01.04.2021 - 14:10 Uhr
AmbergSport

Richard Wagner in Bahrain mit Vollgas auf das Podium

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Der Amberger Richard Wagner ist bei der „Porsche Sprint Challenge Middle East“ erfolgreich in das Motorsport-Jahr gestartet. Am Rande der Rennen entschied sich auch, für welches Team er in der neuen Saison fahren wird.

Richard Wagner auf dem Podest (rechts).
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Das Formel-1-Debüt von Mick Schumacher erlebte Richard Wagner am Streckenrand. Der Amberger war am Sonntag einer der wenigen Zuschauer beim Großen Preis von Bahrain, sah den Auftaktsieg von Weltmeister Lewis Hamilton und den Crash von Sebastian Vettel. Ein paar Stunden zuvor hatte Wagner noch selbst auf dieser Strecke Gas gegeben. Am Steuer eines Porsche GT3 bei der "Porsche Sprint Challenge Middle East", die zum Rahmenprogramm des Formel-1-Rennwochenendes gehörte, fuhr der 21-Jährige auf Platz drei, im zweiten Rennen wurde er Vierter. "Im ersten Rennen des Jahres gleich auf dem Podium zu stehen, ist ein schöner Auftakt", sagte der Amberger danach und freute sich über seine Platzierungen – und den neuen Fahrervertrag.

Der wurde am Rande der Rennen in Bahrain besiegelt: Richard Wagner fährt in diesem Jahr wie schon in der vergangenen Saison für das Lechner Racing Team aus Salzburg in der Rennserie "Porsche Carrera Cup Frankreich".

Seit Dezember war Richard Wagner nicht mehr im Cockpit gesessen. Die Corona-Pandemie bringt auch den Rennkalender durcheinander. Und so waren die ersten Runden in Bahrain noch etwas ungewohnt. "Am Freitag habe ich schon einige Zeit gebraucht, in den Rhythmus zu kommen." Mit den Plätzen sechs und neun im freien Training war er unzufrieden. "Ich habe mich auch nicht so wohl gefühlt mit dem Auto." Das bedeutete eine Nachtschicht für die Mechaniker. "Wir haben das Auto etwas umgebaut, es kamen neue Stoßdämpfer und eine neue Bremsanlage rein." Im Qualifying lief es dann besser: Platz vier. Und am Samstag im ersten Rennen noch besser: Platz drei nach den elf Runden für den Amberger hinter Ayhancan Guven aus der Türkei und dem Franzosen Jean-Baptiste Simmenauer. Im zweiten Rennen am Sonntag hatte Wagner "einen Superstart, ich fuhr von Platz vier auf Platz zwei vor, wurde dann aber noch von zwei Fahrern blöd überholt". Schnellster war wieder Guven, vor Simmenauer und dem Niederländer Daan van Kuijk.

Wagner war vor allem mit dem Podestplatz hochzufrieden, "besonders wegen der Qualitätsdichte" bei diesem Rennen. Am Start waren statt üblicherweise 18 Fahrern diesmal 26. Aus einem traurigen Grund: Ende vergangenen Jahres war Walter Lechner, Gründer und Seniorchef des Rennteams gestorben. Die beiden Rennen in Bahrain wurden ihm gewidmet, zahlreiche ehemalige Fahrer kamen, um am Erinnerungsrennen ihm zu Ehren an den Start zu gehen.

Gefahren wurde in Bahrain noch mit den Vorjahresautos, die neuen Porsche 992 GT3 Cup werden in der kommenden Woche ausgeliefert. Richard Wagner darf das 485-PS-Geschoss auf der Rennstrecke in Magny-Cours testen. Dort steht Ende April das erste von sieben Renn-Wochenenden mit jeweils zwei Rennen auf dem Programm.

Amberger Rennfahrer Richard Wagner: Vollgas im Renn-Simulator

Amberg
Hintergrund:

Zur Person: Richard Wagner

  • Geboren am 16. Dezember 1999 in Amberg
  • Speditionskaufmann im elterlichen Unternehmen
  • Quereinsteiger in den Motorsport, 2017 Start bei der ADAC Formel 4
  • Start beim Porsche Carrera Cup Deutschland 2018 und 2019 für das Team Huber Racing
  • Start beim Porsche Cup Frankreich 2020 für das Lechner Racing Team (Platz 8)
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