04.11.2018 - 20:23 Uhr
AmbergSport

Latte verhindert Derbysieg

Vor einer Woche war es die 90., jetzt die 86. Minute: Der SC Luhe-Wildenau entwickelt sich zum Spezialisten für späte Siegtreffer. Das Nachbarduell zwischen Schmidmühlen und Rieden ist es diesmal unspektakulärer als in der Vorrunde.

Die 1:0-Führung für Schmidmühlen durch den nach vorne gewechselten Innenverteidiger Simon Heller (Zweiter von rechts). Mit ihm jubelt Mittelstürmer Maximilian Spies (Mitte links), während die Riedener Spieler enttäuscht dreinblicken.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Mit 6:5 gewann Mitte August der SV Schmidmühlen, dazu gab es zwei Gelb-Rote, eine Rote Karte und zwei Elfmeter. Diesmal gab es nur zwei Tore, einen Platzverweis - und zwei Lattentreffer. Seinen Vier-Punkte-Vorsprung an der Spitze der Fußball-Kreisliga Süd verteidigte der SC Luhe-Wildenau durch den 1:0-Sieg gegen den SV 08 Auerbach. Verfolger FV Vilseck genügte im Spiel gegen den TSV Königstein ebenfalls ein Treffer. Schlusslicht bleibt der SC Germania Amberg, der beim ASV Haselmühl klar verlor.

1. FC Schlicht - TuS Rosenberg 3:1 (2:0)

Tore:1:0 (22.) Adrian Robinson, 2:0 (35.) Jaroslav Filinger, 2:1 (47.) Christoph Bäumler, 3:1 (83.) Felix Willax - SR: Önder Sariaydin (Neunhof) - Zuschauer: 110 - Besonderes Vorkommnis: (70.) Sebastian Moser (TuS) hält Foulelfmeter

(ct) Beide Mannschaften legten gleich mächtig los und es ging munter hin und her. Nach einer Viertelstunde aber übernahm die Heimelf klar das Kommando und beherrschte das Spiel nun sicher. Verdienter Ausdruck dafür war die 2:0-Pausenführung. Beim 1:0 nahm Adrian Robinson einen langen Ball von Fabian Vater wunderbar an, ließ einen Gegenspieler aussteigen und traf mit einem Flachschuss ins lange Eck. Das zweite Tor bereitete Norbert Braun sehr routiniert vor, indem er sich im Strafraum geschickt durchwühlte. Seine präzise Flanke wuchtete Jaroslav Filinger unhaltbar ins Netz. Nach der Pause kamen die Gäste mit einer ganz anderen Körpersprache aus der Kabine und erzielten auch prompt durch Christoph Bäumler den Anschlusstreffer. Sie blieben dann zunächst auch weiterhin am Drücker, da der FCS nun ziemlich den Faden verlor, die Zweikämpfe nicht mehr gewann und sich zahlreiche Fehler erlaubte. Erst nach etwa 20 Minuten kam man wieder besser in die Begegnung und gestaltete das Spiel ausgeglichen. Als der durchgebrochene Max Kleinod im Strafraum von den Beinen geholt wurde, vergab Robinson mit einem schwach geschossenen Elfmeter die Entscheidung. Diese fiel dann erst kurz vor Schluss, als ein Freistoß von Kleinod vor den Füßen von Filinger landete, der den Überblick behielt und flach nach innen passte, wo Felix Willax keine Mühe hatte einzuschieben.

SC Luhe-Wildenau - SV 08 Auerbach 1:0 (0:0)

Tor:1:0 (86., Foulelfmeter) Nico Argauer - SR:Anna-Lena Mayer (VfB Thanhausen) - Zuschauer:120

(sht) Der Tabellenführer begann furios und hatte bereits in der ersten Minute den ersten Hochkaräter, doch Tannhäuser scheiterte an Gebsattel und auch den Nachschuss klärte der Auerbacher Torhüter. Der reagierte in der 16. Minute erneut zweimal glänzend. Kurz vor der Pause hatten die Gäste im Anschluss an eine Ecke ihre erste Torchance durch einen Kopfball.

