07.04.2019 - 21:22 Uhr
AmbergSport

Siebert schießt das Schlusslicht ab

Das Spitzenduo der Fußball-Kreisliga Süd im Gleichschritt: Tabellenführer SC Luhe-Wildenau lässt sich auch vom TuS/WE Hirschau nicht stoppen und gewinnt mit 5:0. Mit dem gleichen Ergebnis löst Verfolger FV Vilseck seine Pflichtaufgabe.

Das war in der 53. Spielminute die 2:0-Führung für den SV Freudenberg durch Michael Schlegl (links).
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Ein Hattrick vor der Pause, ein Treffer danach - Dominik Siebert war der "Spieler des Tages" bei den Vilseckern, die sich gegen Schlusslicht Germania Amberg den Frust des Fehlstarts nach der Winterpause (0:1 gegen Utzenhofen) von der Seele schossen. Zurück auf Platz drei ist der 1. FC Rieden, der den TuS Schnaittenbach besiegte und von der Nullnummer des SV Schmidmühlen in Utzenhofen profitierte

TSV Königstein - TuS Rosenberg 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 (28.) Philipp Witzel - SR:Maximilian Dadder (Speichersdorf) - Zuschauer:150

(mhe) Die Gäste bestimmten die ersten Minuten, die erste gute Gelegenheit hatte aber der TSV, als nach einer schönen Kombination über Udo Hagerer und Johannes Fried Torjäger Hagerer aus kurzer Distanz keinen Druck mehr hinter den Ball bringen konnte. Nach einer Viertelstunde fand TuS-Stürmer Christoph Bäumler in Torhüter Thomas Bunzel seinen Meister, als dieser einen satten Schuss mit einer guten Parade abwehrte. Ganz anders die Situation, die zum einzigen Treffer des Tages führte: Bei einem langen Ball von Benjamin Stöckl war Bunzel nicht auf dem Posten und kam nur sehr zögerlich aus dem Tor. Nutznießer war Philipp Witzel, der den Ball mit einem gekonnten Heber über den Torhüter versenkte. In der Viertelstunde nach der Pause hatte die Ringler-Elf ihre stärkste Phase. Zunächst ging ein Freistoß von Thomas Scheidler (50.) nur knapp am TuS-Gehäuse vorbei, ehe wenig später nach einem langen Ball von Christian Ringler der eingewechselte Benedikt Ertl am Gästetorhüter scheiterte, und Michael Pirner den Nachschuss ebenso wenig im Tor unterbrachte. Anschließend verflachte die Begegnung wieder, ohne dass dem Heimteam der Wille abgesprochen werden kann.

1. FC Schlicht - SV 08 Auerbach 2:1 (1:1)

Tore:1:0 (13.) Florian Weiß, 1:1 (40., Foulelfmeter) Michael Keil, 2:1 (60., Handelfmeter) Peter Schecklmann - SR:Thomas Ferstl - Zuschauer:100

(ct) In einer spielerisch recht dürftigen Partie holte sich der FCS erneut drei Punkte und sicherte sich damit wohl den Klassenerhalt. Schlicht begann druckvoll. Ein Treffer von Norbert Braun wurde wegen Abseits aber nicht anerkannt, doch kurz darauf erzielte Florian Weiß nach Zuspiel von Lukas Sebralla mit einem schönen Drehschuss die Führung. Dann wurde die Heimelf recht pomadig, und die Gäste erspielten sich über ihre schnellen Stürmer gute Gelegenheiten. Dem Ausgleich ging dann eine äußerst umstrittene Entscheidung des wenig überzeugenden Schiedsrichters voraus. Fabian Lukesch schlug im Strafraum einen Ball weg, ein Gästestürmer hielt den gestreckten Fuß dagegen, fiel und schrie eindrucksvoll - und der Schiedsrichter gab Elfmeter. Während Lukesch verletzt vom Platz musste, erzielten die Gäste das 1:1. Der SV 08 zeigte weiter ungeahndet harten Körpereinsatz, auf Schlichter Seite mussten zeitweise drei verletzte Spieler gleichzeitig behandelt werden. Nach der Pause kam die Heimelf dann mit mehr Engagement zurück ins Spiel und übernahm wieder das Kommando. Nach einer Stunde entschied der Schiedsrichter auf Handelfmeter, den Peter Schecklmann sicher zur erneuten Führung verwandelte. In der Folge entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel mit vielen Unterbrechungen. Die Bemühungen der Gäste wurden von der nun sicherer stehenden FC-Abwehr weitgehend unterbunden.

