28.01.2021 - 17:42 Uhr
AmbergSport

Tischtennis: klare Tendenz zum Abbruch der Saison

Die Volleyballer haben wegen Corona die Saison schon abgebrochen. Beim Tischtennis steht die Entscheidung noch aus. Diese könnte auch Auswirkungen auf die Mannschaftsstärke in den einzelnen Ligen haben.

Die Tischtennisschläger werden derzeit kaum genutzt, außer jemand spielt privat zu Hause. An einen Spielbetrieb ist coronabedingt natürlich weiterhin nicht zu denken. Daraus wird in nächster zeit wohl auch nichts.
von Josef Maier Kontakt Profil

Seine persönliche Einschätzung ist eindeutig: "Es geht Richtung Abbruch", sagt Günter Bauer. "Es ist ja derzeit überhaupt keine Planungssicherheit da." Der Vorsitzende des Tischtennisbezirks Oberpfalz-Nord rechnet damit, dass der Spielbetrieb in Bayern, der seit Ende Oktober wegen der Lockdowns unterbrochen ist, abgebrochen wird. Am 11. Februar will das Verbandspräsidium Bayern eine Entscheidung treffen. Zwei Tage vorher gibt es eine Videokonferenz mit den Bezirksvorsitzenden, bei der die Verbandschefs die Stimmungslage im Tischtennis-Freistaat einholen wollen.

Wann dürfen die Hallen öffnen?

Bauer macht dies derzeit mit einer Umfrage bei seinen 81 Vereinen. Die Klubs, die von Amberg und Schwandorf bis nach Selb im Bezirk Oberpfalz Nord zusammengefasst sind, sollen angeben, wofür sie stehen: Abbruch oder die Saison doch noch, trotz aller Unwägbarkeiten, irgendwie zu Ende zu bringen. Bis Mittwoch hatten 25 Prozent der Klubs schon abgestimmt. Die Tendenz gehe auch da Richtung Abbruch, merkt der Vorsitzende aus Amberg an. Verständlich meint er, es sei ja auch nicht absehbar, wann die Kommunen ihre Hallen wieder öffnen würden, selbst dann nicht, wenn es Mitte Februar Lockerungen gebe. Zudem müssten die Mannschaften auch eine Vorlaufzeit zur Vorbereitung haben. "Es gibt einfach viel zu viele Fragezeichen", sagt Bauer.

Bei einem Abbruch der Saison wäre das Prozedere in der Wettspielordnung (WO) des Verbandes genau geregelt. Da ja ohnehin nur Einfachrunden geplant waren, müssten die Hälfte der Spiele absolviert worden sein, um die Ergebnisse werten zu können. Wo dies nicht der Fall ist, wird die Spielzeit annulliert und es ginge in der Saison 2021/22 dann so weiter wie die Saison 2019/2020 geendet hat. "Von den 20 Herren-Ligen bei uns haben nur sechs bisher die Hälfte der Spiele absolviert", rechnet Bauer vor. Auch bei den Damen- und Jugend-Ligen habe die Mehrzahl der Vereine die 50-Prozent-Marke noch nicht erreicht.

Die Volleyballer haben sich schon entschieden

Weiden in der Oberpfalz

Unterschiedliche Ligenstärken

Bei Abbruch könnte es wegen der unterschiedlichen Wertungen in den einzelnen Spielklassen zu unterschiedlichen Ligenstärken kommen, da es ja nicht überall Auf- und Absteiger gibt. Bauer sieht darin kein großes Problem: Das könne man in der folgenden Spielzeit durch Auf- und Abstiegregelungen wieder ausgleichen.

Abschnitt M spricht dagegen

Eine komplette Annullierung einer Saison sieht Abschnitt M in der Wettspielordnung nicht vor. Diesen Abschnitt könnte nur der Verbandsausschuss ändern. "Aber der tagt erst wieder im April", erklärt Bauer, der nur eines hofft: "Dass wir im September wirklich wieder mit einer neuen Saison normal weiterspielen können."

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