DJK Ammerthal glänzt mit brutaler Effektivität: 3:0-Derbysieg gegen DJK Gebenbach

Ammerthal
17.09.2023 - 11:16 Uhr
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Das Bayernliga-Derby zwischen der DJK Ammerthal und DJK Gebenbach verläuft lange richtig zäh. Dann nutzt die Heimelf grobe Defensivpatzer der Gäste schonungslos aus. Am Ende steht ein klarer Ammerthaler Erfolg.

Das mit Spannung erwartete Oberpfalzderby zwischen der DJK Ammerthal und der DJK Gebenbach hielt vor einer imposanten Kulisse zunächst nicht was man sich erwartet hatte. Beide Mannschaften agierten sehr verhalten und ängstlich, wobei die Gäste in den ersten 45 Minuten optisch überlegen wirkten, ohne dabei zwingend gefährlich zu werden. Das Geschehen spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab, nennenswerte Torraumszenen blieben zunächst Mangelware.

Beide Teams konnten in diesem brisanten Derby nicht in Topbesetzung auflaufen. Kurzfristig musste auf Ammerthaler Seite auch noch Marco Kaiser (Magen-Darm) ersetzt werden, so dass die DJK-Defensive komplett neu aufgestellt werden musste. Das Trainergespann Schlicker/Gündogan stellte daher das Spielsystem auf 4-2-3-1 um, was aufseiten der Gastgeber schon eine gewisse Zeit brauchte, um ins Spiel zu finden.

Ammerthal zweimal gefährlich

Es wollte bei beiden Teams lange Zeit kein Spielfluss aufkommen. Im Spiel nach vorne wirkten beide Mannschaften etwas ideenlos. Nur zweimal tauchten die Ammerthaler gefährlich vor dem Tor auf, wobei Laurin Klaus (14.) im Abschluss nach einem Rückpass des Gegners einen Tick zu lange zögerte. Die zweite gute Chance vergab erneut Klaus, dessen Schuss denkbar knapp am langen Posten vorbeirauschte (23.). Die beste Einschussmöglickeit der Gäste vergab Timo Kohler in der 31. Minute.

Die zweite Halbzeit entwickelte sich deutlich interessanter für die Zuschauer, wobei Hausherren nun zielstrebiger wirkten. Nachdem Torwart Christopher Sommerer einen Schuss von Dominik Haller aus dem Winkel holte, wurden die Platzherren immer dominanter. Es lief die 60. Minute, als Mergim Bajrami nach einem Fehler in der Gebenbacher Hintermannschaft an den Ball kam und blitzschnell Leon Rukiqi bediente, der eiskalt zur Führung traf. In der 71. Minute nutzte Martin Popp erneut eine Unachtsamkeit auf Zuspiel von Bajrami zum 2:0. Nur drei Minuten später stand Bajrai erneut im Mittelpunkt, als er im Fallen Laurin Klaus bediente, der zum vorentscheidenden 3:0 traf, womit die Partie dann auch entschieden war.

Gäste ohne Durchschlagskraft

„Wenn man 0:3 verliert, braucht man nicht groß darüber zu reden, ob es verdient oder nicht verdient war", meinte Gästetrainer Kai Hempel nach der Partie. "Es ist momentan so, dass die entscheidenden Momente beim Gegner sind. Ich denke, vor dem 1:0 hatte man zumindest etwas das Gefühl, dass wir etwas näher am Führungstreffer waren. Dann kassierten wir zwei Tore, als Ammerthal gar nicht so viel dafür machen musste. Das ist zweifelsfrei zu einfach." Hempel beklagte die fehlende Durchschlagskraft in der Gebenbacher Offensive: "Es fehlen der Punch und auch das nötige Glück, wobei die Partie bis zum Rückstand relativ ausgeglichen war. Nach den zwei Böcken, die wir uns geleistet haben, wurde es natürlich brutal schwierig, um zurückzukommen. Wir werden über dieses Spiel konstruktiv reden. Wir sind jetzt das erste Mal seit ich hier Trainer bin in so einer unglücklichen Situation, wir müssen jetzt alle zusammen da durch“.

Glücklich war dagegen Florian Schlicker „Die erste Halbzeit war sehr fahrig mit viel Mittelfeldgeplänkel", analysierte der Ammerthaler Coach das Derby. "Im zweiten Durchgang hatten wir das glücklichere Ende durch unsere brutale Effektivität vor dem Tor. Jetzt freuen wir uns erst mal über diesen Derbysieg. Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen, deshalb müssen wir weiterarbeiten und Gas geben“.

DJK Ammerthal: Sommerer – Luft, Marcel Kaiser, Helleder, Gömmel, Heinloth (89. L.Melchner), Plott, Bajrami (81.Schüll), Klaus, Popp (86.D. Melchner), Rukiqi (68.Shynder)

DJK Gebenbach: Ch.Lindner – Graml, Golla (9.Rieß), Vogl, Vidovic, Hofmann (66.Scherm), J. Lindner, Haller, Lieder, Kohler (66.Marquez), Terakaj (77.Schwindl)

Tore: 1:0 (60.) Leon Rukiqi, 2:0 (71.) Martin Popp, 3:0 (74.) Laurin Klaus – SR: Philipp Götz (Schwandorf) – Zuschauer: 800

 
 

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