04.08.2020 - 14:51 Uhr
Sport

Kein Wort zum Sport: Akram Abdel-Haq

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In unserer wöchentlichen Rubrik verrät Fußballer Akram Abdel-Haq, dass ihn als Kind Superhelden fasziniert haben, welchen Soundtrack er auf dem Weg zur Schule gehört hat und dass man sich in schwieriger Zeit auf ihn verlassen kann

Akram Abdel-Haq. (rechts) liebt den Fußball und damit auch Laufduelle.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Wer über Akram Abdel-Haq spricht, der redet automatisch auch über Fußball. Der ehemalige jordanische Nationalspieler ist dem runden Leder so verbunden wie kaum ein anderer. Vor zwölf Jahren wechselte "Aki" vom damaligen Oberligisten SV Sandhausen in die Oberpfalz und wurde zur prägenden Figur bei der SpVgg Weiden. Meisterschaft in der Bayernliga, Regionalligaaufstieg, Insolvenz – Abdel-Haq machte binnen kurzer Zeit Höhen und Tiefen der Schwarz-Blauen mit. Dribblings, Spielübersicht, raffiniert getretene Freistöße - das waren und sind seine Markenzeichen. Mittlerweile hat sich der 1,72 Meter große Fußball-Virtuose auch als (Spieler-)Trainer im Fußballkreis Amberg/Weiden einen Namen gemacht. Den SV Anadoluspor führte er von der A-Klasse bis in die Kreisliga. Nach einem Achillessehnenriss im letzten Saisonspiel hörte er 2019 bei der Multi-Kulti-Truppe des SVA auf. Nun ist der aus Offenbach stammende Abdel-Haq an der Seitenlinie zurück und coacht ab sofort die DJK Seugast (Kreisklasse West).

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Akram Abdel-Haq: Ich bin eher der Sommertyp. Also würde ich am liebsten dort leben, wo es einen schönen Strand und viel Sonne gibt. Da wäre ich perfekt aufgehoben.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Akram Abdel-Haq: Das können andere besser beurteilen als ich. Aber eine Eigenschaft schreibe ich mir schon zu: Man kann sich, wenn es darauf ankommt, zu 100 Prozent auf mich verlassen.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Akram Abdel-Haq: Ich bin kein Mensch, der zurückschaut und sich damit auseinandersetzt, was früher einmal war oder in der Zukunft sein wird. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Vielleicht hätte ich, was den Fußball betrifft, das eine oder andere Angebot, das ich ausgeschlagen habe, annehmen sollen. Aber letztlich ist das alles abgehakt.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Akram Abdel-Haq: Mich haben Filme mit Superhelden fasziniert, wie sie zum Beispiel von Bruce Lee als Karatekämpfer oder Sylvester Stallone als "Rocky" verkörpert wurden. Maradona und Muhammad Ali waren meine sportlichen Idole. Von Ali hatte ich eine DVD-Kollektion. An ihm habe ich bewundert, wie er sich von unten nach oben gekämpft hat und dass er dabei auch immer anderen geholfen hat.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Akram Abdel-Haq: Ein richtiger Streich fällt mir überhaupt nicht ein. Ich war eher der ruhige Typ in der Schule.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Akram Abdel-Haq: Mit dem US-Schauspieler Sylvester Stallone, weil der mich durch meine Kindheit und Jugend begleitet hat. Oder mit Jupp Heynckes. Er hat als Fußballer und Trainer viel erlebt und hätte einiges zu erzählen.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Akram Abdel-Haq: Vielleicht, kann sein, ja aber – ich mag es nicht, wenn jemand sich nicht klar ausdrückt und hintenherum statt deutlich seine Dinge formuliert. Dieses Halbe-Halbe kann ich nicht einordnen.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Akram Abdel-Haq: Einen Walkman. Ich komme aus einfachen Verhältnissen und musste immer zu Fuß zum Training oder Schule gehen. Da habe ich viel Musik, vor allem Soundtracks wie "Rocky" oder auch Songs von Michael Jackson, gehört. Das hat mich geprägt und irgendwie auch motiviert und dazu animiert, im Sport und im Leben nie aufzugeben.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Akram Abdel-Haq: Das Leben besteht nicht nur aus gesundem Essen. Sich mal etwas zu gönnen, gehört dazu. Schokolade oder Eis nehme ich schon mal ganz gerne mit.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Akram Abdel-Haq: Ich schaue relativ viel Fernsehen. Sportsendungen stehen an erster Stelle, aber auch Spielfilme und US-Serien. Soaps und Reality-Shows sind nicht so mein Ding.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Akram Abdel-Haq: Natürlich Sport und vor allem Fußball. Ich schaue aber auch gerne bei meiner Familie in Offenbach vorbei. Da verbringe ich gerne Zeit mit den Kindern meiner fünf Geschwister.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Akram Abdel-Haq: ... mich nicht mit irgendwelchen Wunschgedanken beschäftigen. Zurückzuschauen bringt nichts. Das Leben ist viel zu kurz, man muss es nehmen, wie es ist. Ich bin glücklich, wenn meine Familie und Freunde gesund sind.

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Weiden in der Oberpfalz

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