SC Luhe-Wildenau - TuS/WE Hirschau 5:0 (2:0)

Tore:1:0 (10., Foulelfmeter) Ludwig Tannhäuser, 2:0 (14.) Benjamin Urban, 3:0 (55.) Ludwig Tannhäuser, 4:0 (62.) Sebastian Urban, 5:0 (78.) Nico Argauer - SR:Anna-Lena Mayer - Zuschauer:125

Mit zwei Toren in der Anfangsviertelstunde entschied der Spitzenreiter die Partie recht schnell und schraubte das Ergebnis im zweiten Durchgang noch in die Höhe. Allerdings boten sich den Hirschauern in der zweiten Hälfte nach Unkonzentriertheiten im Aufbauspiel des SC einige Möglichkeiten. Neun Minuten waren gespielt, als Argauer im Strafraum gefoult wurde. Den Elfmeter versenkte Tannhäuser zur frühen Führung. Nur vier Minuten später stand Benjamin Urban bei einer Ecke goldrichtig und köpfte aus kurzer Distanz ein. In der Folge hatten die Gastgeber durch die beiden Urban-Brüder gute Möglichkeiten, brachten den Ball aber nicht im Tor unter. Dafür wären sie beinahe in der 44. Minute bestraft worden. Nach einer TuS-Ecke stand Schuster am kurzen Pfosten blank, sein Volleyschuss konnte von Gleißner aber noch geblockt werden. Auch in Hälfte zwei dauerte es nur zehn Minuten ehe der Spitzenreiter jubeln durfte. Tannhäuser zog an der Strafraumgrenze aus der Drehung ab und schnürte den Doppelpack (55.). Nur sieben Minuten später traf Sebastian Urban nach Flanke seines Bruders Benjamin per Kopfball aus fünf Metern. In den folgenden Minuten leistete sich der SC aber immer wieder Fehler im Aufbauspiel und ermöglichte den Gästen damit Chancen. Die beste vergab Martin Freimuth in der 66. Minute, als er frei vor Torhüter Frischholz scheiterte. Den Schlusspunkt setzte dann Nico Argauer, der nach feinem Solo von Michael Gleißner vor dem Tor goldrichtig stand und traf.

DJK Utzenhofen - SV Schmidmühlen 0:0

SR:Uli Schneider (TSV Freystadt) - Zuschauer:145 - Gelb-Rot:(61.) Tobias Eichenseer (Schmidmühlen); (83.) Markus Graf (Utzenhofen)

(aun) Der Gastgeber hätte sich mehr als einen Punkt in diesem Derby verdient, denn alleine in der ersten Hälfte hatte er mehrere klare Torchancen. Ansonsten waren die Stürmer beider Mannschaften fest im Griff der Abwehrspieler. Utzenhofen hatte in der kampfbetonten und trotz der zwei Gelb-Roten Karten auch fairen Partie leichte Vorteile. Auch nach der Pause spielte sich das Geschehen zwischen den beiden Strafraumgrenzen ab. Beide Teams versuchten mit langen Bällen die Stürmer in Position zu bringen, was selten gelang. Die Emotionen auf dem Platz und bei den Zuschauern kochten bei den Platzverweisen hoch. Insgesamt war am Engagement der DJK nichts auszusetzen, lediglich die Durchschlagskraft und die Treffsicherheit reichten nicht aus. Hier muss der Trainer den Hebel ansetzen und den Spielern das Selbstvertrauen verschaffen.

