12.10.2018 - 16:45 Uhr
AmbergSport

"Versehentlich gedüngt", Spiel fällt aus

Beim SC Luhe-Wildenau gibt es das Spitzenspiel, in Vilseck ein Verfolgerduell ‒ in Freudenberg demnächst schönen grünen Rasen. Dort darf am Wochenende nicht gespielt werden.

Fast auf den Tag genau vor einem halben Jahr bejubelte der SC Luhe-Wildenau einen 4:0-Sieg gegen den 1. FC Rieden (Bild). Am Sonntag stehen sich die beiden im Spitzenspiel der Kreisliga Süd gegenüber.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Die Generalprobe für das Gipfeltreffen in der Fußball-Kreisliga Süd verpatzten beide: Tabellenführer SC Luhe-Wildenau verlor ebenso wie der 1. FC Rieden. In Vilseck treffen am letzten Spieltag der Hinrunde zwei Verfolger aufeinander und bei Schlusslicht Germania Amberg sehnt man das Ende des eineinhalb Jahre dauernden Heimfluchs herbei. In Freudenberg wird indes am Wochenende nicht gespielt. Am Freitagnachmittag wurde Kreisspielleiter Albert Kellner davon unterrichtet, dass die "Gemeinde die Plätze versehentlich gedüngt und daraufhin gesperrt" habe. Kurzerhand musste er die Partie des SVF gegen Aufsteiger 1. FC Schlicht absagen. Neuer Termin ist der 25. November.

Germania Amberg - SV 08 Auerbach (Sonntag, 15 Uhr)

(tne) Die Hausherren sind in dieser Spielzeit noch immer ohne Sieg und kassierten in den vergangenen beiden Partien auch gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, Königstein und Schnaittenbach, bittere Niederlagen. Deshalb stehen die Germanen mittlerweile schon etwas abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Zudem verschärfen die beiden Platzverweise aus der Partie gegen den TuS Schnaittenbach die ohnehin angespannte Personalsituation. Dennoch wollen die Gastgeber den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern den nächsten Anlauf unternehmen, um den nun schon seit über eineinhalb Jahre andauernden Heimfluch zu beenden und den ersten Saisonsieg einzufahren. Extremer Einsatzwille und Kampfgeist aller Spieler werden dafür zwingend nötig sein. Die Auerbacher haben sich nach ihrem miserablen Saisonstart und der Trennung von Übungsleiter Marko Scholz unter ihrem neuen Spielertrainer Daniel Dietrich gefangen und stehen mittlerweile auf einem gesicherten Mittelfeldplatz. Dabei ließen sie mit Siegen gegen den FV Vilseck und in Rieden aufhorchen. Die letzten beiden Partien konnten die Gäste allerdings nicht gewinnen.

FV Vilseck - SV Schmidmühlen (Sonntag, 15.15 Uhr)

(mc) Es ist duster geworden beim FV Vilseck, denn nach drei Niederlagen in Folge kommt man aus der Ursachenforschung nicht mehr heraus. Nun kommt mit dem SV Schmidmühlen eine Mannschaft, der das gleiche Schicksal vorauseilte und die ihre Talfahrt zu Wochenfrist im Heimspiel gegen Freudenberg stoppen konnte. Acht Spieltage blieben die Schützlinge von Trainer Stefan Linz ohne Niederlage (davon sechs Siege), bevor sie dreimal hintereinander leer ausgingen. Bei der Heimmannschaft muss man vor allem über die deftige Klatsche in Rosenberg ausgiebig sprechen. Natürlich fehlte mit Philipp Mc Larrin, Michael Weizer und Kevin Kammerl die komplette Innenverteidigung in den letzten Spielen, doch das allein kann kein Entschuldigungsgrund sein. Schließlich gestaltete man das Spiel in Rosenberg über eine Stunde lang ausgeglichen. Doch dass man innerhalb von zehn Minuten durch schwere individuelle Fehler, ausschließlich nach Standardsituationen, dermaßen einbricht, kann niemand verstehen. Fehlt es hier am Selbstvertrauen, an der Konzentration oder an der geistigen Beweglichkeit? Diese Fragen müssen nun im Laufe der nächsten Zeit aufgearbeitet und Antworten gefunden werden. Doch diese Zeit hat man eigentlich nicht, da schon das Heimspiel gegen Schmidmühlen die nächsten Fragen aufwerfen könnte. Nur durch eine ansprechende Leistung, kann man vielleicht einen Teil der Fragen bereits am Sonntag beantworten.

