03.09.2019 - 20:00 Uhr
AmbergSport

Kein Wort zum Sport: Karl-Heinz Wagner

In unserer wöchentlichen Rubrik verrät der Trainer des FC Amberg, warum er in der Schule von einem Religionslehrer eine Watschn bekommen hat, und was er 1977 mit 1000 Mark machte.

Karl-Heinz Wagner, Trainer des FC Amberg.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Der 65-Jährige trainierte bereits zu besten Zeiten den FC Amberg und übernahm zu Saisonbeginn erneut den Verein. Beruflich war Wagner Hauptmann bei der Bundeswehr in der Amberger Schweppermannkaserne, leitete eine Großfahrschule mit 30 Fahrlehrern und 150 Schülern. Im Alter von 50 Jahren durfte er frühzeitig in Pension gehen, aktuell arbeitet er in Teilzeit beim TÜV als Führerscheinprüfer. Er lebt in Neumarkt.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Karl-Heinz Wagner: Ich bin glücklich, in der Oberpfalz zu Hause zu sein. Aus mehreren Gründen: Gutes Essen und viele Sportmöglichkeiten.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Karl-Heinz Wagner: Da müsste ich meine Frau fragen, die könnte es besser beurteilen (lacht). Ich habe Geduld, und ich will bei Entscheidungsfindungen zu Ergebnissen kommen. Ich hatte bei der Bundeswehr eine Führungsfunktion, da muss man entscheiden. Wenn ich mich mal festgelegt habe, dann stehe ich dazu.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Karl-Heinz Wagner: Einem falschen Freund vertraut zu haben. Da hatte ich finanziell erhebliche Einbußen. Mehr möchte ich nicht dazu sagen.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Karl-Heinz Wagner: Ich war als Kind schon Fußball-verrückt. Ich war 1860er-Fan. Rudi Brunnenmeier, der legendäre Stürmer des TSV 1860 München, das war mein Vorbild. Ich habe mir eine Autogrammkarte unterschrieben zurückschicken lassen, als sie 1966 Deutscher Meister waren. Heute bin ich kein Sechziger-Fan mehr. Ich sympathisiere mit den bayerischen Mannschaften, aber nicht mit einer bestimmten.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Karl-Heinz Wagner: Ich habe mal im Religionsunterricht einem Mädchen ein paar Offerten gemacht und nicht aufgepasst. Da hat mir der Religionslehrer eine Watschn gegeben. Das war 1965 oder 1966. Da waren Ohrfeigen noch erlaubt.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Karl-Heinz Wagner: Mit Franz Beckenbauer oder Uwe Seeler, die haben viel erreicht im Fußball. Oder Sepp Maier. Altgediente halt ...

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Karl-Heinz Wagner: "Passt scho." Aber nicht als höchstes Lob des Oberpfälzers, sondern wenn ich frage: "Hast du das schon erledigt?" Und wenn ich dann diese Antwort bekommt, und es passt nicht, dann könnte ich mich tierisch aufregen.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Karl-Heinz Wagner: Das waren damals 1000 Mark, davon habe ich 1977 einen Urlaub finanziert. Da sind wir nach Korfu geflogen. Einer der ersten Urlaube mit Flugzeug.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Karl-Heinz Wagner: Alle Variationen mit Eis, ich bin ein Eis-Esser. Am liebsten Kokosnuss-Eis.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Karl-Heinz Wagner: Serien wir "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" schaue ich überhaupt nicht. Den Tatort mit den Münsteranern, Jan Josef-Liefers und Axel Prahl, den schaue ich gerne. Die Dialoge finde ich gut.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Karl-Heinz Wagner: Mit dem Mountainbike in den Bergen mit meinen Freunden. Wir waren heuer auch wieder in den Dolomiten.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Karl-Heinz Wagner: ... nicht viel ändern. Ich bin grundsätzlich zufrieden mit meinem Leben.

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