04.03.2021 - 18:57 Uhr
AmbergSport

Kommentar: Der BFV muss handeln - Saisonabbruch jetzt

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Nach den geplanten Lockerungen für den Amateursport rückt ein fairer Wettbewerb bei den Fußballern in weite Ferne. Deshalb hat der Bayerische Fußball-Verband nur mehr eine Möglichkeit. Ein Kommentar von Sportchef Alfred Schwarzmeier.

Es ist an der Zeit für den BFV, die Saison abzubrechen, kommentiert Alfred Schwarzmeier.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil
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Wer auf eine Öffnungswelle für den Amateursport gesetzt hatte, muss enttäuscht sein. Die von der Politik beschlossene Koppelung von Lockerungen an Inzidenzwerte bedeutet vor allem eines: Es wird sich in Sachen Sport eine Zweiklassengesellschaft zementieren. Hier die Landkreise und Städte mit einer Dauerinzidenz unter 50, in denen ab 22. März im Freien munter Kontaktsport ohne Auflagen betrieben werden darf. Und dort jene Corona-gebeutelten Regionen, in denen Mannschaftstraining noch lange ein Fremdwort bleiben wird.

Dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) schwimmen nun die Felle davon. Das seit einem Jahr propagierte Ziel, die Saison 2019/20 bis spätestens 30. Juni 2021 zu Ende zu bringen, ist mittlerweile nicht mal mehr am Horizont erkennbar. Manche Mannschaften wie der SV Schwarzhofen in der Bezirksliga Nord haben noch bis zu 12 Punktspiele zu absolvieren. Wie soll das gehen, da der Landkreis Schwandorf aktuell eine Inzidenz von 190 aufweist und ein Trainingsstart somit in den Sternen steht? Ganz zu schweigen von der Chancengleichheit. Beispiel Bayernliga Nord: Stand heute könnte der Würzburger FV (Inzidenz 46) in zwei Wochen zum Trainieren beginnen, die DJK Gebenbach im Kreis Amberg-Sulzbach (Inzidenz 175) muss dagegen wohl bis anno dazumal die Beine baumeln lassen.

Der BFV sollte nun endlich die Realitäten erkennen, über seinen Schatten springen und die Saison 2019/20 unverzüglich abbrechen. Die Fußballvereine brauchen Planungssicherheit. Und die ist längst nicht mehr gegeben.

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