21.10.2018 - 21:00 Uhr
AmbergSport

Königstein zerlegt den Spitzenreiter

Der 14. Spieltag der Kreisliga Süd hat es in sich: Stürmer Udo Hagerer schockt den SC Luhe-Wildenau, Germania Amberg feiert ein besonderes Ereignis und in Vilseck muss Schlichts Stammtorwart verletzt vom Platz geführt werden.

Ein schöner Seitfallschuss des Hirschauer Elfmeter Torschützen Lukas Schärtl (links), abgeblockt durch Tim Lassmann (rechts hinten) und beobachtet durch Alexander Ram vom TuS Schnaittenach.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Nach einem Zusammenprall mit Oktay Türksever ist für Manuel Baumgärtner das Spiel beendet - und der Ersatzkeeper kassiert das einzige Tor des Derbys. In Amberg dürften fast die Sektkorken geknallt haben, denn nach knapp eineinhalb Jahren feierten die Germanen wieder einen Heimsieg. Der TSV Königstein trumpft auf, schießt mit 4:1 den Spitzenreiter Luhe-Wildenau von dessen eigenem Platz - und Udo Hagerer ist mit drei Treffern beteiligt.

TuS/WE Hirschau - TuS Schnaittenbach 1:1 (1:1)

Tore: 1:0 (14., Elfmeter) Lukas Schärtl, 1:1 (35.) Andreas Richter - SR: Lukas Schwendner (DJK Ensdorf) - Zuschauer: 200

(fdl) Beim Nachbarschaftsderby am Kirwa-Wochenende merkte man beiden Teams an, dass sie wollten - aber nicht konnten. Es entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel auf der Löschenhöhe, dass sich meist im Mittelfeld abspielte. Torraumszenen waren Mangelware. Typisch dafür das 1:0 durch einen Foulelfmeter, den Lukas Schärtl platziert verwandelte. 20 Minuten dauerte es, ehe Andreas Richter dann vor das Tor von Alexander Köck kam und mit dem 1:1 seine derzeitigen Torjägerqualitäten unterstrich. Auch nach der Halbzeitpause waren es vor allem Standardsituationen, die für Gefahr sorgten. Ab der 60. Minute wurden die Gastgeber dann stärker. Allein Lukas Schärtl kam mit seinen Sprints an der rechten Außenbahn dreimal gefährlich vor das gegnerische Tor. Sieger war aber immer Gästetorwart Jakub Richter, der gekonnt den Winkel verkürzte und kein Tor zuließ. In der 80. Minute hätte Marco Horn das Spiel entscheiden können. Unbedrängt schob er aber den Ball am Tor vorbei. Zum Schluss mussten sich dann beide Teams mit dem Remis zufrieden geben und konnten abends bei der Kirwafeier auf die gerechte Punkteteilung anstoßen.

SV Schmidmühlen - TuS Rosenberg 3:2 (1:0)

Tore:1:0 (39.) Simon Heller, 2:0 (52.) Alexander Graf, 2:1 (60.) Maximilian Eckert, 2:2 (70.) Phillip Witzel, 3:2 (82.) Maximilian Spies - SR: Thomas Schels - Zuschauer: 110

(fop) Durch eine taktisch disziplinierte Leistung erkämpfte sich der SV die nächsten drei wichtigen Punkte und rückt wieder auf Platz drei vor. Wie erwartet starteten die Gäste stark und hatten mehr Spielanteile. Insbesondere nach Ecken brannte es im Strafraum des SV nach einem Kopfball durch Maximilian Glöckner (12.), und in der 27. Minute, als SV-Keeper Maximilian Heller glänzend reagierte. Ab der 30. Minute hielt dann aber Schmidmühlen dagegen. Simon Heller war nach einer scharf getretenen Ecke zur Stelle und räumte den Ball über die Linie (39.). In der 43. Minute musste er dann auf der Linie für den bereits geschlagen Torwart retten, ehe wiederum nur eine Minute später Tobias Eichenseer aus 20 Metern nur Rosenbergs Latte traf. Alexander Graf erhöhte in der 52. Minute durch einen Freistoß aus spitzem Winkel auf 2:0. Dann kam wieder Rosenberg auf und nach einem weiten Ball lief Maximilian Eckert der SV-Abwehr davon und schob zum 2:1 ein (60.). Er stieß dabei unglücklich mit dem SV-Keeper Maximilian Heller zusammen, so dass erneut Andreas Lautenschlager zwischen die Pfosten musste. Schmidmühlen stand noch unter Schock, und prompt nutzte in der 70. Minute Phillip Wetzel die Unsicherheit zum 2:2. Doch dann fing sich die Mannschaft von Trainer Stefan Linz wieder und schlug zurück. Maximilian Spies nutzte eine der zahlreichen Chancen bei Kontern und netzte aus 20 Metern in der 82. Minute zum umjubelten Siegtreffer ein.