In der zweiten Hälfte drängten die Gastgeber die Auerbacher noch weiter zurück, kamen aber zu keinen gefährlichen Möglichkeiten mehr. Die Bergstädter verstanden es mit sehr viel Einsatz und Herzblut, den Tabellenführer auf Distanz zu halten. In der 84. Minute kam Urban im Strafraum zu Fall und bekam den erhofften Strafstoß. Trotz heftiger Proteste über den umstrittenen Pfiff ließ sich Argauer diese Gelegenheit nicht entgehen und brachte seine Mannschaft mit 1:0 in Führung. In der geringen Restspielzeit verstärkten die Auerbacher die Offensive, boten gleichzeitig aber auch Räume für Konter.

SV Freudenberg - TuS Schnaittenbach 4:2 (2:1)

Tore:0:1 (5.) Matthias Reiß, 1:1 (18.) Johannes Dotzler, 2:1 (23.) Michael Bischof, 2:2 (56.) Fabian Hirmer, 3:2/4:2 (75., Foulelfmeter/89.) Johannes Dotzler - SR:Alexander Nistschuk (SVL Traßlberg) - Zuschauer: 150 - Gelb-Rot: (87.) Matthias Reiß (TuS)

(koa) Den SV Freudenberg glückte die Revanche für die Hinspielniederlage und hat nun zwölf Punkte Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz. Nach einem Sieg sah es aber lange nicht aus. Die Gäste gingen bereits in der 8. Minute durch Matthias Reiß in Führung. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass sich Freudenberg über die gesamten 90 Minuten keine Torchance aus dem Spiel erarbeiten konnte. An diesem Tag mussten die Standardsituationen helfen, um den siebten Heimsieg zu landen. Den Ausgleich markierte Johannes Dotzler per Freistoß, und als Michael Bischof in der 23. Minute ebenfalls per Freistoß aus 40 Metern den SVF in Führung schoss, wähnten sich die Hausherren fast schon in Sicherheit. Doch nach dem Wechsel erzielte Schnaittenbachs Spielertrainer Fabian Hirmer (56.) den verdienten Ausgleich. Freudenberg fiel nicht viel ein, um den Gast in Verlegenheit zu bringen. Der Dosenöffner in diesem Spiel war ein an Freudenbergs Mittelstürmer Michael Schlegl verursachter Foulelfmeter, den Johannes Dotzler (75.) sicher verwandelte. Auch für den Endstand zeichnete sich der "König des ruhenden Balles", Kapitän Dotzler, verantwortlich, als er per Freistoß zum 4:2 traf.

SV Schmidmühlen - 1. FC Rieden 1:1 (1:0)

Tore:1:0 (24.) Simon Heller, 1:1 (58.) Daniel Humml - SR:Hans Mayer - Zuschauer:250 - Gelb-Rot: (80.) Daniel Grabinger (FC)

(fop) Ganz anders als im Hinspiel war Schmidmühlen diesmal von Beginn an hellwach und erarbeitete sich zahlreiche Chancen. In der 5. Minute verzog Maximilian Spies alleine vor dem Gästetorhüter, eine Minute später setzte Alexander Graf einen Freistoß an die Latte. In der 11. Minute vertändelte Konstantin Wolf eine Vorlage des überzeugenden Michael Müller. Nahe am Verzweifeln war man beim Gastgeber, als in der 15. Minute Alexander Graf erneut die Latte anvisierte, der Ball aber danach deutlich vor der Linie aufsprang. Die Erlösung dann in der 24. Minute, als Simon Heller nach einer Ecke zum 1:0 einköpfte. Bis zur Halbzeit blieb SV-Torhüter Maximilian Heller weiter beschäftigungslos, während Schmidmühlen noch bei Chancen von erneut Alexander Graf und Maximilian Spies erhöhen hätte können. Nach der Pause war der FC Rieden um den Ausgleich bemüht. In der 55. Minute ließ sich Sven Florek zu weit abdrängen und verzog aus spitzem Winkel. In der 59. Minute entwischte Daniel Hummel der Schmidmühlener Abwehr und erzielte mit einem Volleyschuss das 1:1. Danach war es ein offenes Spiel, welches der Gastgeber nach der Gelb-Roten Karte für Daniel Grabinger (80.) durchaus noch für sich entscheiden hätte können. Insgesamt waren es aber die vergebenen Chancen aus der ersten Hälfte, die den möglichen Dreier verhinderten.

