Amberg
26.10.2026 - 16:01 Uhr
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Kreisliga Süd: Viele "dicke Bretter", aber keine Tore im Spitzenspiel

Tabellenführer TuS Rosenberg muss sich mit einem 0:0 beim SV Schmidmühlen begnügen. Die SpVgg Schirmitz verlässt die Abstiegszone, und die Spieler der DJK Ensdorf sind total frustriert nach der Partie beim TSV Königstein.

„Das war ein 0:0 der besseren Sorte“, zieht Alexander Greger ein kurzes Resümee zum Top-Spiel in der Kreisliga Süd Amberg/Weiden zwischen dem Tabellenzweiten SV Schmidmühlen und dem Spitzenreiter TuS Rosenberg. Ohne Tore endete die mit Spannung erwartete Partie vor nur rund 120 Zuschauern, da Dauerregen und heftiger Wind „mit Sicherheit einige Fans abgeschreckt haben, zu kommen“, glaubt der Trainer des SV Schmidmühlen.

Gregers Truppe hätte in der ersten Halbzeit locker in Führung gehen können oder sogar müssen, denn Schmidmühlen hatte „vier, fünf richtig dicke Bretter“, um ein paar Tore zu schießen. „Ein Pfostenschuss, zweimal allein vor dem Torwart und zweimal hat Rosenberg in höchster Not geklärt“, beschreibt Greger die Überlegenheit seiner Mannschaft.

Aber auch: Der TuS Rosenberg habe einen Kopfball an den Pfosten gesetzt – eine dicke Chance der Gäste. Dennoch sei der SV Schmidmühlen unter dem Strich klar besser gewesen und habe mehr Chancen gehabt. In Abschnitt zwei sei das Spiel dann ausgeglichen gewesen, so Greger. Er glaube, dass beide Mannschaften mit dem Ergebnis zufrieden gewesen seien. Keiner habe verlieren wollen, deswegen sei die Partie dann eher von Taktik geprägt gewesen – aber ohne langweilig zu werden.

Mit einer Punkteteilung endete die Begegnung, aber ein Punkt spreche für Schmidmühlen: „Der direkte Vergleich gehört jetzt uns aufgrund des Sieges im ersten Spiel.“ Der TuS Rosenberg führt weiter mit 34 Zählern die Liga an, gefolgt vom SV Schmidmühlen (31).

Bis zur 92. Minute geführt

„Das war schon unheimlich bitter, alle waren frustriert und traurig, dass wir da nichts geholt haben“, sagt Oliver Eckl, der Trainer der DJK Ensdorf. Bis in die Nachspielzeit lag seine Mannschaft mit 2:1 beim haushohen Favoriten TSV Königstein vorne – dann ging’s rund. Erst glich Kai Fischer in der 92. Minute zum 2:2 aus, anschließend versetzte der Top-Torjäger der Liga, Simon Lederer, mit dem 3:2 in der 95. Minute den Ensdorfern den endgültigen K.o.-Schlag. Und das, obwohl die Hausherren in den letzten Minuten mit einem Mann weniger auf dem Platz waren: Jakob Guttenberger musste mit Rot (90.) vom Platz, weil er in der Hitze des Gefechts einen Spieler der DJK Ensdorf geschubst hatte.

Unter dem Strich sei der Sieg des TSV Königstein aber verdient gewesen, so Eckl, da der Tabellendritte etliche gute Chancen versemmelte. „Und wir machen in der ersten Halbzeit zwei Tore. Wir haben es geschafft, aus wenig viel zu machen“, erklärt der Ensdorfer Trainer. Er sei trotz der Niederlage sehr zufrieden, da man das „Gesamtpaket“ sehen müsse. Eckl muss inzwischen fast eine ganze Mannschaft ersetzen, fünf, sechs Spieler kommen aus der Reserve, die in der A-Klasse kickt.

