18.11.2018 - 19:37 Uhr
AmbergSport

SC Luhe-Wildenau der "Winterkönig"

Freudenberg und Schlicht müssen noch nachsitzen, für alle anderen Teams der Fußball-Kreisliga Süd ist Winterpause. Der Spitzenreiter verabschiedet sich mit einem Sieg gegen das Schlusslicht, die drei unmittelbaren Verfolger patzen hingegen.

Der körperlich überlegene Vilsecker Kapitän Frederic Pröls (vorne) klärt mit großen Einsatz gegen den Auerbacher Matthias Förster (links).
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Vier Punkte Vorsprung hat "Winterkönig" SC Luhe-Wildenau auf den FV Vilseck, 1. FC Rieden und TuS Rosenberg, die nur unentschieden spielten. Am anderen Ende der Tabelle vergrößerte sich der Rückstand des TuS Schnaittenbach und des SC Germania Amberg auf den Relegationsplatz (TSV Königstein) auf sechs Punkte.

FV Vilseck - SV 08 Auerbach 1:1 (1:0)

Tore:1:0 (37.) Stefan Liermann, 1:1 (71.) Tobias Erl - SR: Simon Pfister (Neunkirchen am Sand) - Zuschauer: 190 - Besonderes Vorkommnis: (50.) FV-Torhüter Michael Ruppert hält Foulelfmeter von Marcel Meyer

(mc) Es kam nicht so, wie es sich die Heimelf vorgestellt hatte. Vilseck gelang es nicht, zum Jahresabschluss noch einmal die volle Punktzahl einzufahren, dafür waren die Gäste viel zu stabil im Defensivverhalten und ließen nur wenige Tormöglichkeiten zu. Den ersten Aufreger gab es bereits in der 6. Minute, als ein Kopfball von Stefan Liermann gegen den Pfosten des Auerbacher Tores knallte. Danach egalisierten sich beide Teams, was zur Folge hatte, dass sich das Geschehen überwiegend im Mittelfeld abspielte. Doch in der 37. Minute fanden die Hausherren die Lücke und kamen zur 1:0-Führung. Tobias Fink zog ab, den Schuss konnte SV-Schlussmann Dominik Gebsattel nicht festhalten und Stefan Liermann musste den Ball nur noch über die Linie drücken. Das Boztepe-Team wollte in der zweiten Hälfte scheinbar das Ergebnis nur noch verwalten. Viel zu wenig Druck wurde auf die Defensive der Gäste ausgeübt, so dass mit zunehmender Spieldauer die Auerbacher eine optische Überlegenheit erzwangen, die ihnen auch den Ausgleich einbrachte. Tobias Erl lief an der Strafraumgrenze entlang, zwei Vilsecker Spieler rutschten bei Störversuchen aus und schließlich hatte der SV-Stürmer freie Bahn, um mit einem trockenen Schuss das 1:1 zu erzielen. Bis zum Schluss tat sich auf beiden Seiten nichts mehr, denn die Abwehrreihen waren in allen Situationen Herr der Lage.

SC Luhe-Wildenau - Germania Amberg 1:0 (0:0)

