12.08.2018 - 20:01 Uhr
AmbergSport

Torfestival im Vilstal-Derby

Für die Überraschung und Fußballshow des dritten Spieltages in der Kreisliga Süd sorgt der SV Schmidmühlen, der in Rieden auftrumpft. An der Spitze sind es jetzt nur noch zwei Mannschaften.

7. Spielminute: Unhaltbar für den Schmidmühlener Torhüter Maximilian Heller (hinten) schlägt der Schuss von Sven Florek (nicht im Bild) zur Riedener Führung ein. Simon Heller (Mitte vorne) und Peter Baumer (rechts) vom SV Eintracht Schmidmühlen können nicht mehr rettend eingreifen.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Denn der TuS/WE Hirschau verlor glatt in Utzenhofen. Der SC Luhe-Wildenau und der FV Vilseck teilen sich die Spitzenposition. Die beiden Aufsteiger 1. FC Schlicht und TuS Schnaittenbach holten ihren ersten Dreier.

TuS Rosenberg - 1. FC Schlicht 0:2 (0:1)

Tore: 0:1/0:2 (9./52.) Dominik Obermeier - SR: Nico Wiehrl (Germania Amberg) - Zuschauer: 155

(kok) Im ersten Heimspiel der Saison musste sich der TuS Rosenberg gegen den SV Schmidmühlen geschlagen geben. Daher wollten die Hausherren dies am dritten Spieltag wieder korrigieren. Doch die Begegnung startete furios mit dem frühen Führungstreffer für die Gäste aus Schlicht durch Dominik Obermeier. Die Heimelf musste verletzungsbedingt früh wechseln, versuchte aber zurück ins Spiel zu finden und ließ sich von diesem frühen Gegentreffer nicht verunsichern. Die Offensivabteilung aus Schlicht beschäftigte stets die Rosenberger Abwehr. Beide Halbzeiten waren von harten Zweikämpfen geprägt. Nach dem Seitenwechsel erzielte erneut Dominik Obermeier mit einem sehenswerten Fernschuss das 0:2. Die Rosenberger waren nur durch Standardsituationen gefährlich.

1. FC Rieden - SV Schmidmühlen 5:6 (2:2)

Tore: 1:0 (7.) Sven Florek, 1:1 (15.) Konstantin Wolf, 2:1 ( 34.) Maximilian Nimsch, 2:2/2:3/2:4 (45.+1, Handelfmeter/47./53., Foulelfmeter) Alexander Graf, 3:4 (58.) Daniel Grabinger, 4:4 (63.) Maximilian Nimsch, 4:5 (70.) Konstantin Wolf, 4:6 (71.) Daniel Liebchen, 5:6 (88.) Maximilian Nimsch - Rot: (45.+1) Sven Florek (Rieden), Handspiel im Strafraum - Gelb-Rot:(88.) Simon Heller (Schmidmühlen), Gerangel nach dem 5:6 - SR: Jonas Stöckl (Parsberg) - Zuschauer: 385

(riw) Rieden verlor das Derby in den ersten zehn Minuten des Spiels, da bis dahin nach mehreren glasklaren Chancen nur das 1:0 durch Sven Florek zu Buche stand. Beim glänzend haltenden SV-Torwart Maximilian Heller kann sich der Gast bedanken, der bis dahin mit seinen Paraden seine Mannschaft noch im Spiel hielt. Überraschend fiel der Ausgleich über die rechte Angriffsseite des SV mit einem strammen Schuss aufs lange Eck des Riedener Tors. Daniel Humml schickte mit einem genialen Pass in die Tiefe Maximilian Nimsch auf die Reise, der überlegt zum 1:2 einschob.

Rieden schien die Partie im Griff zu haben, doch unmittelbar vor der Halbzeit entschied der Schiedsrichter in einer unübersichtlichen Szene auf Handspiel von Sven Florek, Rote Karte und Elfmeter für Schmidmühlen. Alexander Graf verwandelte sicher und dieser legte nach Wiederbeginn gleich noch per Kopf nach. Eine der Schlüsselszenen des eigentlich fair geführten Derby durch ein überfordertes Schiedsrichtergespann war in der 53. ein erneuter Elfer nach Schwalbe von Tobias Eichenseer. Alexander Graf verwandelte wiederum sicher zum 2:4.

Rieden bewies in Unterzahl Moral und kam mit einem satten Schuss aus 20 Meter durch Daniel Grabinger zum Anschluss (58.) und durch Maximilian Nimsch zum Ausgleich (63.). Ein Doppelschlag des SV in der 70. und 71. durch einen Sonntagsschuss in den Winkel und nach einer Unachtsamkeit in der FC-Deckung zog Schmidmühlen wieder auf 4:6 davon. In der 76. wurde dem FC ein klarer Elfer nicht zugesprochen, nachdem Daniel Humml einen Schlag aufs Standbein abbekam. Ab da wurde die Partie hitziger, Rieden kam durch Maximilian Nimsch noch auf 5:6 heran. Bei einem Gerangel in Anschluss an dieses Tor bekam Simon Heller die gelbe Karte gezeigt - die FC-Spieler mussten den Schiri jedoch darauf hinweisen, dass dies die zweite gelbe war. Heller ging daraufhin mit gelb-rot vom Platz.

