26.10.2020 - 16:21 Uhr
AmbergSport

Volleyball: Taktischer Schachzug des VC Amberg geht auf

Der TV Bad Windsheim sagt sein Spiel in der Volleyball-Regionalliga gegen den VC Amberg ab. Der FTM Schwabing nicht. Zum Glück für die Mannschaft von Spielertrainer Flo Birner.

Statt auf seiner angestammten Mittelblocker-Position spielte Julius Spantig (rechts am Netz) auf Diagonal, Wenzel Huber und Severin Groha rückten in die Mitte. So dominierte der VC Amberg die Partie in Schwabing.
von Gerd SpiesProfil

"Wir wollen und werden niemanden zwingen Sport auszuüben, der das in der aktuellen Lage nicht möchte." Dieses Zugeständnis des Bayerischen Volleyball-Verbands angesichts der steigenden Corona-Infektionen erlaubt es seit vergangener Woche den Vereinen, ihre Spiele abzusagen, auch ohne Angaben von Gründen. Davon machten jetzt auch viele Vereine Gebrauch. Der TV Bad Windsheim sagte in der Regionalliga Herren die Partie gegen den VC Amberg ab.

Starker Marco Nanka

Das Spiel der Amberger beim FTM Schwabing war schon ein besonderes für die Gäste. Schließlich tragen zwei Ex-VC-Spieler seit dieser Saison das Schwabinger Trikot. Ben Spies saß verletzungsbedingt nur auf der Bank, Zuspieler Marco Nanka spielte eine ganz starke Partie, zählte zu den Besten beim Gastgeber.

Im Duell mit dem punktlosen Aufsteiger musste Amberg seinen Punktegaranten Fabian Buck auf der Diagonalposition ersetzen. Doch der Schachzug von Spielertrainer Flo Birner, den etatmäßigen Mittelblocker Julius Spantig auf Diagonal zu setzen und Wenzel Huber und Severin Groha das Vertrauen in der Mitte zu schenken, erwies sich als goldrichtig. Von Beginn an dominierte der VC Amberg die Partie, war Herr am Netz. Lediglich ein Konzentrations-Durchhänger in Satz zwei (23:25) bescherte den Hausherren kurzzeitig die Hoffnung auf mehr, wobei zwei Fehlentscheidungen des Schiedsgerichts am Ende des umkämpften Satzes kräftig mithalfen. Doch mit Beginn des dritten Durchgangs waren die VC-Volleyballer wieder Herr des Geschehens. Die nicht immer sattelfeste Annahme der Schwabinger und Schwächen beim Aufschlag machten es aber Basti Barth und Co nicht allzu schwer.

Auf Platz drei

Beim VC stand die Annahme sicher, und Basti Barth und Lukas Neidl auf Außen waren vom Schwabinger Block kaum zu halten. Zudem findet sich Zuspieler "Hecki" Heckmann in seiner Spielmacher-Rolle immer besser zurecht. Mit 25:17 und 25:20 holte das Team von Spielertrainer Flo Birner einen verdienten 3:1-Sieg und rückte damit auf den dritten Platz der Regionalliga vor.

In zwei Wochen steht wieder ein Auswärtsspiel an, dann beim SVS Türkheim.

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