06.09.2019 - 21:08 Uhr
AmmerthalSport

DJK Ammerthal fehlt die Kaltschnäuzigkeit

Von Beginn an sieht es nach einer Nullnummer aus, und auch nach 90 Minuten sind die prickenden Torraumszenen im Oberpfalzderby zwischen der DJK Ammerthal und dem ASV Cham am Freitag Mangelware.

Der Ex-Ammerthaler Friedrich Lieder (hinten Mitte) kam nicht zum Zuge und wurde auch kaum angespielt.
von Autor RBAProfil

Die Elf von Trainer Dominik Haußner war über die gesamte Spielzeit die Mannschaft, die den Ton angab - aber auch trotz allem wenig Durchschlagskraft in der Offensive zeigte.

Nicht ganz verwunderlich, denn der DJK fehlte am Freitagabend mit Christian Schrödl (Krank), Patrick Pfahler, Christoph Bellmann (beide Urlaub), Jonas Weigert Florian Fruth (beide verletzt) und dem beruflich abgewanderten Dominik Richter die komplette Offensivabteilung.

Neu in der Mannschaft waren dagegen vom Anstoß weg der 18-jährige Julius Hammer, der seine Sache sehr gut machte, Konstantin Keilholz und Jonas Grunner. Positiv sicherlich aus Sicht der DJK, keinen Gegentreffer kassiert zu haben, dem wäre des Guten auch zu viel gewesen, denn was der Gast aus Cham über weite Strecken des Spiels in der Offensive zeigte, war für ein Bayernligaspiel an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Speziell der Ex-Ammerthaler Friedrich Lieder bekam als Spitze fast keinen Ball von seinen Mitspielern. Michael Plänitz, ehemaliger Spieler des FC Amberg, dirigierte souverän seine ASV-Abwehr.

Die Elf von Trainer Andreas Lengfeld beteiligte sich speziell im ersten Durchgang so gut wie nicht am Spielgeschehen, lauerte nur auf Fehler der Platzherren. Diese gab es nicht, denn die Ammerthaler Hintermannschaft agierte höchst konzentriert und ließ kaum nennenswerte Offensivaktionen der im ersten Durchgang biederen Gäste zu. Wenn Gefahr im Verzug, dann waren dies lediglich Standardsituationen, die aber allesamt nichts einbrachten.

Gästecoach Lengfelder: "Wir haben ein sehr intensives Spiel gesehen, in dem Ammerthal viel besser reinkam und auch die spielbestimmende Mannschaft auf dem Platz war. Wir bekamen keinen Zugriff, waren auch im zweiten Durchgang besser im Spiel und hatten auch die ein oder andere Chance, ein Tor zu erzielen."

Ob ein Torerfolg auch verdient gewesen wäre bleibt dahingestellt, denn die Darbietung der Gäste war nicht dazu geeignet, mit einem Dreier die Heimreise antreten zu können. Chancenmangelwaren war auch bei den Platzherren das entscheidende Kriterium, aber die DJK war zumindest stets bemüht trotz der personellen Misere, alles aus sich herauszuholen, um drei Punkte einzusacken. "Wir waren richtig gut im Spiel und waren gezwungen, den Aufbau zu machen. Grundsätzlich hatten wir eine gute Abwehrleistung an den Tag gelegt, erst gegen Ende der Partie war es einigermaßen ausgeglichen, wir waren im letzten Drittel dann auch nicht mehr flexibel genug. Es war auch in dieser Saison das erste Mal, dass der Gegner so defensiv und kompakt gegen uns spielt hat," sagte Haußner nach der Partie.

Erst in den letzten 15 Minuten entwickelte sich so etwas wie ein offener Schlagabtausch, in dem beide Mannschaft schon auch noch Chancen hatten drei Punkte einzufahren. Am Ende blieb es dann aber beim insgesamt gesehen schmeichelhaften 0:0 Unentschieden für die Gäste, denn die DJK hatte zum Teil herausragende Kombinationen im Spiel nach vorne, doch es fehlte im Zentrum einfach die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

DJK Ammerthal: Sommerer – Hausner, Kohl, Buchner, Gömmel – Zitzmann, Neumayer, Karzmarczyk (86. Kiebler), Keilholz (80. Mazanec) – Grunner, Hammer.

ASV Cham: Riederer – Engl (65. Schafberger), Namir, Plänitz, Zollner (86. Lamecker), Kufner, Kordick, Wich, Lieder, Faltermaier, Bierlmeier.

SR: Vinzenz Pfister (Oberbergkirchen) – Zuschauer: 365

Da hätte Konstantin Keilholz gerne einen Elfer gehabt, als er im Sechzehner zu Fall kam.
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