18.02.2020 - 16:47 Uhr
AmbergSport

Kein Wort zum Sport: Yvonne Schüll

In unserer wöchentlichen Rubrik verrät die Tennistrainerin des TC Rot-Weiß Amberg, warum sie sich als Schülerin einmal geweigert hat, das Arbeitszimmer ihres Vaters zu betreten, und warum sie als junge Erwachsene ganz scharf auf 55 PS war.

Yvonne Schüll.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Die gebürtige Regensburgerin wohnt seit ihrer Heirat vor 23 Jahren in Amberg. Die zweifache Mutter trainiert neben ihrem Hauptberuf als Zahntechnikerin vier Mannschaften des TC Rot-Weiß Amberg: Die Junioren und Juniorinnen 18, die Damen, bei denen sie selbst noch aktiv mitspielt, und einige der Knaben 16. Zur Kommunion bekam sie von ihren Eltern - beide Tennisspieler, der Vater auch Trainer – ihren ersten Schläger geschenkt, und seitdem ist sie dem Tennissport verbunden. Aber nicht nur sie, auch ihr Mann und ihre beiden Kinder spielen bei Rot-Weiß in Mannschaften.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Yvonne Schüll: Je älter ich werde, umso mehr genieße ich das Städtchen Amberg. Wir können von hier aus sehr schnell alles erreichen, was wir wollen. Ich fühle mich sehr wohl und habe gute Freunde gefunden.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Yvonne Schüll: Ich sehe alles recht positiv. Bei mir gibt es immer nur ein halbvolles Glas, und kein halbleeres. Und ich kann mich ganz schnell auf neue Situationen einstellen, ich finde immer eine Lösung.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Yvonne Schüll: Selbst wenn etwas schief gegangen ist, habe ich das Positive herausgezogen. Einen großen Fehler gibt es nicht.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Yvonne Schüll: Wie Steffi Graf. Ich habe damals schon Tennis gespielt, sie habe ich schon sehr als Idol angesehen.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Yvonne Schüll: Ich war eine sehr brave Schülerin. Ich hatte mal meinen Vater als Lehrer in Biologie. Da wollten meine Mitschüler, dass ich in sein Arbeitszimmer schleiche, und dass ich die Exen heraushole und weiter gebe, was er frägt. Das habe ich aber nicht gemacht, weil ich viel zu viel Respekt hatte.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Yvonne Schüll: Mit Steffi Graf und Ehemann Andre Agassi. Sie hat so viele Grand Slams gewonnen, war 377 Wochen an der Spitze der Frauen-Tennis-Weltrangliste. Sie war auch die einzige Deutsche, die den Golden Slam gewonnen hat (alle vier Grand-Slam-Turniere und Olympia-Gold in einem Jahr, Anm. d.Red.). Dass sie so bescheiden geblieben ist, trotz ihrer Wahnsinns-Erfolge. Und mit Ana Ivanovic mit Ehemann Bastian Schweinsteiger. Diese vier Sportler finde ich absolut sympatisch.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Yvonne Schüll: "Das kann ich nicht." Das gibt es bei mir nicht. Wenn es meine Kinder gesagt haben, oder meine Tennisschüler. Ich sage dann immer: Man muss es erst mal probieren, bevor man den Satz loswerden kann.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Yvonne Schüll: Ich habe auf ein Auto gespart. Das wurde dann ein blauer VW Golf mit 55 PS. Ich war so froh, dass ich vier Räder unter den Füßen hatte. Ich habe damals in Stamsried im Landkreis Cham gewohnt, weil mein Vater beruflich dorthin versetzt wurde. Mich hat es aber immer wieder nach Regensburg gezogen, ich wollte einfach flexibel sein. Das war für mich ganz wichtig.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Yvonne Schüll: Bei Kaiserschmarrn. Mit Puderzucker.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Yvonne Schüll: Grundsätzlich schaue ich nicht so viel fern. Ich habe nicht die Zeit dazu. Was ich überhaupt nicht mag, ist dieser Bachelor oder Deutschland sucht den Superstar. Wenn, dann schaue ich in der Mediathek Serien an. Bad Banks gefällt mir zur Zeit. Oder Babylon Berlin hat mir sehr gut gefallen.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Yvonne Schüll: Ich erhole mich beim Sport, beim Volleyball oder im Winter Skifahren. Ansonsten bin ich sehr gerne im Garten. Das ist für mich kein Stress. Ich habe sehr gerne viele Blumen. Anpflanzen, pflegen, den Garten umbauen. Ich habe einen sehr blühenden Garten.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Yvonne Schüll: ... nichts anders machen.

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