21.08.2020 - 18:54 Uhr
AmbergSport

Politik beschließt: Amberger Eisstadion soll wieder öffnen

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Nach Wochen des Bangens gibt es ein hoffnungsvolles Signal für den Amberger Eissport: Das Eisstadion am Schanzl soll gemäß dem Willen der politischen Entscheidungsträger öffnen. Es stellt sich aber die Frage nach dem "Wann".

Der Eishockey-Nachwuchs des ERSC Amberg soll demnächst wieder aufs Eis gehen können.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Die Zeit drängt, vor allem der Eishockeysport steht in den Startlöchern. Auch deshalb nahm sich der Ferienausschuss des Amberger Stadtrats am Donnerstag der Sache an. In nichtöffentlicher Sitzung wurde über die Öffnung der Eishalle in Pandemie-Zeiten debattiert. Am Ende fällte das Gremium eine klare Entscheidung. "Wir werden das Eisstadion öffnen", teilte Wolfgang Meier vom Bürgermeisteramt am Freitag auf Anfrage mit.

Allerdings müssen sich die Eissportler noch in Geduld üben. Um den Anforderungen eines standortbezogenen Schutz- und Hygienekonzepts gerecht zu werden, hat die Stadt noch eine Pflichtenliste abzuarbeiten. "Es müssen bezüglich der technischen Ausstattung der Halle noch Maßnahmen ergriffen werden, um Vorgaben zu erfüllen", sagte Meier. "Dazu brauchen wir externe Hilfe." Auf einen konkreten Zeitpunkt wollte sich der Vertreter der Stadt Amberg daher nicht festlegen. Meier kündigte für kommende Woche eine Presseerklärung zu der Beschlussfassung an.

Vor allem um die Be- und Entlüftungsungsmöglichkeiten der Eishalle hatte es zuletzt reichlich Diskussionen gegeben. Das städtische Gebäude verfügt zwar über eine Entfeuchtungsanlage. Allerdings lässt deren Effizienz zu wünschen übrig. Bei einem Raumvolumen von insgesamt 30000 Kubikmeter können lediglich 10000 Kubikmeter pro Stunde umgewälzt werden.

Beim ERSC Amberg ist die Entscheidung des Ferienausschusses auf Zustimmung gestoßen. "Das ist eine gute Nachricht. Wir sind total erleichtert", sagte Vorsitzender Mustafa Sugle und fügte an: "Das Wichtigste für uns ist, dass der Nachwuchs wieder auf das Eis gehen kann." Sugle berichtet von einer Verunsicherung bei vielen Eltern und Mitgliedern. "Man wusste ja nicht, ob und wie es weitergeht. Nun können wir alle beruhigen." Wann genau die ersten Trainingseinheiten stattfinden werden, konnte der Vorsitzende allerdings auch nicht exakt abschätzen. "Ich hatte ein langes Gespräch mit der Stadt. Die Details, was bei der Technik auf Vordermann gebracht werden muss, weiß ich nicht. Ich hoffe aber, dass wir noch im September die Eishalle nutzen können."

Der Bayerische Eissportverband hat den Saisonstart generell auf das erste Oktober-Wochenende terminiert. Ob der allerdings haltbar ist, muss sich trotz ausgearbeiteter Spielpläne erst noch zeigen. Ein dickes Fragezeichen steht vor allem hinter dem Spielbetrieb in der Herren-Bayernliga, in die der ERSC Amberg aufgestiegen ist. Dass die Politik grünes Licht gibt und auch Zuschauer erlaubt, ist weiterhin nicht gesichert. "Es ist eine ganz schwierige Situation. Ohne Zuschauer ist eine Bayernliga-Saison für uns finanziell nicht machbar", stellt Sugle klar. Der ERSC-Boss sieht den Verband in der Verantwortung: "Der muss endlich Klartext sprechen und gewährleisten, dass die Vereine keinen Schaden nehmen." Statt auf den "Sankt Nimmerleinstag zu warten", plädiert Sugle im Notfall für das kleinere Übel: "So schwer es fällt: Es wäre vielleicht das Beste, alle Spiele auszusetzen. Aber da muss eine bayernweite Regelung her."

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