ONETZ: Herr Graml, ist die Entscheidung des BFV angemessen, zunächst bis 23. März den Spielbetrieb einzustellen?
Thomas Graml: Natürlich, die Entscheidung ist eine ganz logische Konsequenz der Entwicklung in den letzten Tagen. Der Verband ist sich der Verantwortung für die Gesundheit von Spielern und Zuschauern bewusst. Das Ziel aller, auch des bayerischen Fußballs, muss es sein, mitzuhelfen, das Virus einzudämmen. Wir sind aber keine Fachleute, um zu wissen, welche Maßnahmen notwendig sind, und können nur auf das reagieren, was die Behörden vorgeben.
ONETZ: Zwei Wochenenden werden aber wohl nicht reichen. Wieso geht der BFV nicht einen deutlichen Schritt weiter und beschließt eine längere Pause?
Thomas Graml: Der Verband beobachtet die Lage permanent. Die Entscheidungsgrundlagen verändern sich derzeit aber ständig. Wir wissen bisweilen nicht, was in zwei Stunden, geschweige denn nächste Woche der Sachstand ist. Natürlich stehen auch eine längere Spielpause, vielleicht sogar eine Saisonverlängerung im Raum. Dazu braucht man aber einen Plan. Und den kann man nicht mal schnell in wenigen Stunden entwerfen.
ONETZ: In der Bezirksliga Oberpfalz zum Beispiel stehen am Wochenende die ersten Nachholspiele auf dem Programm. Eine Woche später folgt ein regulärer Spieltag. Wie lange darf eine Spielpause dauern, um alle Nachholpartien unterzubringen
Thomas Graml: Das ist ganz schwierig zu beantworten. Die nächsten zwei, vielleicht drei Spieltage sind kein Problem. Wenn sich die Lage weiter verschärft, dann muss man sich Gedanken machen über eine Saisonverlängerung. Erstes Ziel muss es sein, die Spielzeit ordnungsgemäß zu Ende zu bringen.
ONETZ: Im Fall X gibt es zwei Alternativen: Saisonverlängerung oder vorzeitiges Saisonende. Was würden Sie bevorzugen?
Thomas Graml: Eindeutig die Saisonverlängerung. Die Entscheidungen sollten sportlich auf dem Spielfeld fallen und nicht am Grünen Tisch.













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