07.05.2019 - 22:00 Uhr
AmbergSport

Kein Wort zum Sport: Richard Reisinger

In unserer wöchentlichen Rubrik verrät der Landrat des Landkreises Amberg-Sulzbach, was man bei einer Crème Brûlée beachten muss, damit sie ihm so richtig schmeckt, und warum "ein James Bond immer geht".

Richard Reisinger
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Seit 1. Mai 2008 ist Richard Reisinger (55) Landrat im Landkreis Amberg-Sulzbach und damit regelmäßig in dessen größte Breitensportveranstaltung eingebunden: den Landkreislauf, an dem jährlich zwischen 2500 und 3000 Läufer teilnehmen. Am Samstag, 11. Mai, wird er zum 12. Mal den Startschuss abfeuern. Und natürlich hinterher im Festzelt in Rieden die Pokale an die Sieger überreichen.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Richard Reisinger: Natürlich bei mir im Landkreis Amberg-Sulzbach! Und einmal im Jahr an der Nordsee oder/und in Frankreich.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Richard Reisinger: Auch wenn man sich bei der Beantwortung solch einer Frage dem Vorwurf der Selbstüberschätzung einhandeln kann, würde ich sagen, dass ich im Umgang mit heterogenen Gruppen mitunter durchaus kompromiss- und konsensstiftend sein kann.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Richard Reisinger: Das habe ich schon verdrängt. Bei nochmaliger Überlegung: Ich habe versäumt, das Schafkopfen richtig zu erlernen, das führt in einschlägigen sozialen Kreisen zu einer gewissen sozialen Isolation.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Richard Reisinger: Je nach Phase der Kindheit so ziemlich alle Fernsehhelden von Robin Hood, Pan Tau, Old Shatterhand oder Captain Kirk. Ein Politiker wollte ich hingegen nie sein.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Richard Reisinger: Das ist für einen ehemaligen Lehrer schon fast der Offenbarungseid. Da war nichts Sensationelles dabei. Das waren eher kleine lustige Episoden. Einem damals schon älteren Lehrer haben wir seine gesammelten Diamagazine umsortiert, das fand der überhaupt nicht lustig. Und an die Fragen einer Schulaufgabe sind wir auch mal rangekommen, da sind wir allerdings aufgeflogen.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Richard Reisinger: Posthum hätte ich das gerne getan mit Sir Peter Ustinov und Helmut Karasek, aktuell (wieder, da ich schon einmal die Gelegenheit hatte) mit Gerhard Polt, aber dann eine Mass Bier!

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Richard Reisinger: Wenn Grußwortredner ankündigen, dass sie nur ganz kurz und ein paar Sätze lang reden werden. Da ist dann meist schon das Gegenteil vorprogrammiert.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Richard Reisinger: Eine Siegprämie habe ich schon mal nie bekommen, da ich sportlich über die Bundesjugendspiele nicht hinausgekommen bin. Da es sich bei meinem ersten Gehalt um eine Ausbildungsvergütung handelte, konnte ich keine größere Anschaffung tätigen, das wurde für den „laufenden Lebensbetrieb“ benötigt.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Richard Reisinger: Nicht nur, weil ich gelernter Französischlehrer bin, sondern wohl auch Gourmet und Gourmand: Crème Brûlée (vor allem, wenn es französisch richtig geschrieben ist)

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Richard Reisinger: Für eine richtiggehende Pflichtsendung habe ich nicht die Zeit. Lediglich in der Weihnachtszeit erliege ich regelmäßig der Rührseligkeit des Kleinen Lords und der Weihnachtsgeschichte von Dickens. Mit Sendeformaten wie Cappricio versuche ich etwas Kultur zu tanken. Aber auch Gartensendungen wie Querbeet finde ich entschleunigend und ansprechend. Weiterzappe ich relativ schnell bei Sendungen wie Dschungelcamp, bei vermeintlichen Superstars, euphorischen Auswanderern oder bei Frauen suchenden Bauern, aber auch politische Talkshows interessieren mich wenig, denn damit bin ich ja schon beruflich nachhaltig bereichert. Gestehe aber gleichzeitig, dass ich dennoch so manch banalem Format nicht abgeneigt bin, so bleibe ich auch schon mal bei den Simpsons hängen. Und ein James Bond geht auch immer, schon allein deswegen, da ich auch berufsbedingt Freude daran habe, wenn das Gute siegt.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Richard Reisinger: Das ist eine Mischung aus Entspannung und Bewegung (ich wage das jetzt nicht Sport zu nennen). Darüber hinaus fühle ich mich bei klassischer Musik wohl und bin auch ein bekennender Gottesdienstbesucher. Das Mitwirken in meiner Heimatpfarrei ist meine spirituelle Tankstelle.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Richard Reisinger: ... vermutlich alles wieder so richtig und falsch machen, wie ich es gemacht habe.

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