1. FC Rieden - TuS Schnaittenbach 3:0 (2:0)

Tore:1:0 (23.) Sven Florek, 2:0 (38.) Florian Holfelder, 3:0 (89.) Stavros Matzas - SR:Maximilian Baier - Zuschauer:210

(riw) Bereits in der Anfangsphase zeichnete sich nach drei Großchancen ab, dass Rieden das Heft des Handelns in der Hand hielt. Bei einem weiteren Angriff bekam die Schnaittenbacher Defensive den Ball nicht geklärt, und Sven Florek hob ihn aus 18 Metern über Torwart Simon Heidel hinweg zur Führung ins Netz. Florian Holfelder wurde in zentraler Position mustergültig bedient (38.) und verwandelte mit einem Flachschuss. In der letzten Aktion vor der Halbzeit zielte Holfelder an den Pfosten, den zur Mitte springenden Ball brachte Pascal Hirteis zwar aufs Tor, doch Schnaittenbachs Jonas Habrich klärte artistisch mit der Hacke kurz vor der Linie. In der zweiten Hälfte agierte vorwiegend der FC, Schnaittenbach war zu schwach, um eine Wende herbeiführen zu können. Spannend wurde es erst wieder kurz vor Schluss nach der ersten guten Möglichkeit von Schnaittenbach. Nach dem anschließenden Eckball klärte Riedens Torwart Alexander Feigl einen Schuss mit einer großartigen Parade. Nach einer sehr guten Kombination zwischen Michael Fleischmann und Florian Holfelder hämmerte dieser den Ball vor dem eigentlich leeren Tor an die Latte (88.). Stavros Mantzas machte es anschließend bei einem Konter besser.

SV Freudenberg - ASV Haselmühl 2:1 (1:0)

Tore:1:0 (1.) Michael Bischof, 2:0 (53.) Michael Schlegl, 2:1 (60.) Joel Lichtenfeld - SR:Moritz Fischer (SpVgg Ebermannsdorf) - Zuschauer:120

(koa) Dass die Freudenberger bis zum Ende der Partie um den Sieg zittern mussten, lag zum einen an der dürftigen Chancenverwertung, zum anderen am Gast aus Haselmühl, der sich auch nach dem 0:2-Rückstand nicht aufgab und bis zuletzt auf eine Punkteteilung hoffte. Die Mannschaft von SVF-Trainer Gebi Hauer erwischte einen Auftakt nach Maß, bereits nach 37 Sekunden erzielte Michael Bischof das 1:0. Allerdings versäumten es die Hausherren, trotz guter Chancen, noch vor der Pause auf 2:0 zu stellen. Nach dem Wechsel erzielte Freudenbergs Sturmführer Michael Schlegl (53.) das 2:0, aber kurz darauf (60.) verkürzte Joel Lichtenfeld auf 1:2. Auch die Schlussoffensive brachte nichts mehr ein.

FV Vilseck - Germania Amberg 5:0 (3:0)

Tore:1:0/2:0/3:0/4:0 (3./23./30./55.) Dominik Siebert, 5:0 (87.) Oktay Türksever - SR:Wilhelm Hirsch (Floß) - Zuschauer: 160

(mc) Wenig gefordert wurde die Heimmannschaft in der fast schon einseitigen Partie, obwohl die Gäste immer wieder versuchten, das Ergebnis zu verbessern, was aber im Versuch stecken blieb. Matchwinner war Dominik Siebert, der mit seinen vier Treffern den Gegner eigentlich im Alleingang erledigte und in der ersten Hälfte einen Hattrick erzielte. Entgegen kam den Hausherren natürlich die frühe Führung, bei der Benedikt Herbrich den Vilsecker Stürmer herrlich in Szene setzte. Ebenso beim 2:0 wurde er von Stefan Liermann mustergültig bedient. Beim 3:0 hob Siebert einen Freistoß über die gegnerische Mauer und der Ball schlug im Tordreieck ein. Das 4:0 war wieder eine Koproduktion zwischen Liermann und Siebert, und beim 5:0 schlug Tobias Fink eine wunderbare Flanke zu Oktay Türksever, die er im Tor unterbrachte. Der Sieg war auch in dieser Höhe völlig verdient, da die Heimelf noch etliche gute Möglichkeiten liegen ließ.

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