld treffen und mich gut unterhalten als mit einem Star. Am liebsten würde ich den Kaffee vor unserem Spiel trinken, weil das bedeuten würde, dass es wieder möglich ist, Wettkämpfe auszutragen. Wir haben das Ritual, dass wir uns mit drei, vier Spielern zusammensetzen, einen Kaffee trinken und dem Gegner beim Warmmachen zuschauen.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Florian Birner: Was ich nicht mag, sind Standardfragen und wenn Leute nicht auf dich eingehen. Zum Beispiel wenn jemand fragt "wie geht's?" – und dann die Antwort nicht abwartet.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Florian Birner: Bei uns gibt's natürlich keine Siegprämien, das erste Trainergehalt floss in einen feucht-fröhlichen Abend mit Freunden.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Florian Birner: Beim Tiramisu meines Mitspielers Vincent Moder. Das gab es vor Kurzem, es war tatsächlich sehr gut – aber er hat mich genötigt, diese Antwort zu geben.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Florian Birner: Normales Fernsehen schaue ich eigentlich gar nicht mehr. Vielleicht noch die Tagesschau und alles was mit Beachvolleyball zu tun hat. Lieber suche ich mir im Internet oder bei Netflix Sachen aus, die ich wirklich sehen will. In letzter Zeit gab es im Internet extrem viel Beachvolleyball zu gucken, das hieß Beachliga und war eine Initiative von Spielern, die 30 Tage am Stück ein coronakonformes Turnier ausgetragen haben. Das lief dann acht Stunden am Tag.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Florian Birner: Mit Freunden an der Donau sitzen, den vergangenen Tag diskutieren. Oder: Nach Amberg fahren zum Volleyball. Bei normalerweise drei Mal Training in der Woche und einem Spiel am Wochenende bleibt da dann nicht mehr so viel Freizeit übrig.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Florian Birner: ...nichts anders machen. Ich lebe im Jetzt und es ist tatsächlich eine Eigenschaft, dass ich nicht zu lange an das Vergangene denke und etwas bereue.

Letzte Woche bei "Kein Wort zum Sport": Fußballer Akram Abdel-Haq

Sport

Alle Teile unserer Rubrik "Kein Wort zum Sport" finden Sie hier.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.