21.04.2020 - 20:12 Uhr
AmbergSport

Kein Wort zum Sport: Jakob Stiegler

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In unserer wöchentlichen Rubrik verrät der Handballer des HC Sulzbach, wie er in Anwaltskanzleien in Sydney in Australien kam, und mit was ihn die Mama etwas nervt.

Enstpannt daheim im Garten: Jakob Stiegler
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Jakob Stiegler hat 2019 das Abitur gemacht, neben Deutsch und Mathematik hatte er Physik als schriftliches Prüfungsfach, Erdkunde und Englisch in den mündlichen Prüfungen. Im Alter von elf Jahren lernte er bei der HG Amberg das Handballspielen. Aktuell spielt er beim HC Sulzbach in der Bezirksoberliga, die Saison davor in der Landesliga. Mit Zweitspielrecht parallel dazu ein Jahr beim HC Erlangen in der A-Jugend-Bundesliga. Nach dem Abi war er ein halbes Jahr mit einem Kumpel in Australien unterwegs, verdiente sich nebenbei bei einer Umzugsfirma in Sydney ein bisschen Geld. "Da kamen wir in viele Großraumbüros, und in Anwaltskanzleien. Wir hatten von da aus einen tollen Blick auf das Opernhaus und zur Harbour Brücke. Das war cool." Jakob Stiegler hatte Glück, kam vor vier Wochen noch regulär nach Hause. "Danach war in Australien überall Ausgangssperre." Der 19-Jährige will Jura studieren –demnächst.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Jakob Stiegler: Ich finde es schwierig, über mich selbst etwas zu sagen. Wenn, dann bin ich zielstrebig, immer gut gelaunt und positiv drauf.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Jakob Stiegler: Das weiß ich noch genau. Auf keinen Fall in einer Großstadt, da ist es mir zu hektisch. Eher da, wo mehr Natur ist, mit Berge und Seen.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Jakob Stiegler: Da gibt es keinen größeren. Fehler machen gehören zum Leben dazu. Für mich ist wichtig, dass ich aus meinen Fehlern lerne und sie nicht noch mal mache.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Jakob Stiegler: Ich hatte nie ein richtiges Vorbild. Als ich so vier oder fünf Jahre alt war und wir Haus gebaut haben, wollte ich immer Baggerfahrer werde. Da habe ich mich immer in den Bagger reingesetzt.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Jakob Stiegler: Wir haben öfters die Sprache der Beamer umgestellt auf chinesisch oder japanisch. Die Geräte konnte man dann längere Zeit nicht benutzen, weil die keiner wieder zurückstellen konnte. Wir haben auch gegenseitig Reifen von unseren Rädern abgebaut und versteckt. Nach der Schule sind wir zum Fahrradparkplatz und dann ging die Sucherei los. Das war sehr amüsant.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Jakob Stiegler: Mit Kevin Hart, ein amerikanischer Schauspieler und Comedian. Mit dem könnte ich ein witziges Gespräch führen und auch viel von ihm lernen. Er stammt aus ziemlich ärmlichen Verhältnissen und ist durch harte Arbeit zu Erfolg gekommen.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Jakob Stiegler: Da gibt es zwei. "Du musst das und das tun." Wenn meine Mama mich an Pflichten erinnert oder dass ich mich darum kümmern soll, was ich studiere. Da kümmere ich mich schon selbst darum. Der andere ist: "Du kannst das nicht."

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Jakob Stiegler: Mein erstes Gehalt habe ich letztes Jahr im Sommer bekommen. Ich habe Ferienarbeit bei Siemens gemacht und mir meinen Auslandsaufenthalt in Australien finanziert. Ich war dort ein halbes Jahr, und ein paar Wochen in Neuseeland.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Jakob Stiegler: Bei Apfelstrudel, wenn ihn meine Omas machen. Aber ohne Vanillesoße und ohne Rosinen.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Jakob Stiegler: Ich schaue sehr selten Fernseh, manchmal schaue ich "Kitchen impossible" an. Mir macht Kochen relativ viel Spaß. Mein Lieblingsrezept sind Schinkennudeln. Die sind jetzt aber nicht so anspruchsvoll (lacht). "Bauer sucht Frau" oder "Deutschland sucht den Superstar", das kann ich gar nicht anschauen.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Jakob Stiegler: Es ist zur Zeit ziemlich schwierig, etwas mit Freunden zu machen. Deswegen versuche ich, jeden Tag etwas Sport zu machen. Joggen zum Beispiel. Ich habe auch ein kleines Hantel-Set zu Hause. Letzte Woche haben wir unseren Dachboden ausgeräumt, und ich verkaufe meine Spielsachen auf Ebay.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Jakob Stiegler: ... nichts ändern. Ich bin ziemlich zufrieden. Das einzige, was ich anders machen würde, ist, früher mit dem Handballspielen anzufangen. Ich bis spät erst dazu gekommen.

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