17.10.2021 - 15:51 Uhr
AmmerthalSport

DJK Ammerthal: Elfmeter verweigert und später Gegentreffer

Gefühlt hat die DJK Ammerthal 70 Prozent Ballbesitz beim TSV Großbardorf, doch was hilft's, wenn der Gegner einfach effektiver ist.

Marcel Kaiser (links) setzt sich hier gegen Xaver Müller (am Boden) durch.
von Autor RBAProfil

Wieder einmal reichte für die DJK Ammerthal eine klare spielerische Überlegenheit beim TSV Großbardorf nicht, um etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Gefühlt 70 Prozent Ballbesitz hatte die Elf von Trainer Michael Hutzler bei diesem Auswärtsspiel, am Ende stand eine enttäuschende 0:1-Niederlage gegen einen Gegner, der zuletzt drei deutliche Niederlagen in Folge einstecken musste.

"Es war für uns schon ein hart erarbeiteter Sieg, wir hatten in den letzten Wochen nicht gerade Selbstbewusstsein getankt und wollten heute einfach nur gewinnen, egal wie. Wir haben mehrfach richtig Glück gehabt, auch weil der DJK in der letzten Minute ein klarer Foulelfmeter verweigert wurde", so das Resümee von TSV Trainer Andreas Brendler.

Die DJK rannte 90 Minuten an, während sich die Grabfeld-Gallier in der eigenen Hälfte einigelten und ihre Spielweise ausschließlich auf Konterfußball ausrichteten. Mit Erfolg, denn die weitaus besseren Torchance verbuchten über die gesamte Spielzeit die Hausherren. Ammerthal hingegen konnte sich trotz ständigen Ballbesitz vor allem in der ersten Halbzeit kaum nennenswerte Torchancen erspielen, lediglich bei einigen Einzelaktionen kam ein wenig Gefahr vor dem TSV Gehäuse auf. Zweimal stand DJK-chlussmann Christopher Sommerer in den ersten Minuten im Mittelpunkt nachdem er gegen Illig (4.) und Strohmenger (13.) zwei Eins-gegen-Eins-Situationen für sich entschied. Auf der Gegenseite war es Lukas Dotzler, der mit einem Gewaltschuss den starken TSV-Torwart Justin Reichert auf die Probe stellte.

Knaller ins Lattenkreuz

Nach der Pause wurde die Partie deutlich intensiver, auch weil die DJK jetzt einen Gang höher schaltete und mit aller Macht auf die Führung drängte. Wieder hatte Reichert bei einem Knaller von Dotzler (49.) die Fingerspitzen noch dran und klärte zur Ecke. Pech für die DJK, nachdem Mergim Bajrami (55.) auf Zuspiel von Raffael Kobrowski per Hacke nur das Lattenkreuz traf. Die vielumjubelte Führung und damit der entscheidende Treffer gelang Tim Stromenger (85.), der sträflich frei stehend eine Flanke von Kaufmann per Kopf zum 1:0 im Tor unterbrachte. In den turbulenten Schlussminuten folgten dann einige höchst umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen, nachdem er ein Foul an Kobrowski (88.) im Strafraum nach Außen verlegte und ein weiteres klares Foul im Strafraum an Gömmel (90.) nicht ahndete. "Ich kann der Mannschaft in keinster Weise fehlendes Engagement unterstellen. Sie hat alles probiert, hier nicht leer auszugehen. Von hinten raus war alles gut, aber 20 Meter vor dem Tor sind uns dann die Ideen ausgegangen. Trotz der aus meiner Sicht Fehlentscheidung mit dem nicht gegebenen Elfer in der letzten Minute kann ich dem Schiri keinen Vorwurf machen, wir haben das Spiel selbst verloren", sagte DJK-Trainer Michael Hutzler.

TSV Großbardorf – DJK Ammerthal 1:0 (0:0)

TSV Großbardorf: Reichert – Mangold, Kaufmann, Illig (80. Schories), Schwab, Peci (63. Schmid), Landeck, Müller, Reitstetter, Stechlein (56. Sener), Strohmenger (90. Rützel),

DJK Ammerthal: Sommerer – Dimmelmeier, Zitzmann, Marco Kaiser, Gömmel, Graf (66. Karzmarczyk), Marcel Kaiser, Bajrami (66. L. Melchner), Kobrowski, Heldmann (56. Geiger), Dotzler

Tor: 1:0 (85.) Tim Strohmenger – Gelb-Rot:(90.+4) Benjamin Kaufmann (TSV), Foul/Meckern) – SR: Jonas Beinhofer – Zuschauer: 150

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