SC Luhe-Wildenau - 1. FC Rieden (Sonntag, 15 Uhr)

Im Duell des Spitzenreiters mit dem Zweitplatzierten treffen zwei hochproduktive Offensivreihen aufeinander. Der SC Luhe-Wildenau traf bisher 44 Mal, der 1. FC Rieden 33 Mal. Auf beide Abwehrreihen wird also einiges an Arbeit zukommen. Dass sie an ihren Aufgaben wächst, hat die junge Defensive des SC im Verlauf dieser Saison aber schon wiederholt bewiesen. In den Spielen gegen die Topteams aus Rosenberg, Vilseck und Schmidmühlen ließ sie nur zwei Gegentore zu. Am vergangenen Spieltag mussten beide Teams allerdings eine Niederlage einstecken. Rieden zog vor heimischem Publikum mit 1:2 gegen Hirschau den Kürzeren, der SC Luhe-Wildenau verlor bei Aufsteiger Schlicht mit 1:2 und zeigte eine durchwachsene Leistung. Vielleicht war dies für die Rittner-Elf ein Warnschuss zur rechten Zeit.

DJK Utzenhofen - TuS Rosenberg (Sonntag, 15 Uhr)

(aun) Die Mannschaft von TuS-Trainer Rainer Summerer präsentiert sich auch im zweiten Jahr nach dem Wiederaufstieg in guter Form und kommt nach dem 5:0-Sieg gegen Vilseck mit viel Selbstvertrauen. Die Gäste liegen in der Tabelle auf Platz drei, punktgleich mit dem Tabellenzweiten. Mit 40 Treffern haben die Rosenberger die zweitbeste Offensive der Liga, auf der anderen seite hat die DJK Utzenhofen mit 18 Gegentreffern die zweitbeste Defensive. Die Mannschaft von DJK-Trainer Matthias Rascher muss ein Mittel gegen die Rosenberger Angriffsstärke finden, wenn der Heimnimbus gewahrt bleiben soll. Seit dem Amtsantritt des Trainers zu Saisonbeginn hat die DJK zu Hause nur ein Spiel verloren - und dies soll auch nach dem letzten Spieltag der Vorrunde noch Bestand haben. Dafür muss die Mannschaft über 90 Minuten hart arbeiten und vor allem ihre erspielten Torchancen besser verwerten. Aber die Mannschaft um Spielführer Mario Augsberger hat sich trotz zahlreicher Verletzungen in der Mitte der Tabelle festgesetzt. In der Vorsaison verlor die DJK Utzenhofen beide Begegnungen in Rosenberg 0:4 und zu Hause 1:2.

TuS/WE Hirschau - TSV Königstein (Sonntag, 15.15 Uhr)

(cgh) Mit viel Respekt fuhren die Hirschauer nach Rieden und liebäugelten im Vorfeld mit einem Punkt im Vilstal. Dann aber zeigte der TuS/WE sein Sahne-Gesicht und holte gar drei Punkte beim hoch gehandelten Gastgeber. Besonders die Effektivität vorm gegnerischen Tor war hier der Türöffner, aus einer handvoll Chancen wurden zwei Treffer erzielt. Im letzten Hinrundenspiel ist nun der TSV Königstein zu Gast im Hirschauer Sportpark. Der Rangneunte der Vorsaison befindet sich in akuter Abstiegsgefahr, was schon etwas verwundert, da der Kader nicht verändert und mit Udo Hagerer aus Sorghof sogar namhaft verstärkt wurde. Dennoch kommen die Gäste überhaupt nicht in die Gänge und haben bereits zehn Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Der TuS/WE darf aber auf gar keinen Fall den Fehler machen und den TSV am Tabellenplatz messen. Trainer Jörg Gottfried, der seinem Team nach dem Rieden-Sieg ein großes Kompliment aussprach, rechnet mit einem engen Spiel, in welches man mit der gleichen Einstellung wie gegen Rieden gehen muss, um zu bestehen. Fehlten im Vilstal erneut zehn Spieler, so sieht es für Sonntag personell möglicherweise ein klein wenig besser aus.

ASV Haselmühl - TuS Schnaittenbach (Sonntag, 15 Uhr)

(pme) Die Gäste feierten am vergangenen Wochenende gegen den Tabellenletzten Germania Amberg ihren zweiten Saisonsieg, auf fremden Plätzen wurden bisher allerdings erst zwei Unentschieden (Schlicht und Königstein) erzielt. Mit 36 Gegentoren haben die Schnaittenbacher die zweitschlechteste Abwehr, selbst geschossen haben sie bisher 16 Tore, sieben davon erzielte Andreas Richter. Auf diesen sollte Haselmühl aufpassen und vor allem die Abwehrschwäche der Gäste für eigene Treffer nutzen. Beim ASV kann man mit dem bisherigen Saisonverlauf im Großen und Ganzen zufrieden sein. Durch den Sieg in Königstein (3:1) wurde der vordere Tabellenplatz gefestigt. Daniel Ibler erzielte hier zwei Tore, was ihm Auftrieb geben sollte. Mit 20 Punkten liegt man derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz und kann beruhigt in die in einer Woche beginnende Rückrunde gehen. Mit einem Sieg gegen den TuS würde der Anschluss an die Spitzenplätze gehalten werden (Vorspiel um 13.15 Uhr: ASV Haselmühl II - SSV Paulsdorf II).

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