Tor:1:0 (76.) Andreas Igl - SR:Markus Haase (ASV Burglengenfeld) - Zuschauer:120

Der 1:0-Erfolg des Spitzenreiters SC Luhe-Wildenau gegen das Schlusslicht Germania Amberg war ein hartes Stück Arbeit. Gegen eine tief stehende, nur auf Konter setzende Amberger Mannschaft tat sich die Rittner-Elf enorm schwer. Der vielbeinigen Abwehr der Gäste gelang es in der ersten Hälfte gut, dass Offensivspiel der Heimelf zu unterbinden. Nur einmal wurde es wirklich gefährlich. Nach Ecke von Tannhäuser köpfte Stefan Frischholz aus ungünstiger Position auf den Kasten der Germanen, doch Torwart Schneider parierte mühelos. In der zweiten Hälfte zeigten sich die Oberwildenauer weiterhin bemüht, konnten jedoch keine wirkliche Torgefahr ausstrahlen. In der 70. Minute hätte es beinahe den Schock für die Gastgeber gegeben: Nach einem Ballverlust der SC-Defensive startete Mayer relativ unbedrängt Richtung Heimtor. Den Querpass auf den mitgelaufenen Danzer konnte Gleißner nach einem langen Sprint mit einer perfekt getimten Grätsche aber noch unterbinden. In der Folge spielte aber weiterhin nur der Spitzenreiter - und dessen Anhänger durften in der 76. Minute endlich jubeln. Nachdem er sich den Ball selbst erobert hatte, zog Andreas Igl aus 14 Metern halblinker Position ab und versenkte den Ball sehenswert in den oberen rechten Torwinkel. In den weiteren Minuten bis zum Schlusspfiff versuchten die Amberger noch den Ausgleich zu erzielen, brachten das Gehäuse von SC-Schlussmann Frischholz aber nicht mehr in Gefahr. Im Gegenzug hatte der SC Luhe-Wildenau selbst noch zwei Möglichkeiten, den Sack zuzumachen.

TuS/WE Hirschau - ASV Haselmühl 1:2 (0:1)

Tore:0:1 (16.) Manuel Koch, 1:1 (54.) Daniel Huber, 1:2 (62.) Simon Sarnowski - SR: Klaus Gilch (FC Freihung) - Zuschauer: 124

(cgh) Einen unbefriedigenden Jahresabschluss mussten die Kaoliner hinnehmen. Im ausgeglichenen ersten Durchgang klopfte Lukas Schärtl nach acht Minuten erstmals beim ASV an, sein Schuss krachte an den Querbalken. Besser machte es bei den Gästen dann knapp zehn Minuten später Manuel Koch, der nach einer Ecke den Ball zur Gästeführung ins Tor verlängerte. Im zweiten Abschnitt waren die Hausherren deutlich aktiver und klar spielbestimmend, belohnten sich auch nach 54 Minuten durch einen sehenswerten Distanzschuss von Daniel Huber mit dem 1:1. Die Kaoliner blieben dran, mussten aber dann völlig unerwartet durch einen abgefälschten Schuss von Simon Sarnowski den erneuten Rückstand hinnehmen. Von diesem Nackenschlag erholte sich die Gottfried-Truppe dann nicht mehr.

SV Schmidmühlen - TuS Schnaittenbach 2:1 (0:0)

Tore:0:1 (76.) Michael Voit, 1:1 (78.) Christopher Roidl, 2:1 (80.) Christopher Roidl -SR:Markus Gruber -Zuschauer:105

(fop) In der ersten Hälfte boten beide Mannschaften Magerkost ohne eine richtige Torchance und mit viel Mittelfeld-Geschiebe. Ganz anders dann das Spiel nach der Pause: Schmidmühlen kam wie verwandelt aus der Kabine und hatte ein halbes Dutzend guter Chancen, die aber vergeben wurden. Michael Müller setzte sich oft auf der rechten Seite durch und legte dann ab, doch Alexander Graf und Maximilian Spies vergaben. Kurios wurde es in der 75. Minute, als der Linienrichter die Fahne hob, Schmidmühlens Abwehr aber vergeblich auf den Pfiff wartete und der Ball an die Latte klatschte. Nur Sekunden später war Michael Voit nach einer Hereingabe allein am Fünfmeterraum und stellte mit seinem 0:1 den Spielverlauf auf den Kopf. Nur zwei Minuten später der Ausgleich, als sich Peter Baumer gegen vier Gegenspieler durchsetzte und Christopher Roidl am kurzen Pfosten den Ball über die Linie drückte. Unmittelbar nach dem Treffer rollte die nächste Lawine auf Schnaittenbachs Tor zu. Dieses Mal war es Alexander Graf, der einen Ball vor der Torauslinie noch erreichte und in die Mitte zu Christopher Roidl spitzelte. Dieser schob dann problemlos zur Führung ein (80.). Maximilian Spies hätte in der 85. Minute nach einem Kopfball, der nur Zentimeter am Torpfosten vorbei strich, noch erhöhen können.