FV Vilseck - 1. FC Schlicht 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 (78.) Stefan Liermann - SR: Thomas Ehrnsperger (DJK Ensdorf) - Zuschauer: 440 - Rot: (35.) Petar Trifanov (Schlicht), grobes Foulspiel

(mc) Es war ein glücklicher Sieg für Vilseck, denn bis zum Platzverweis für Trifanov waren die Gäste die bessere Mannschaft. Matchwinner war neben dem Torschützen Stefan Liermann der Vilsecker Keeper Michael Ruppert, der einige sehr gute Möglichkeiten der Schlichter zunichte machte. Wie in der 19. Minute, als er Adrian Robinson in einer Eins-gegen-Eins-Situation den Ball vom Fuß nahm. Der 1. FC Schlicht bestimmte das Spiel, und die Hausherren mussten mehr verteidigen, als ihnen lieb war. Nach der roten Karte hatten die Vilsecker ihre erste Möglichkeit, als ein Schuss von Hermann Kohl zur Ecke abgefälscht wurde, und der anschließende Kopfball von Frederic Pröls an die Latte krachte. Man merkte nicht, dass die Gäste einen Mann weniger waren. Ruppert fischte einen Freistoß von Maximilian Kleinod aus dem Eck und lenkte einen zweiten des gleichen Spielers an die Latte. Dann die Entscheidung: Dominik Siebert spielte einen Steilpass auf Stefan Liermann, der den heraus eilenden Ersatzkeeper Sebastian Kurz mit einem Lupfer überwand - kurz vorher musste Schlichts Stammtorwart Manuel Baumgärtner vom Platz geführt werden, nachdem er mit Oktay Türksever zusammengeprallt war.

ASV Haselmühl - SV 08 Auerbach 3:0 (0:0)

Tore:1:0/2:0/3:0 (75./80./84.) Matthias Schmidt - SR: Moritz Fischer (Ebermannsdorf) - Zuschauer: 100

(pme) Die Partie begann recht hektisch und mit leichten Vorteilen für die Gäste, der ASV versuchte es mit Fernschüssen ohne jedoch erfolgreich zu sein. Etwa nach einer halben Stunde kam der SV 08 zweimal gefährlich vor das ASV-Tor, aber auch hier gab es nichts zählbares. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte hatten die Auerbacher zwei gute Chancen, welche ASV-Torwart Patrick Stiegler mit zwei Paraden entschärfen konnte. Als sich beide Mannschaften auf ein Unentschieden eingestellt hatten begannen die "Schmidt-Festspiele". Mit einem lupenreinen Hattrick entschied der kurz zuvor eingewechselte Matze Schmidt das Spiel. Als erstes hämmerte einen Freistoß von der 16-m-Linie ins rechte Tordreieck, das 2:0 erzielte er nach einem Konter mit einem flachen Schuss ins Gästetor. Nach einem Traumpass von Markus Barth konnte er für den Gästetorwart unhaltbar das 3:0 erzielen. Mit diesem Ergebnis wurde der Spielverlauf auf den Kopf gestellt und fiel auf jeden Fall etwas zu hoch aus.

SC Luhe-Wildenau - TSV Königstein 1:4 (1:2)

Tore: 0:1 (7.) Udo Hagerer, 1:1 (23.) Sebastian Urban, 1:2/1:3 (29./70.) Udo Hagerer, 1:4 (87.) Bernd Holzwarth - SR: Bernhard Hofmann (TuS Schnaittenbach) - Zuschauer: 150

Erste Krise in dieser Saison beim SC Luhe-Wildenau. Gegen den Tabellenvorletzten aus Königstein kassierte der Spitzenreiter eine deftige 1:4-Heimpleite, die zweite Niederlage in den letzten drei Partien. Die Begegnung lässt sich relativ leicht zusammenfassen. Vorne wurden zahlreiche gute Chancen teils fahrlässig vergeben oder vom guten Torwart pariert, und hinten lud man die TSV-Stürmer, allen voran Udo Hagerer, immer wieder zum Toreschießen ein. Bereits nach sieben Minuten durfte der Gästeanhang zum ersten Mal jubeln. Bei einem langen Ball verlor die SC-Abwehr Hagerer aus den Augen und dieser vollendete sicher aus 16 Metern. Eingeläutet von einer Chance von Köppl kam der Tabellenführer nach einer Viertelstunde besser in die Begegnung und hatte durch Tannhäuser und Argauer gute Gelegenheiten zum Ausgleich. Der gelang Kapitän Sebastian Urban nach 23 Minuten. Das Unentschieden stand aber nur für sechs Minuten auf der Anzeigetafel. Bei einer Flanke von links fühlt sich kein SC-Spieler verantwortlich, und Hagerer drückte den Ball aus fünf Metern über die Linie. Nach der Pause hatten Tannhäuser, Urban und Argauer gute Möglichkeiten zum Ausgleich. In der 70. Minute verlor der SC im Mittelfeld den Ball, Hagerer wurde in die Spitze geschickt, Broz und Schönberger konnten ihn nicht stoppen und der TSV-Angreifer ließ auch Frischholz im Tor keine Abwehrchance. Der dritte Treffer des Königsteiner Spielertrainers an diesem Tag. Holzwarth erhöhte in der 87. Minute sogar noch auf 4:1 aus der Sicht der Gäste.