„Wenn ich aber sehe, dass wir hier das Spiel beim TSV Königstein bis zur letzten Minute offen gestalten können, dann muss ich das honorieren und positiv sehen.“ Vom ersten Spieltag an sei für ihn klar gewesen, dass es für die DJK Ensdorf um den Klassenerhalt gehe. Der Start sei top gewesen, aber mit einem anderen Personal: „Wer weiß, was möglich gewesen wäre, wenn wir in der gleichen Besetzung hätten durchspielen können.“

Spiel gedreht

Mit 3:2 schlug die SpVgg Schirmitz den 1. FC Rieden – der zweite Saisonsieg war’s. Hochverdient, sagt Moritz Lang, der Trainer der SpVgg. Im ersten Abschnitt kassierte seine Mannschaft zwei seiner Meinung nach vermeidbare Tore und lag zur Pause 0:2 zurück. Aber dann: „Ich habe drei offensive Spieler gebracht, und in der zweiten Halbzeit waren wir drückend überlegen.“ Seine Mannschaft habe auch in der Höhe verdient gewonnen und hätte auch noch ein viertes Tor schießen können. Kai Stauß, ein Jugendspieler, holte einen Elfmeter heraus, den Michael Sollfrank zum 1:2-Anschlusstreffer verwandelte.

Binnen 15 Minuten drehte die SpVgg Schirmitz die Partie, und Kai Stauß sorgte mit dem Treffer zum 3:2 für den umjubelten Sieg. „Wir sind jetzt vier Spieltage ungeschlagen, und so wollen wir weitermachen. Die Stimmung ist gut, der Einsatz ist da. Es geht bergauf“, zieht Moritz Lang ein positives Fazit des Spiels und der vergangenen Wochen. Die SpVgg Schirmitz steht am 14. Spieltag zum ersten Mal auf Rang elf vor der Rotlichtzone, zuvor verharrte die Mannschaft immer auf einem Abstiegsrelegationsplatz.

Neun Tore in Vilseck

Eine äußerst unterhaltsame Partie lieferten sich der FV Vilseck und der TuS/WE Hirschau mit neun Toren, Vilseck blieb mit 5:4 der Sieger. Sehr knapp mit 1:0 gewann der SV Freudenberg die Begegnung beim SC Luhe-Wildenau II und schickte diesen auf einen Abstiegsrelegationsplatz. Wie auch das Hinspiel (6:0) gewann der Aufsteiger SG Traßlberg/Poppenricht das Rückspiel beim Schlusslicht VfB Rothenstadt deutlich mit 4:0. Die DJK Ursensollen bleibt Vorletzter nach der 1:2-Niederlage gegen den FC Edelsfeld.

FV Vilseck – TuS/WE Hirschau 5:4 (2:3)

Tore: 1:0 (4.) Dominik Rudlof, 2:0 (14.) Simon Liermann, 2:1 (21.) Marco Horn, 2:2 (37.) Martin Freimuth, 2:3 (37.) Marco Horn, 3:3 (56.) Lukas Federer, 4:3 (59./Elfmeter) Marcel Suttner, 5:3 (60.) Simon Liermann, 5:4 (67./Eigentor) Dominik Rudlof – SR: Theo Edenharter – Zuschauer: 180

SC Luhe-Wildenau II – SV Freudenberg 0:1 (0:0)

Tore: 0:1 (73.) Michael Bischof – SR: Christoph Späth – Zuschauer: 100

VfB Rothenstadt – SG Traßlberg 0:4 (0:3)

Tore: 0:1 (22.) Sebastian Scharl, 0:2 (25.) Thomas Behrend, 0:3 (36.) Johann Henschke, 0:4 (88.) Edeuard Ungureanu – SR: Klaus Seidl – Zuschauer: 20

DJK Ursensollen – FC Edelsfeld 1:2 (1:1)

Tore: 0:1 (13.) Patrick Dehling, 1:1 (34.) Manuel Strobl, 1:2 (67.) Stefan Schoener – SR: Erdogan Sahinbay – Zuschauer: 43

SV Schmidmühlen – TuS Rosenberg (0:0)

SR: Stefan Ebensberger – Zuschauer: 120

SpVgg Schirmitz – 1. FC Rieden 3:2 (0:2)

Tore: 0:1 (33.) Tim Troidl, 0:2 (43.) Michael Fleischmann, 1:2 (58./Elfmeter) Michael Sollfrank, 2:2 (67.) Paul Koller, 3:2 (73.) Kai Stauß – SR: k.A – Zuschauer: 60

TSV Königstein – DJK Ensdorf 3:2 (1:2)

Tore: 0:1 (23.) Tobias Wein, 0:2 (38.) Dominik Siebert, 1:2 (45.) Jakob Guttenberger, 2:2 (90.) Kai Fischer, 3:2 (90.) Simon Lederer – SR: Samuel Schrag – Zuschauer: 150 - Rot: (90.) Jakob Guttenberger (TSV Königstein)

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