An Spieltag Nummer sieben in der Kreisliga Süd Amberg/Weiden steht ein Kellerduell im Fokus: Die DJK Ursensollen erwartet die SpVgg Schirmitz, Vorletzter gegen Drittletzter (Sonntag, 6. September, 15.15 Uhr). "Verlieren ist ja fast schon verboten", verkündet Thomas Kotzbauer. Der Spielertrainer der DJK will unbedingt die Abstiegszone mit seiner Mannschaft verlassen, dazu sei ein Dreier notwendig. Warum der letztjährige Aufsteiger heuer so weit unten steht, erklärt Kotzbauer mit etlichen Personalproblemen: "Wenn pro Spieltag fünf, sechs Spieler fehlen, dann ist es extrem schwer, das aufzufangen."
Die Ergebnisse passen nicht
Dennoch sei man keineswegs so schlecht, wie die Ergebnisse vermuten lassen. "Das 1:5 in Königstein letzte Woche liest sich hart, aber wir waren bis zum 0:1 fast die bessere Mannschaft. Aber jeder Angriff von ihnen war ein Tor", resümiert Kotzbauer. Nur zwei Unentschieden hat Ursensollen bisher erreicht, gegen die SpVgg Schirmitz soll die Trendwende her. Denn die Personalsituation werde langsam besser. Einfach werde es nicht, denn der DJK-Spielertrainer glaubt an eine gewisse Qualität beim Gegners: "Die Hälfte ihres Kaders stammt noch aus der Bezirksligazeit, die werden uns alles abverlangen." Eine Niederlage wäre aber noch kein Beinbruch, denn dafür sei es noch früh in der Saison, denn: "Wir spielen schon gut, nur die Ergebnisse passen noch nicht."
Torflaute trotz Überlegenheit
Auch nicht ohne ist die Begegnung (Freitag, 4. September, 19 Uhr) zwischen dem FV Vilseck (5 Punkte) und dem SC Luhe-Wildenau II (4). Beide stehen knapp vor der Abstiegsrelegationszone, beide können mit dem bisherigen Abschneiden nicht zufrieden sein. "Wir kassieren gegen Schirmitz nach fünf Minuten ein Tor durch einen Foulelfmeter und schaffen es nicht, uns für unser Spiel zu belohnen", ärgert sich Tobias Graßler. Der Trainer des FV Vilseck sah seine Mannschaft klar überlegen - aber die Punkte waren wieder mal weg. "Kopf frei kriegen und zum Erfolg kommen", heißt die Devise gegen den SC Luhe-Wildenau II. Denn "am Fußballerischen liegt es nicht. Wir sind oft in allen Belangen überlegen, aber wir schießen kein Tor. Im Training reißen sich alle den Arsch auf, aber in den Spielen ist der Wurm drin".
Der Meister erwartet seinen Vize - die SG Traßlberg/Poppenricht holte in der Kreisklasse 2025/26 den Titel, die DJK Ensdorf lief als Zweiter durchs Ziel. Jetzt, am Sonntag (15 Uhr), treffen sich beide zum Duell der Aufsteiger wieder, eine Liga höher. Im Hinspiel vergangene Saison fertigte Traßlberg/Poppenricht - trotz Unterzahl - die DJK Ensdorf mit 4:0 ab. Die zweite Begegnung endete 3:3 - und mit einer Feier der Spielgemeinschaft: "In Ensdorf sind wir beim Unentschieden Meister geworden", erinnert sich Ilker Caliskan, der Trainer der SG. Ein bisschen Respekt habe er schon vor der Mannschaft von Trainer Oliver Eckl, die mit einem furiosen Endspurt verganene Woche beim 1. FC Rieden noch ein 3:3 holte. Über das Ergebnis am kommenden Sonntag möchte Caliskan nicht spekulieren ("Ich habe keine Glaskugel"), aber sein Ziel ist klar: "Wir wollen immer gewinnen, wir wollen nicht verlieren. Egal wie es ausgeht, Hauptsache, wir gewinnen", sagt Calikan.
TuS/WE Hirschau klarer Favorit
Interessant wird das Spiel im Lauterachtal, wenn der Ex-Tabellenführer SV Schmidmühlen den langsam in Fahrt kommenden TSV Königstein erwartet (Samstag, 5. September, 15.30 Uhr). Ebenso wie die Begegnung TuS Rosenberg mit dem 1. FC Rieden, der in der Tabelle nach dem Remis gegen die DJK Ensdorf etwas abgesackt ist auf Rang acht. Der neue Tabellenführer FC Edelsfeld erwartet den SV Freudenberg, auf dem Papier scheint die Sache klar zu sein mit Vorteil FC. Noch klarer dürfte die Angelegenheit für den TuS/WE Hirschau werden, der im Sportpark in Hirschau das Schlusslicht VfB Rothenstadt empfängt. Denn der Tabellenletzte wartet sowohl auf den ersten Punkt der Saison - und auch auf das erste Tor: 0:25 lautet die bisherige Trefferbilanz.



















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