14.05.2019 - 21:30 Uhr
AmbergSport

Kein Wort zum Sport: Ruslan Schönfeld

In unserer wöchentlichen Rubrik verrät der Trainer des Boxclubs Amberg, welche Nachspeise beim Griechen Pflicht ist, und warum er am Motorrad seines Lehrers die Zündkerzen wässerte.

Ruslan Schönfeld.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Vor knapp 20 Jahren kam Ruslan Schönfeld (42) aus Petropawlowsk/Kasachstan nach Amberg. Der ehemalige kasachische, russische und bayerische Meister im Halb-Mittelgewicht ist Trainer, seit 2007 auch Vorsitzender des Boxclubs Amberg und arbeitet als Sportlehrer an der Realschule und Montessorischule in Amberg.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Ruslan Schönfeld: In Deutschland, klar. Das war immer mein Traum. Wir kommen ja aus Kasachstan, aus Petropawlowsk, sind seit 2000 in Amberg. Hier gefällt es mir, hier bin ich glücklich.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Ruslan Schönfeld: Ich bin zuverlässig, zielstrebig und diszipliniert.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Ruslan Schönfeld: Einen "größten Fehler" habe ich eigentlich nicht gemacht.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Ruslan Schönfeld: Ich wollte schon immer sein wie mein Vater. Als Sportler und Trainer bin ich erfolgreicher. Als Mensch muss ich noch daran arbeiten, ihn zu erreichen. Da kann ich noch viel lernen von ihm.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Ruslan Schönfeld: Wir hatten einen strengen Sportlehrer, der immer mit dem Motorrad zur Schule kam. Da haben wir öfter die Zündkerzen ausgebaut und nass gemacht. Er musste dann zu Fuß nach Hause gehen. Das haben wir öfter gemacht. Aufgeflogen sind wir nie.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Ruslan Schönfeld: Fußball-Trainer Jürgen Klopp fasziniert mich. Er könnte mir bestimmt einige Tipps geben.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Ruslan Schönfeld: "Wir melden uns wieder bei Ihnen." Als Vereinsvorsitzender habe ich ja viel mit möglichen Sponsoren zu tun. Wenn ich diesen Satz dann höre, weiß ich, dass sie sich nicht mehr melden werden. Mir ist es lieber, wenn man mir die Wahrheit gleich ins Gesicht sagt.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Ruslan Schönfeld: Als junger Boxer habe ich in Russland ein großes internationales Turnier gewonnen. Die Siegprämie war ein zwölfteiliges Kaffee-Service. Das habe ich dann meinem Trainer geschenkt.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Ruslan Schönfeld: Ich mag sehr gerne das Galaktoboureko beim Griechen. Das ist ein Grießauflauf, dazu Vanilleeis...

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Ruslan Schönfeld: Fernsehen schaue ich nur sehr selten, bei Arbeit, Training und Wettkämpfen bleibt nur wenig Zeit. Ich informiere mich lieber über Zeitung und Internet. Ab und zu gehe ich aber mit meiner Tochter ins Kino.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Ruslan Schönfeld: Ich gehe sehr gerne in die Sauna. Einmal die Woche ist Pflicht. Schön heiß, 110, 115 Grad, dazu Aufguss und Quästen. Dabei wird sich mit aufgeweichten Birkenzweigen auf den Körper geschlagen. Das ist gut für die Durchblutung der Haut.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Ruslan Schönfeld: ...mehr Zeit mit der Familie verbringen. Ich war sehr viel mit meinen Boxern unterwegs. Vielleicht zu viel.

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