06.08.2018 - 11:11 Uhr
AmbergSport

Nach dem Regen brechen alle Dämme

Gewitter sorgen in den Samstagsspielen der Fußball-Kreisliga Süd nicht nur für extra lange Halbzeitpausen. In Vilseck ist eine Pfütze mit schuld an einem Treffer, bei Germania herrscht plötzlich große Verwirrung.

Ein verbissener Zweikampf zwischen dem Haselmühler Siegtorschützen, Contrill Smith (vorne rechts), und dem Utzenhofener Filip Kutak (links)
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Vier Mannschaften haben nach zwei Spieltagen der Fußball-Kreisliga Süd die Optimal-Punktzahl. Die beiden Top-Favoriten SC Luhe-Wildenau und FV Vilseck sowie Bezirksliga-Absteiger und der TuS/WE Hirschau und ASV Haselmühl haben jeweils zwei Siege auf dem Konto, Haselmühl ist als einzige Mannschaft der Liga noch ohne Gegentreffer. Völlig anders ist die Gemütslage bei Aufsteiger TuS Schnaittenbach, dem SV 08 Auerbach, SC Germania Amberg und TSV Königstein, die mit zwei Niederlagen in die neue Saison starteten und am Ende der Tabelle stehen.

ASV Haselmühl - DJK Utzenhofen 2:1 (1:1)

Tore: 1:0 (12.) Christian Preischl, 1:1 (38.) Daniel Geitner, 2:1 (57.) Contrill Smith - SR: Hans Mayer - Zuschauer:100

(pme) Durch eine schöne Kombination ging die Heimelf bereits früh verdient in Führung. Nach einer Flanke von Matze Schmidt und einer schönen Kopfballablage von Philipp Paintner brauchte Christian Preischl den Ball nur noch einzunicken. Der Ausgleich fiel etwas überraschend mit der ersten nennenswerten Chance der Gäste kurz vor der Halbzeit durch Daniel Geitner. In der Folgezeit verlor der ASV etwas seine spielerische Linie und die DJK spielte nun stärker nach vorne. Der Führungstreffer zum 2:1 gelang jedoch den Haselmühlern. Nach einer abgewehrten Ecke brachte Contrill Smith den Ball mit einem Flachschuss aus 20 Metern im Tor unter. In einer etwas hektischen Schlussphase brachte Haselmühl das knappe Ergebnis über die Zeit und konnte somit den zweiten Sieg verbuchen.

FV Vilseck - 1. FC Rieden 3:2 (2:1)

Tore:1:0 (6.) Stefan Liermann, 2:0 (13.) Benedikt Herbrich, 2:1/2:2 (41./65.) Daniel Humml, 3:2 (75.) Oktay Türksever - SR: Nikolai Zimmermann (Bayreuth) - Zuschauer: 130 - Gelb-Rot: (87.) Oktay Türksever (FV) wegen Ballwegschlagens

(mc) Es schien ein klasse Kreisligaspiel zu werden, denn die Hausherren hatten bis zum Einsetzen der wolkenbruchartigen Regenfälle die Gäste sicher im Griff und dominierten sozusagen nach Belieben. Beim 1:0 spielte Oktay Türksever einen genialen Pass direkt in den Lauf von Stefan Liermann, der den herauseilenden FC-Torhüter Alexander Feigl überlupfte. Ähnlich das zweite Tor. Diesmal war Dennis Weidner der Passgeber und Benedikt Herbrich erhöhte auf 2:0. Danach vergaben Oktay Türksever und Dominik Siebert hundertprozentige Möglichkeiten. Nach dem starken Gewitterregen riss bei der Heimmannschaft der Faden. Philip Mc Larrin war in der 41. Minute der Unglücksrabe, der den Ball zu seinem Torhüter zurückspielen wollte, das Leder jedoch in einer Pfütze liegenblieb. Daniel Humml bedankte sich für diesen Lapsus mit dem Anschlusstreffer. Der gab den Riedenern mächtig Auftrieb, die nach der Pause das Spiel bestimmten und wieder durch Daniel Humml den Ausgleich erzielten, wobei dieser Treffer mehr als stark abseitsverdächtig war. Nun wollten es die Gäste wissen und drückten mächtig auf Tempo, ohne aber zu guten Chancen zu kommen. Einen grandiosen Spielzug über Stefan Liermann und Benedikt Herbrich vollendete Oktay Türksever zum 3:2. Der Sieg hing bis zum Schluss am seidenen Faden, da Rieden mit aller Macht versuchte, doch noch zum Ausgleich zu kommen.

Germania Amberg - TuS Rosenberg 2:5 (1:2)

Tore: 0:1 (18.) Kevin Röhrer, 1:1 (42.) Florian Danzer. 1:2/1:3 (44./48.) Maximilian Glöckner. 1:4 (49.) Patrick Wölfel. 1:5 (60.) Philipp Witzel, 2:5 (88.) Adrian Mayer - SR: Andre Schillinger (Berg) - Zuschauer: 105

(tne) Einen scharf getretenen Freistoß in der 18. Minute konnte Germania-Torhüter Schneider per Faustabwehr klären, gegen Kevin Röhrers Nachschuss, der vom Innenpfosten ins Tor prallte, war er aber machtlos. Die Amberger waren sichtlich beeindruckt und fanden nur mühsam zu ihrem Spiel. Die erste große Möglichkeit durch Florian Danzer vereitelte der glänzend reagierende TuS-Schlussmann Moser, nur eine Minute später war er aber geschlagen, als wiederum Danzer aus kurzer Entfernung zum 1:1 traf. Die Freude über den Ausgleich währte nur kurz, denn Maximilian Glöckner traf noch vor der Pause zum 1:2. Nach einer verlängerten Halbzeitpause wegen Starkregens brachen dann bei den Germanen alle Dämme. Binnen zwei Minuten nutzten die Gäste die große Verwirrung in der Amberger Abwehr zur vorentscheidenden 4:1-Führung. Als dann Philipp Witzel zum 1:5 traf, war die Partie gelaufen. Die Hausherren steckten zwar nie auf, zu mehr als Ergebniskosmetik reichte es aber nicht.