TuS Schnaittenbach - SV Freudenberg 3:2 (2:1)

Tore: 1:0 (8.) Eigentor Kai Schuller 2:0 (17.) Turan Bafra, 2:1 (22.) Michael Schlegl, 3:1 (58.) Thomas Bösl, 3:2 (77.) Jonas Greß - SR: Sebastian Völkl (Moosbach) - Rot: (15.) Kai Schuller (SV Freudenberg), Notbremse - Zuschauer 183

(ols) Tiefes Durchatmen nach dem ersten Sieg beim Gastgeber Schnaittenbach, der trotz Überzahl sich schwer tat gegen nie aufgebende Freudenberger. Schnaittenbach begann druckvoll und zeigte im Angriffsspiel gute Ansätze, jedoch fehlte die Genauigkeit im finalen Pass. Auch die 2:0-Führung und der Platzverweis gegen Freudenberg nach knapp 20 Minuten brachte nicht die nötige Sicherheit ins Schnaittenbacher Spiel.

In der zweiten Halbzeit meinten die Zuschauer nach einer Stunde das Spiel wäre gelaufen, als Schnaittenbach auf 3:1 erhöhte. Freudenberg gab sich aber nicht geschlagen und warf jetzt alles nach vorne, jedoch reichte es nur noch zum Anschlusstreffer. Am Ende zählen nur die drei Punkte für den Aufsteiger, der jetzt wieder etwas Luft holen dürfte, bevor es Mittwoch zum FV Vilseck geht.

TSV Königstein - FV Vilseck 1:2 (0:1)

Tore: 0:1/0:2 (44./88.) Oktay Türksever, 1:2 (90.) Bernd Holzwarth - SR: Hans Georg Grell (Nürnberg) - Zuschauer: 270

(mhe) Bei herrlichem Fußballwetter war alles bestens vorbereitet für ein spannendes Derby. Die Gäste vom FV Vilseck hatten in den ersten Minuten des Spiels ein optisches Übergewicht, was sich auch in einer ersten Chance durch Liermann verdeutlichte, doch der Schuss konnte problemlos durch Keeper Thomas Bunzel pariert werden. In der Folgezeit kam der TSV immer besser ins Spiel und ließ die Gäste durch kompromissloses Zweikampfverhalten im Mittelfeld nicht mehr zur Entfaltung kommen. Eigene Möglichkeiten durch Scheidler und Hagerer waren die Folge, blieben jedoch ungenutzt. In den letzten fünf Minuten vor der Pause kamen die Gäste plötzlich wieder zu guten Chancen. Erst konnte die Heimmannschaft einen gut vorgetragenen Angriff über Siebert noch in höchster Not klären, ehe im Anschluss Türksever in Rücklage eine hochkarätige Möglichkeit ungenutzt ließ.

Als alle schon mit dem Halbzeitpfiff rechneten, war es erneut Türksever, der im Nachschuss den Ball aus fünf Metern im TSV-Gehäuse versenkte. Der TSV kam entschlossen aus der Halbzeitpause und verlagerte das Spielgeschehen immer mehr in die Hälfte der Gäste. Vilseck verwaltete nur mehr die knappe Führung und kann sich bei ihrem starken Keeper Ruppert bedanken, der zunächst gegen den völlig frei vor dem Tor auftauchenden Hagerer sensationell reagierte und fünf Minuten später einen Freistoß von Ringler um den Pfosten lenkte. Alle Hoffnungen der Königsteiner auf einen verdienten Punktgewinn raubte Doppeltorschütze Türksever mit einem Konter zum vorentscheidenden 0:2. Mit dem Schlusspfiff verkürzte Holzwarth per Kopf nach Vorlage von Hutzler.

Germania Amberg - ASV Haselmühl 1:1 (1:0)

Tore:1:0 (45., Foulelfmeter) Florian Danzer, 1:1 (70.) Andreas Hammerl - SR: Thomas Ehrnsperger (Ensdorf) - Zuschauer: 95

(tne) Von Beginn der Partie an sahen sich die Germanen vehementen Angriffen der Gäste ausgesetzt. Der AV Haselmühl zeigte die abgeklärtere Spielanlage und kam schnell zu guten Torgelegenheiten. Die beste davon klärte Torwart Michael Schneider nach acht Minuten mit einer Glanztat. Machtlos wäre er aber nur drei Minuten später gewesen, als Philipp Keinholz abzog und die Querlatte rettete. Den Germanen gelang es in dieser Phase nicht, für Entlastung der Abwehr zu sorgen, immer wieder waren es leichtfertige Fehlpässe, die ein effektives Sturmspiel verhinderten. Nur Sekunden vor dem Halbzeitpfiff wurde Florian Danzer im Strafraum in aussichtsreicher Position zu Fall gebracht, und Schiri Ehrnsperger zeigte sofort auf den Punkt. Der gefoulte Danzer trat selbst an und verwandelte sicher zum zu diesem Zeitpunkt glücklichen 1:0. Im zweiten Spielabschnitt zeigten sich die Germanen besser postiert. Die Gäste kamen wieder besser ins Spiel, und der eingewechselte Torjäger Matthias Schmidt legte nach einem schönen Steilpass auf für Andreas Hammerl, und der verwandelte aus kurzer Entfernung zum 1:1Ausgleich. Nur vier Minuten vor Schluss landete ein Schrägschuss von Stefan Jokiel auf der Querlatte und im Gegenzug verpasste Matthias Schmidt für den ASV die Entscheidung, als er aus zehn Metern den Ball über den Kasten setzte.

