22.04.2019 - 21:24 Uhr
AmbergSport

Platztausch im Keller der Kreisliga Süd

Ob glücklich oder nicht - danach fragt keiner mehr, solange das Resultat passt. Für Königstein hat es gepasst, mit dem 2:0-Erfolg über den SV 08 Auerbach zieht der TSV vorbei. Ein Mann macht den Unterschied.

Während der Schmidmühlener Mittelstürmer Maximilian Spies (Mitte links) sein goldenes Tor in der 25. Spielminute bejubelt, blicken die Haselmühler Spieler enttäuscht zu Boden
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Udo Hagerer sorgte mit seinen beiden Treffern für diesen Erfolg und den Platztausch im Keller. Der 1. FC Rieden kassiert gegen Utzenhofen in letzter Minute noch ein Tor, und das kostet den dritten Platz, den nun der SV Schmidmühlen einnimmt.

TuS Schnaittenbach - TuS Rosenberg 2:4 (1:2)

Tore: 0:1 (20.) Patrick Wölfel, 1:1 (32.) Thomas Bösl, 1:2 (36.) Christoph Bäumler, 1:3 (50.) Philipp Witzel, 2:3 (71.) Jonas Habrich, 2:4 (76.) Christoph Bäumler - SR: Klaus Seid (Störnstein) - Zuschauer: 117

(ols) Schnaittenbach konnte nach dem Sieg letzte Woche nicht nachlegen. Rosenberg war von Beginn an die tonangebende Mannschaft und brachte mit schnellen Kombinationen die TuS-Abwehr immer wieder in Schwierigkeiten. Nach dem Ausgleichstreffer der Schnaittenbacher hatte der Gastgeber seine stärkste Phase, das Tor noch vor der Halbzeit machte aber der TuS Rosenberg. Auch nach der Pause genügte ihnen eine Unachtsamkeit in der Hintermannschaft zum 1:3. Als Schnaittenbach durch einen sehenswerten Freistoßtreffer durch Jonas Habrich auf 2:3 verkürzte, keimte noch einmal Hoffnung auf. Jedoch machte sie Christoph Bäumler mit seinem zweiten Treffer zum 2:4- Endstand in der 76. Minute zunichte.

TSV Königstein - SV 08 Auerbach 2:0 (1:0)

Tore: 1:0/2:0 (31./90.+3) Udo Hagerer - SR: Mehmet Ali Gencer (SV Eyüp Sultan Nürnberg) - Zuschauer: 400

(mhe) Bei herrlichem Fussballwetter und vor einer prächtigen Zuschauerkulisse war dem TSV Königstein in diesem prestigeträchtigen Derby von Anfang an anzumerken, dass man gewillt war die schlechten Leistungen der vergangenen Wochen vergessen zu machen. So fand alleine der gut aufgelegte Spielmacher Thomas Scheidler drei Mal in dem hervorragend reagierenden Gästekeeper Dominik Gebsattel seinen Meister. Zunächst parierte dieser einen satten Scheidler-Schuss aus 30 Metern (7.), ehe er einen Freistoß von der halblinken Seite aus dem Winkel fischte (24.). Einen erneuten Freistoß von Scheidler konnte der Torhüter noch in höchster Not retten, ehe er nach einer mustergültigen Flanke von Farnbauer gegen den Kopfball von Hagerer das Nachsehen hatte. Nach der Pause sahen die Zuschauer ein ganz anderes Spiel. Die Heimmannschaft reagierte nur noch, ohne selbst aktiv zu werden. Mehrmals hatte der TSV Glück, als der Gast aus Auerbach zu sehr guten Chancen kam. In der 54. Minute brachten mehrere Auerbacher Spieler es nicht fertig, den Ball aus fünf Metern im Königsteiner Gehäuse unterzubringen. Kurze Zeit später rettete der Pfosten nach einem Heber von Tobias Erl für dem bereits geschlagenen Keeper Thomas Bunzel. Und so war es Udo Hagerer vorbehalten, den Schlusspunkt in einer hektischen Schlussphase mit seinem zweiten Treffer zu setzten.

SV Schmidmühlen - ASV Haselmühl 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 (25.) Maximilian Spies - SR: Horst Gruber - Zuschauer: 100

(fop) Schmidmühlen siegt auch im ersten Heimspiel nach der Winterpause und bleibt durch das 1:0 an der Spitze dran. So ganz nebenbei hat man auch das selbstgesteckte Ziel - 40 Punkte - erreicht. In einem tempogeladenen Spiel war Maximilian Spies in der 25. Minute der Matchwinner, als er sich auf der linken Seite bis zur Auslinie durchtankte und ins lange Eck vollstreckte. Haselmühl blieb über weite Strecken stets gefährlich, wobei Simon Sarnowski der überragende Antreiber war. In den letzten zehn Minuten hätten Christopher Roidl und Tobias Eichenseer für mehr Ruhe sorgen können, beide ließen aber ihre Chancen liegen.

