03.12.2021 - 22:48 Uhr
AmbergSport

Verlängerung: Der ERSC Amberg macht's unnötig spannend

13 Tore fallen am Freitagabend im Spiel der Eishockey-Bayernliga gegen die Peißenberg Miners. Am Ende des Spektakels gibt's Verlängerung – und der ERSC Amberg steht in ungeahnten Höhen, dank Ryan Murphy.

Timon Bätge (rechts), der Held: Der Goalie des ERSC Amberg hieltam Freitagabend gegen den TSV Peißenberg in den ersten beiden Dritteln so ziemlich alles, hier gegen Dominic Krabbat.
von Autor PAProfil

Lange Zeit sah der ERSC Amberg am Freitag gegen den TSV Peißenberg wie der sichere Sieger aus – eine 4:1-Führung sorgte für klare Verhältnisse in der Eishockey-Bayernliga. Doch im letzten Drittel drehten die Gäste die Partie und erzwangen die Verlängerung. Ryan Murphy gelang hier das entscheidende Tor zum 7:6-Erfolg für den ERSC. Die Löwen stehen nun auf Platz vier.

Von Beginn an war es ein Spiel mit hohem Tempo auf beiden Seiten – und mit was für einem Auftakt: Der ERSC Amberg ging nach 37 Sekunden schon in Führung, als Marco Pronath einen Scheibenverlust der Gäste eiskalt ausnutzt. Im Gegenzug musste Ambergs Keeper Timon Bätge gegen Athanasios Fissekis sein ganzes Können zeigen. Vor dem Ausgleich durch Martin Andrä (5.) Konnte der ERSC-Goalie zweimal parieren, ehe der Miners-Kapitän zum 1:1 traf. Die Partie nahm noch an Tempo zu. Zunächst hatte Amberg eine 3-gegen-5-Unterzahl zu überstehen und war dann selbst in doppelter Überzahl. Mit Erfolg: Lukas Salinger traf von der blauen Linie zum 2:1. Die Löwen hatten jetzt mehr vom Spiel und das schlug sich auch in Zählbarem nieder: Ryan Murphy gelang das 3:1 (13.). Auf der Gegenseite hatten auch die Miners Chancen, aber Bätge zeigte sich bis dahin sicherer als sein Gegenüber Korbinian Sertl im Peißenberger Tor.

Hohes Tempo

Es ging auch im zweiten Drittel temporeich weiter. Von den Chancen her eindeutig: Vorteile für Amberg, auch weil Fehlerquote bei den Gästen höher war. Dennoch war es ein offener Schlagabtausch. Und im dritten Powerplay legten die Löwen erneut nach: Michael Kirchberger verwandelte die Vorarbeit von Andreas Pielmeier unhaltbar zum 4:1 – und das zu diesem Zeitpunkt völlig völlig verdient. Danach hatten die Miners sichtlich Probleme, fingen sich aber wieder. Amberg glänzte mit starkem Forechecking, und wenn die Peißenberger doch zu Chancen kamen, war immer wieder Timon Bätge die Endstation. In den Schluss-Sekunden versäumte dann Murphy bei einem Unterzahlkonter die mögliche Vorentscheidung.

Ausgleich zum 6:6

Der ERSC sah nun wie der sichere Sieger aus, doch dann gelang den Gästen in Überzahl durch Dominik Ebentheuer das 4:2. Amberg war danach wieder überlegen, kassierte aber das 4:3 durch Tomas Rousek. Die Schlussphase geriet zum Drama und es krachte abwechselnd in den Kästen: 5:3 durch Marco Pronath (54.), 5:4 durch Martin Lidl (55.), 6:4 (59.) durch Felix Köbele, das 6:5 nur 19 Sekunden danach durch Martin Andrä. Der Gipfel der Spannung war erreicht, als und 35 Sekunden vor dem Ende Dominic Krabbat der Ausgleich zum 6:6 gelang.

Das Spiel ging in die Verlängerung, und hier hatte Ryan Murphy das goldene Händchen, als er nach 38 Sekunden den 7:6-Siegtreffer für den ERSC Amberg erzielte.

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