ASV Haselmühl - Germania Amberg 6:1 (4:1)

Tore:1:0 (12.) Stefan Nörl, 2:0/3:0 (18./43.) Matthias Schmidt, 3:1 (45., Foulelfmeter) Iwan Riel, 4:1 (45.+3) Daniel Ibler, 5:1 (52.) Contrill Smith, 6:1 (71.) Markus Barth - SR:Sven Ertel -Zuschauer:100

(pme) Ein Auftakt nach Maß gelang dem ASV Haselmühl durch zwei schnelle Tore von Stefan Nörl per Kopf und Torjäger Matze Schmidt. Somit war gleich für klare Verhältnisse gesorgt. Schmidt war mit seinem zweiten Treffer in der 43. Minute auch für die frühe Vorentscheidung verantwortlich. Zwar gelang Germania per Foulelfmeter der Anschlusstreffer, aber sofort im Gegenzug stellte Daniel Ibler mit dem 4:1 den Abstand wieder her. In der zweiten Hälfte verflachte das Spiel. Bei den Gästen war kein Aufbäumen zu erkennen, der ASV verwaltete die Führung ohne Probleme und schraubte das Ergebnis durch Tore von Contrill Smith und Markus Barth auf 6:1.

FV Vilseck - TSV Königstein 1:0 (1:0)

Tor:1:0 (28.) Dominik Siebert - SR: Andreas Basler (Hirschau) - Zuschauer: 230 - Gelb-Rot: (90.+1) Johannes Schornbaum (TSV) - Besonderes Vorkommnis:(21.) Thomas Bunzel (TSV) hält Handelfmeter von Stefan Liermann

(mc) Schon in der 2. Minute setzte Oktay Türksever den Ball aus dem Gewühl heraus gegen den Pfosten des Königsteiner Kastens. Dann köpfte Stefan Liermann eine Flanke von Herbrich knapp neben das Tor und kurz darauf hielt TSV-Schlussmann Bunzel bravourös einen scharf geschossenen Handelfmeter von Liermann. Obwohl sich die Gäste nicht versteckten und voll nach vorne spielten, kamen sie immer wieder durch die schnellen Angriffe der Vilsecker in Bedrängnis, Einen nutzte Dominik Siebert zum 1:0. FV-Schlussmann Michael Ruppert zeigte danach sein ganzes Können, als er einen Schuss von Udo Hagerer reaktionsschnell entschärfte. In der zweiten Hälfte drückten die Gäste noch mehr. Doch die Chancen hatten die Hausherren. Allein Stefan Liermann hätte bis zur 60. Minute alles klar machen können, doch verzweifelte er am Königsteiner Torhüter, der gut angesetzte Kopfbälle und Schüsse des Vilsecker Sturmführers entschärfte. Die Hausherren ließen dann etwas nach und Königstein hatte bis zum Schlusspfiff die optische Überlegenheit. Chancen konnten sie sich jedoch keine erspielen, dafür stand diesmal die Vilsecker Defensive um Torwart Ruppert zu sicher.

TuS/WE Hirschau - DJK Utzenhofen 3:0 (2:0)

Tore:1:0 (4.) Maximilian Heinrich, 2:0 (9., Foulelfmeter) Philipp Falk, 3:0 (78.) Marco Horn - SR:Christoph Busch (SpVgg Vohenstrauß) - Zuschauer:119 - Gelb-Rot:(65.) Mario Augsberger (DJK) - Besonderes Vorkommnis:(78.) Martin Freimuth (TuS/WE) verschießt Foulelfmeter

(cgh) Fast aufs Ergebnis genau wäre die Revanche für die Hinspielniederlage in Utzenhofen gelungen, der TuS/WE nimmt aber auch dieses 3:0 gerne so mit. Gegen eine schwache Gästetruppe, die zu keiner Zeit ihre Tabellenposition bestätigen konnte, fuhren die Kaoliner völlig verdient den siebten Saisonsieg ein und festigen ihren Platz im gesicherten Mittelfeld. Die beiden frühen Treffer der Hausherren durch Maximilian Heinrich (4.) und einen Foulelfmeter von Philipp Falk (9.) waren Gift für die Rascher-Truppe, die gegen kampfstarke und dieses Mal auch spielstarke Kaoliner schlichtweg nicht stattfanden. Spätestens bei der von Abwehrchef Hubert Heckmann exzellent organisierten Viererkette des TuS/WE war Endstation für die DJK. Martin Freimuth leistete sich nach 72 Minuten gar den Luxus, einen erneuten Foulelfmeter nicht zu verwandeln, die Entscheidung besorgte dann kurz darauf Marco Horn, der nach Vorlage von Benedict Bogner eiskalt vor dem Gästetor blieb.

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