1. FC Schlicht - TSV Königstein 1:1 (0:0)

Tore:0:1 (46.) Thomas Scheidler, 1:1 (54.) Lukas Sebralla - SR:Wilhelm Hirsch (Floß) - Zuschauer:140

(ct) Erneut musste FCS-Trainer Stephan Braun auf vier wichtige Stammspieler verzichten, aber dennoch versuchte die junge Schlichter Truppe, das Spiel zu machen. Königstein operierte vor allem mit langen Bällen, kam aber im ersten Durchgang ebenso wenig zu klaren Chancen wie die Heimelf. Unmittelbar nach der Pause ließ sich FC-Torwart Manuel Baumgärtner von einem 30-Meter-Schuss von Thomas Scheidler, der unter der Latte einschlug, überraschen - und es stand plötzlich 0:1. Nun aber machte Schlicht doch erheblich Druck und übernahm das Kommando. Die Belohnung war der Ausgleich in der 54. Minute. Youngster Lukas Sebralla erwischte nach einer Ecke am Fünfmeterraum den Ball und jagte ihn volley ins Netz. In der Folge verpasste der FCS den Sieg, als Adrian Robinson den guten Gästetorhüter mit einem Heber überlupfte, aber ein TSV-Verteidiger den Ball noch von der Linie kratzte (72.) und Lukas Federer an einer flachen Hereingabe knapp vor dem Tor vorbeirutschte (75.). Ansonsten verlief das auf nicht sehr hohem Niveau stehende Spiel weitgehend ausgeglichen. SV Freudenberg3:1 (2:1)DJK UtzenhofenTore:0:1 (25.) Michal Vanous, 1:1 (35.) Gerhard Schiesslbauer, 2:1 (45.) Michael Schlegl, 3:1 (70.) Johannes Dotzler - SR: Erdogan Sahinbay (Inter Bergsteig) - Zuschauer: 90

(koa) Der SV Freudenberg bleibt zu Hause eine Macht, im neunten Heimspiel gab es den achten Sieg. Als Gästespieler Michal Vanous in der 25. Minute die DJK in Führung schoss, deutete noch nichts auf einen Erfolg der Hauer-Elf hin. Bis zu diesem Zeitpunkt war Freudenberg viel zu passiv und tat sich extrem schwer, in die Partie zu finden. Somit musste wieder eine Standardsituation herhalten, um zurück ins Spiel zu finden. Kapitän Johannes Dotzler legte einen Freistoß Nähe der Eckfahne flach in die Mitte, Gerhard Schiesslbauer ließ sich nicht zweimal bitten und hämmerte den Ball unhaltbar in die Maschen. Als Mittelstürmer Michael Schlegl mit dem Pausenpfiff auf 2:1 stellte, lief das Spiel aus Sicht der Heimelf in die richtige Richtung. Im zweiten Abschnitt machte Johannes Dotzler mit seinem neunten Saisontreffer zum 3:1 den Deckel drauf.

1. FC Rieden - TuS Rosenberg 1:1 (1:1)

Tore:0:1 (2.) Phillip Witzel, 1:1 (18.) Maximilian Nimsch - SR: Sebastian Beer (TSV Beratzhausen) - Zuschauer: 153 - Gelb-Rot:(88.) Michael Fleischmann (Rieden)

(riw) Über den gesamten Spielverlauf gesehen geht das Ergebnis in Ordnung. Rieden hatte in der ersten Hälfte die klareren Chancen, die allesamt Gästeschlussmann Sebastian Moser vereitelte und somit den Gast im Spiel hielt. Der Rosenberger Angreifer Philipp Witzel besorgt in der 2. Minute die frühe Führung. Rieden war gedanklich noch in der Kabine, kam aber auch sonst nicht richtig in die Zweikämpfe und meist den berühmten einen Schritt zu spät. Rosenberg zeigte sich zielstrebiger und präsenter, konnten jedoch nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld den Ausgleichstreffer durch Maximilian Nimsch nicht verhindern. Im zweiten Durchgang gab es einen munteren Schlagabtausch in einem bis zum Schluss spannenden Spiel. Rosenberg forderte kurz vor Ende der Partie vergeblich einen Elfmeter.

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