SC Luhe-Wildenau - TuS Schnaittenbach 5:2 (1:2)

Tore: 0:1 (21.) Sebastian Dietrich, 1:1 (38.) Daniel Regner, 1:2 (45.+3.) Fabian Hirmer, 2:2 (64.) Benjamin Urban, 3:2 (67.) Johannes Schreier, 4:2 (75.) Nico Argauer, 5:2 (78.) Ludwig Thanhäuser - SR: Andreas Betzl (Eschenbach) - Zuschauer:200 - Rot: (36.) Jakob Kuchar (Schnaittenbach), Foulspiel

Gegen einen keineswegs schwachen Aufsteiger kam der SC Luhe-Wildenau zu einem verdienten Sieg, der am Ende ob der zahlreichen Konterchancen noch höher hätte ausfallen können. Nach zahlreichen vergebenen Möglichkeiten des Gastgebers, traf der Schnaittenbacher Sebastian Dietrich nach feinem Zuspiel von Fabian Hirmer zum 0:1. In der 36. Minute sah Jakob Kuchar nach einem überharten Einsteigen an der Mittellinie gegen Benjamin Urban die Rote Karte. Nun übernahm der SC das Ruder und kam schnell zum Ausgleich. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte schlossen die Gäste einen mustergültig gespielten Angriff mit der erneuten Führung durch Fabian Hirmer ab. Ab der 55. Minute war es ein komplett anderes Spiel. Jetzt dominierte der SC Luhe-Wildenau das Geschehen, die Zweikämpfe wurden angenommen und jeder kämpfte für jeden. Vom TuS Schnaittenbach war fast nichts mehr zu sehen. In der 65. Minute dann der überfällige Ausgleich, Urban ließ TuS-Tormann Jakub Richter keine Abwehrchance. In der 67. Minute erzielte Johannes Schreier den Führungstreffer der Heimelf, ehe Argauer und Thannhäuser mit einem Doppelschlag für den Endstand sorgten.

SV Freudenberg - TSV Königstein 3:1 (2:0)

Tore:1:0 (3.) Daniel Wein, 2:0 (43.) Gerhard Schießlbauer, 2:1 (51.) Thomas Scheidler, 3:1 (56.) Johannes Dotzler - SR: Nico Wiehrl (Germania Amberg) - Zuschauer: 100

(koa) Die ersten drei Punkte in der noch jungen Saison fuhr der SV Freudenberg durchaus verdient gegen den TSV Königstein ein. Es entwickelte sich trotz der hochsommerlichen Temperaturen eine gute Partie, in der Daniel Wein bereits nach drei Minuten die Führung der Heimelf erzielte. Gerhard Schießlbauer traf kurz vor der Halbzeit zum 2:0. Als nach dem Wechsel Thomas Scheidler (51.) auf 1:2 verkürzte, keimte kurz Hoffnung bei den Gästen auf. Diese sollte jedoch nicht lange Bestand haben, den Johannes Dotzler hämmerte aus 35 Metern einen Freistoß in die Maschen. In der Folgezeit gab es noch Chancen auf beiden Seiten, aber ein weiterer Treffer wollte keinem Team gelingen.

TuS/WE Hirschau - SV 08 Auerbach 3:0 (3:0)

Tore: 1:0 (6.) Martin Freimuth, 2:0 (18.) Sebastian Weih, 3:0 (27.) Martin Freimuth - SR: Stefan Betz (SV Etzenricht) - Zuschauer: 247

(cgh) Zweites Spiel, zweiter Dreier - man kann durchaus von einem gelungenen Saisonstart der Kaoliner sprechen nach 180 Minuten Kreisliga. Beim klaren Heimsieg gegen einen größtenteils harmlosen SV 08 Auerbach genügten den Hausherren 20 bärenstarke Minuten, um die Partie bei hochsommerlichen Temperaturen für sich zu entscheiden. Die Gäste, die mit den drei Gegentreffern durch zweimal Martin Freimuth (6./27.) und Sebastian Weih (18.) - allesamt vorbereitet von Lukas Schärtl - noch gut davon kamen zur Halbzeit, hatten erst in der 44. Minute durch einen Kopfball eine nennenswerte Chance. Im zweiten Abschnitt war es Sommerfußball pur. Auf der einen Seite schalteten die Kaoliner in den Verwaltungsmodus, auf der anderen Seite war die Scholz-Truppe zwar bemüht, blieb aber weiterhin viel zu harmlos. Die Defensive des TuS/WE um Kapitän Martin Kügler hatte alles im Griff, und kam doch etwas durch, war ja da auch noch Alex Köck, der sich über etwas Beschäftigung sicherlich freute.

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