DJK Utzenhofen - TuS/WE Hirschau 4:0 (0:0)

Tore: 1:0 (51.) Daniel Geitner, 2:0/3:0 (63./65.) Tobias Eichermüller, 4:0 (78.) Daniel Geitner - SR: Horst Gruber (SC Oberölsbach) - Zuschauer: 85

(aun) Der Gastgeber wollte seine erfolgreiche Heimbilanz fortsetzen und begann druckvoll. Doch der TuS/WE Hirschau traf in der 6. Minute durch Martin Freimuth die Latte und in der 18. und in der 38 Minute durch Lukas Schartl und Martin Freimuth den Pfosten. Utzenhofen hatte in der ersten Hälfte zwar das Spiel im Griff, aber wenig Torchancen. Kurz nach Pause schickte Michal Vanous Daniel Geitner auf die Reise, dieser umspielte seinen Gegenspieler und versenkte den Ball (51.) ins lange Eck zum 1:0, ein wunderbarer Treffer.. In der 55. Minute wurde Daniel Geitner zum zweiten Mal im Strafraum zu Fall gebracht, doch der Pfiff der guten Schiedsrichters Horst Gruber blieb aus. In der 63. Minute spielte Michael Geitner den Ball in den Strafraum, und Tobias Eichermüller verwandelte zum 2:0. In der 65. Minute umspielte Tobias Eichermüller, von der rechten Seite die Abwehr aus und erzielte mit einem Flachschuss das 3:0. In der 70. traf Christian Lang den Pfosten. Spielertrainer Matthias Rascher spielte seinen Sturmführer Daniel Geitner mustergültig in die Gasse, und dieser erhöhte auf 4:0. Selbst nach dem klaren Ergebnis versuchte die Mannschaft von Jörg Gottfried, das Resultat zu verbessern, doch Utzenhofen ließ kein Tor zu.

SV 08 Auerbach - SC Luhe-Wildenau 2:3 (1:1)

Tore: 1:0 (27.) Dominik Schleinitz, 1:1 (32.) Daniel Regner, 1:2 (48.) Benjamin Urban, 2:2 (53.) Manuel Trenz, 2:3 (73.) Daniel Regner - SR: Matthias Standke (Obertrubach) - Zuschauer: 160

(sht) Urlaubs- und verletzungsbedingt mussten die Auerbach wieder eine auf etlichen Positionen veränderte Mannschaft aufstellen. Sie konnte aber gegen den Meisterschaftsfavoriten eine gute Leistung abliefern und vor der Pause die Partie ausgeglichen gestalten. Ein abgefangener Abschluss wurde zur Vorlage für Schleinitz, doch sein Schuss aus 16 m verfehlte das Ziel knapp. Doch auch auf der Gegenseite musste die Auerbacher Hintermannschaft immer hellwach sein, um die schnellen Angriffe der Gäste in den Griff zu bekommen. Dann ein schneller Angriff über Lindner auf rechts zu Meier, der einen Gegenspieler umkurvte und präzise auf Schleinitz auflegte, der aus 15 m zum 1:0 traf (27.).

Diese Führung hatte aber nur wenige Minuten Bestand. Eine zu kurz abgewehrte Ecke nahm Daniel Regner von der Strafraumgrenze volley und traf zum 1:1-Ausgleich. Auch nach der Pause boten beide Mannschaften ein gutes Kreisligaspiel. Die Gäste lauerten auf Fehler der Heimelf und nach einer zu kurzen Abwehr aus der Strafraum traf Urban aus 15 m zum 1:2 ins lange Eck. Unbeeindruckt von diesem Rückstand spielten die 08er weiter nach vorne, und nach einer abgewehrten Ecke traf Trenz mit einem gut getimten Schuss über den Keeper zum 2:2 unter die Latte.

Ein Abspielfehler in der eigenen Hälfte, die Gäste kamen sofort wieder in die Spitze und Regner bedankte sich mit dem 2:3. Trotz intensiver Bemühungen bis zum Schluss blieb es beim knappen Erfolg des Favoriten.

Ein rassiges Kopfballduell des Riedener Kapitäns und Torschützen Daniel Grabinger (rechts) mit dem Schmidmühlener Tobias Eichenseer (links hinten), beobachtet vom Riedener Johannes Badura (vorne links).

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