1. FC Schlicht - Germania Amberg 5:0 (2:0)

Tore: 1:0/2:0 (20. /28.) Norbert Braun, 3:0 (70.) Lukas Federer, 4:0 (79.) Norbert Braun, 5:0 (87.) Jaroslav Fillinger - SR: Thomas Masel (Heinersreuth) - Zuschauer: 80

(ct) Zu einem ungefährdeten und auch in der Höhe verdienten Sieg kam der FCS im Heimspiel gegen das Schlusslicht. Von Anfang machte die Elf von Stephan Braun mit energischem Einsatz deutlich, dass sie das Spiel gewinnen wollte. Sie beherrschte die Begegnung nach Belieben, versäumte es jedoch die Chancen konsequent zu nutzen. Dennoch sorgte Norbert Braun mit zwei Treffern für einen beruhigenden Pausenvorsprung. Zum 1:0 legte ihm Florian Weiß mustergültig quer, und beim 2:0 schaltete er am schnellsten, nachdem Dominik Obermeier vom Torwart gerade noch gebremst worden war, und schob den frei liegenden Ball ins Netz. Im zweiten Durchgang ließen Einsatz und Konzentration der Heimelf jedoch stark nach. Folglich brachte man kaum mehr etwas zustande und ermöglichte Amberg dadurch, offener mitzuspielen. Erst das 3:0 durch Lukas Federer, der eine präzise Hereingabe von Norbert Braun nutzte, brachte den FCS zurück in die Spur. Man ließ nun Ball und Gegner wieder laufen und kam zu weiteren Treffern: 4:0 wieder durch Norbert Braun nach Vorbereitung von Peter Schecklmann und Fabian Lukesch; 5:0 durch Jaroslav Fillinger nach Doppelpässen mit Felix Willax und Lukas Weiß.

SV Freudenberg - SC Luhe-Wildenau 0:3 (0:1)

Tore: 0:1/0:2 (24./57.) Nico Argauer (24.), 0:3 (78.) Valmir Shabani - SR: Jonas Kohn (SC Germania Amberg) - Zuschauer: 170 - Gelb-Rot: (68.) Daniel Wein (Freudenberg), wiederholtes Foulspiel

(koa) Letztendlich verdient siegten die Gäste, wenn auch zu hoch. Freudenberg hatte bereits in der ersten Spielminute die große Möglichkeit in Führung zu gehen, Michael Schlegl scheiterte aber am Außenpfosten. In Minute acht dann erneut eine Doppelchance, aber erst Gerhard Schiesslbauer und im Anschluss Lukas Hirsch konnten das Leder nicht zur Führung für die Heimelf unterbringen. Gästetorjäger Nico Argauer machte es besser, als er in der 24. Minute - aber nach voran gehenden Handspiel - die Gästeführung erzielte. Nach dem Wechsel dann die Entscheidung wiederum durch Argauer, der eiskalt zum 0:2 vollstreckte. Dies war die Entscheidung, bis zu diesem Zeitpunkt agierte die Hauer-Elf auf Augenhöhe und gestaltete die Partie absolut ausgeglichen. Auch war dann das verletzungsbedingte Ausscheiden von SV-Stürmer Michael Schlegl, sowie die gelb-rote Karte für Daniel Wein nicht mehr zu kompensieren. Für den Endstand sorgte Valmir Shabani in der 78. Minute.

FV Vilseck - TuS/WE Hirschau 2:0 (0:0)

Tore: 1:0/2:0 (54./65.) Oktay Türksever - SR: Luca Fritsch (Diepersdorf) - Zuschauer: 180 - Rot: (54.) Johannes Schuster (Hirschau), Schiedsrichterbeleidigung

(mc) Der TuS/WE kam in Vilseck sehr glimpflich davon, denn was die Heimmannschaft an hundertprozentigen Möglichkeiten liegen ließ, ging buchstäblich nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut. Bereits in der ersten Hälfte hätte man für ein beruhigendes Ergebnis sorgen können, doch ein Pfostentreffer von Daminion Perrin sowie gute Möglichkeiten von Stefan Liermann und Dominik Siebert wurden viel zu sorglos liegen gelassen. Nach der Pause schien es so weiter zu gehen. Der eingewechselte Oktay Türksever versemmelte allein vor dem Hirschauer Keeper in aussichtsreicher Position (47.) und ähnlich machte es Stefan Liermann in der 49. Minute, der ebenfalls neben den Kasten zielte. Nach einen Eckball von Stefan Liermann war Türksever mit dem Kopf zur Stelle und markierte das 1:0 (54.). Dann war er nach einem schönen Rückpass von Max Kreuzer erneut zum richtigen Zeitpunkt da und vollstreckte zum 2:0 (65.). Was danach noch ablief war schier unglaublich. Es wurden Chancen kläglich versiebt, die für mehr als zwei Spiele gereicht hätten. Die einzige Möglichkeit, die Hirschau hatte, jagte Lukas Schärtl (82.) über das Tor.

1. FC Rieden - DJK Utzenhofen 1:1 (0:0)

Tore:1:0 (81.) Martin Luschmann, 1:1 (90.+5) Michael Geitner - SR: Florian Islinger (SpVgg Hainsacker) - Zuschauer: 320 - Gelb-Rot: (31.) Matthias Rascher (Utzenhofen), wiederholtes Foulspiel) - Besonderes Vorkommnis: (57.) Torwart Markus Ludwig (Utzenhofen) hält Foulelfmeter von Seven Florek

(riw) Von Anfang an setzte Rieden den Gast unter Druck, indem der Gegner früh angelaufen wurde. Ab der 20. Minute kam Utzenhofen besser ins Spiel, so dass sich für Rieden mehr Räume boten. Sven Florek brachte den Ball im Tor unter (30.), doch der Schiedsrichter erkannte auf Abseits. Durch ein erneutes Foulspiel musste bereits in der 31. Minute Matthias Rascher den Rasen verlassen. Rieden konnte die zahlenmäßige Überlegenheit jedoch in keiner Phase des Spiels nutzen. Zu allem Überfluss parierte DJK-Schlussmann Markus Ludwig einen von Sven Florek geschossenen Foulelfmeter (57.). Nach einem kurzen Aufbäumen mit zwei dicken Gelegenheiten in der 71. und 75. war Routinier Martin Luschmann der Führungstreffer vorbehalten. Den Nackenschlag versetzte in der Nachspielzeit Michael Geitner, der einen Eckball bei der tiefstehenden Sonne im Rücken direkt verwandelte. Zuvor war der Ball angeblich noch nicht im Aus.

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