Germania Amberg - DJK Utzenhofen 2:0 (1:0)

Tore:1:0 (44., Foulelfmeter) Florian Danzer, 2:0 (80.) Fabian Vitzthum - SR: Johann Bauer (DJK/SpVgg Rohr) - Gelb-Rot: (82.) Julian Weigl (Germania), wiederholtes Foulspiel - Zuschauer: 100

(tne) Den ersten Heimsieg seit Mai 2017 und gleichzeitig den ersten Saisonsieg feierten die Germanen zum Rückrundenauftakt gegen die DJK Utzenhofen. Die Hausherren standen von Beginn an tief in der eigenen Hälfte und überließen den Gästen die Spielinitiative. Die fanden aber gegen die gut sortierte Germanendefensive kein Mittel und so waren Chancen Mangelware. Die Germanen ihrerseits versuchten durch schnelle Konter zum Erfolg zu kommen. Die erste Gelegenheit der Partie hatten die Gastgeber, als DJK-Torwart Christoph Vögerl einen Schuss von Andreas Huber und den Nachschuss von Florian Danzer entschärfte. Kurz vor der Pause entschied Schiedsrichter Johann Bauer nach einem Rempler gegen Florian Danzer auf Strafstoß. Der Germanentorjäger trat selbst an und verwandelte eiskalt. Kurz nach dem Seitenwechsel hätten die Hausherren ihre Führung beinahe ausgebaut, doch ein Fernschuss von Julian Weigl landete am linken Pfosten. Zehn Minuten vor dem Ende nutzte Fabian Vitzthum einen Konter der Hausherren zur Entscheidung, als er frei vor Christoph Vögerl einschob. In den Schlussminuten wurde es dann nochmal hitzig, da dem bis dahin guten Schiedsrichter das Spiel völlig entglitt. Zuerst ließ er ein Tätlichkeit von Utzenhofens Markus Graf ungeahndet, dann schickte er Julian Weigl nach zwei Fouls hintereinander mit der Ampelkarte vom Platz. Nach insgesamt sechs Minuten Nachspielzeit war es dann aber vollbracht und die Germanen konnten endlich ihren Heimfluch beenden.

SV Freudenberg - 1. FC Rieden 2:1 (1:0)

Tore:1:0/2:0 (35./56.) Jannik Wagner, 2:1 (65.) Daniel Grabinger - SR: Sebastian Seidl (VfB Rothenstadt) - Zuschauer: 130

(koa) In der 20 Spielminute bot sich nach einem Abwehrfehler Martin Luschmann die Chance seine Farben in Führung zu schießen, als er plötzlich allein vor SV-Keeper Meiler auftauchte. Dieser entschärfte in gewohnter Manier. In der 36. Minute die Führung für die Hausherren. Im Mittelfeld wurde der Ball erkämpft und im Anschluss spazierte Jannik Wagner durch die Riedener Abwehr und schob gekonnt zum 1:0 ein. Im Anschluss hatte Rieden nach einer Ecke die Chance zum 1:1, als ein Spieler frei stehend zum Kopfball kam. Die zweite Halbzeit begann sehr hektisch und zerfahren. In der 56. Minute gelang der Heimelf etwas überraschend das 2:0, als erneut Jannik Wagner aus 25 Metern die Kugel rechts unten einschoss. In der 65. Spielminute kam Rieden zum verdienten Anschlusstreffer durch Daniel Grabinger, der einen Abpraller aus elf Metern einschob. Danach entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor, Freudenberg konnte kaum noch für Entlastung sorgen. In der 88. Minute die große Chance für die endgültige Entscheidung, als Wagner allein auf Feigl zulief, sich aber den Ball etwas zu weit vorlegte. So mussten die SV-Anhänger bis zum Schluss zittern, ehe der knappe Heimsieg gegen nicht aufsteckende Gäste feststand. Ein größeres Geschenk hätten die Spieler ihrem Trainer Gebhard Hauer zum 60. Geburtstag nicht machen können.

 

 

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