Amberg
08.10.2026 - 11:39 Uhr
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Riedens Trainer Timo Studtrucker vor dem Derby: "Ich bin ein rotes Tuch"

Riedens Trainer Timo Studtrucker erklärt vor dem prestigeträchtigen Derby gegen den SV Schmidmühlen, warum seine Mannschaft in der Fairnesstabelle so schlecht abschneidet.

Timo Studtrucker, Trainer des Kreisligisten FC Rieden, glaubt, dass viele Schiedsrichter ein Problem mit ihm haben, weil er zuvor in der Landesliga aktiv war. Bild: Hubert Ziegler
Timo Studtrucker, Trainer des Kreisligisten FC Rieden, glaubt, dass viele Schiedsrichter ein Problem mit ihm haben, weil er zuvor in der Landesliga aktiv war.

Spieltag Nummer 12 steht in der Kreisliga Süd Amberg/Weiden an, und damit der vorletzte der Hinrunde. In diesem Jahr sind dann noch weitere fünf Runden bis einschließlich 15. November zu absolvieren, ehe sich die Liga in die Winterpause verabschiedet. Im Fokus am kommenden Sonntag, 11. Oktober, ab 15.30 Uhr: Die Partie zwischen dem 1. FC Rieden und dem SV Schmidmühlen, das Derby schlechthin für beide Mannschaften.

Drei Siege in Serie hat Rieden hingelegt, und womöglich wird's ein vierter: "Wir sind gut gerüstet, wir haben für unsere Verhältnisse trotz der vielen Langzeitverletzten einen guten Kader, wir haben wieder Selbstbewusstsein getankt, ein Dreier ist möglich", sagt Timo Studtrucker. Der Trainer des 1. FC Rieden möchte sich mit seiner Mannschaft wieder langsam an die Spitze heranpirschen. Einige Gründe nennt Studtrucker für den allmählichen Aufschwung: "Wir haben jetzt wieder Kante gezeigt und mehr Intensität in den Zweikämpfen. In den ersten Spielen haben wir schön Fußball gespielt, und uns haben sie reihenweise die Spieler zusammengehauen. Und wir haben zugeschaut. Jetzt hat die Mannschaft Brust gezeigt." Aber Studtrucker legt Wert darauf, dass seine Spieler weder undiszipliniert noch unfair agieren.

Rot gegen Ursensollen

In der Statistik des Bayerischen Fußballverbandes sieht das auf den ersten Blick anders aus: Der 1. FC Rieden ist in der Fairnesstabelle der Kreisliga Süd Schlusslicht der 14 Teams mit 25 gelben, fünf gelb-roten und einer roten Karte. "Wir haben einige unnötige, weil dumme Fouls, gezogen", räumt Timo Studtrucker ein. Er selbst hat eine andere, verblüffende Erklärung für diese wenig vorteilhafte Statistik: "Ich habe das Gefühl, dass meine Person eine Reizfigur ist für manche Schiedsrichter." Ein Grund dafür sei eventuell, dass er aus der Landesliga komme und meine, er sei der König. So nach dem Motto: "Dem werden wir es zeigen."

Studtrucker sagt von sich, dass er ein sehr emotionaler Trainer sei: "Ich bin laut, aber nie beleidigend, weder zu Spielern noch zu Schiedsrichtern." Trotzdem kassierte er im letzten Spiel bei der DJK Ursensollen eine rote Karte: "Weil ich ein Foulentscheidung des Schiris kommentierte habe", so Studtrucker. Ein anderer Trainer, glaubt Timo Studrucker, hätte nicht mal eine Verwarnung bekommen. "Da spüre ich: Ich bin ein rotes Tuch, wenn ich den Mund aufmache. Und mein Mannschaft muss darunter leiden." Er hofft, nicht im Spiel gegen den SV Schmidmühlen, wenn jede Menge Zuschauer erwartet werden. "Ich freue mich auf ein spannendes Derby, da wird einiges los sein."

Scheinbar lösbare Aufgabe

Zwei Spiele werden am Samstag, 10. Oktober, ausgetragen. Spitzenreiter TuS Rosenberg erwartet den FV Vilseck, und der SV Freudenberg den Tabellenzweiten TSV Königstein. Am Sonntag nimmt der Rest der Liga den Kampf auf. Das abegeschlagene Schlusslicht VfB Rothenstadt (nur ein Punkt bisher aus 12 Spielen) trifft im Kellerduell auf die SpVgg Schirmitz, die sich laut Fußballabteilungsleiter Jakob Lukas ganz sicher nicht in der Favoritenrolle befindet. Der FC Edelsfeld bekommt es mit dem TuS/WE Hirschau zu tun, die Reserve des SC Luhe-Wildenau muss zum starken Aufsteiger SG Traßlberg/Poppenricht. Die DJK Ensdorf erwartet die DJK Ursensollen - eine scheinbar lösbare Aufgabe.

„Ganz sicher nicht, weil ihre Ergebnisse täuschen. Gegen Rieden haben sie eine riesen erste Halbzeit hingelegt. Die hätten 2:0, 3:0 führen müssen“, erklärt Stefan Trager. Der Fußballabteilungsleiter der DJK Ensdorf glaubt, dass es falsch wäre, die DJK Ursensollen am Tabellenplatz zu messen. Und: Seit Wochen sei seine Mannschaft nicht gut aufgestellt und müsse sich aus der Reserve bedienen. Dennoch sei das Ziel: „Drei Punkte! Aber gegen Ursensollen war es immer spannend.“

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